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Garantex wechselt zu Grinex – Illegaler russischer Marktplatz verlagert seine Aktivitäten auf neue Plattform

VonHannah CollymoreHannah Collymore
3 Minuten Lesezeit
  • Nach der Schließung durch US-amerikanische und europäische Behörden ist Garantex Berichten zufolge unter dem Namen Grinex wieder aufgetaucht und setzt seine illegalen Finanzaktivitäten fort.
  • Blockchain-Forensik zeigt direkte Verbindungen zwischen den beiden Plattformen auf und verstärkt damit die Besorgnis über die Widerstandsfähigkeit von Cyberkriminellennetzwerken im Kryptobereich.
  • Die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Einrichtungen hat sich im Kampf gegen Kryptokriminalität als unerlässlich erwiesen.

Die russische Kryptobörse Garantex, die nach Verstößen gegen Sanktionen und mutmaßlichen Verbindungen zur Geldwäsche für internationale kriminelle Organisationen vom US-Justizministerium in Zusammenarbeit mit deutschen und finnischen Strafverfolgungsbehörden abgeschaltet wurde, ist Berichten zufolge als neue Kryptobörse namens Grinex wieder aufgetaucht. 

Laut einer Untersuchung von Global Ledger, einem Schweizer Blockchain-Analyseunternehmen, hat Garantex seine Liquidität zu Grinex verlagert und den Geschäftsbetrieb nach der kürzlichen Abschaltung wie gewohnt fortgesetzt. 

Global Ledger legte daraufhin Beweise aus seinen Ermittlungen vor, die On-Chain- und Off-Chain-Aktivitäten mit ähnlichen Mustern wie bei Garantex aufzeigten. Mitte März soll Grinex über 29 Millionen US-Dollar erhalten haben. 

Im Rahmen ihrer Recherchen stellte Global Ledger fest, dass der an den Rubel gekoppelte Stablecoin A7A5, der zuvor nur an zwei Börsen, Garantex und BiFinance, gelistet war, nun auch an Grinex verfügbar ist. 

denttransferierte Garantex 4,5 Milliarden A7A5 aus seiner gesperrten Wallet zu Grinex. Der gesamte Vorgang, der zu diesem Geldtransfer führte, ist von Global Ledger detailliert dokumentiert; die Transaktionen ähneln der Vorgehensweise von Garantex. 

Im detaillierten Bericht von Global Ledger wird die große Ähnlichkeit der Benutzeroberflächen beider Börsen hervorgehoben, mit nur wenigen sichtbaren Unterschieden. Auch ein Testbericht von Coinmarketrating zu Grinex untermauert die Annahme, dass Garantex sich umbenannt und den Betrieb unter dem Namen Grinex wieder aufgenommen hat. Der Bericht stellt ausdrücklich fest, dass die neue Handelsplattform von Garantex entwickelt wurde, nachdem die eigene Plattform international sanktioniert und anschließend gesperrt worden war. 

Garantex hat eine lange Geschichte illegaler Geschäfte

Garantex ist eine bekannte, nicht regulierungskonforme Kryptobörse, die als Plattform für Kriminelle im Kryptobereich diente. Die Börse war berüchtigt dafür, als wichtige Geldwäscheplattform zu fungieren und wurde unter anderem von Ransomware-Gruppen wie Conti und Black Basta genutzt.

Die Plattform diente auch als fruchtbarer Boden für den Transfer von Erlösen aus Darknet-Märkten (DNMs), die mit Drogenhandel und kinderpornografischem Material (CSAM) in Verbindung standen.

Berichten zufolge diente Garantex auch als Plattform zur Geldwäsche von über 22 Millionen US-Dollar, die aus einer gehackten Blockchain in den USA gestohlen wurden. Die Plattform wird zudem mit der Lazarus-Gruppe in Verbindung gebracht, einem von der nordkoreanischen Regierung unterstützten Hackerkollektiv, das weltweit für massive Kryptodiebstähle bekannt ist, zuletzt für den Bybit-Hack. Darüber hinaus bestehen Verbindungen zu russischen Cyberkriminellenforen und Terrorismusfinanzierung.

Im Jahr 2022 verhängte das Office of Foreign Assets Control (OFAC) des US-Finanzministeriums, das Wirtschaftssanktionen und Handelssanktionen auf der Grundlage der US-Außenpolitik und der nationalen Sicherheit verwaltet und durchsetzt, Sanktionen gegen Garantex wegen seiner Rolle bei der Erleichterung der Geldwäsche von Ransomware-Akteuren und Darknet-Märkten. 

jedoch Garantex fort und wandte dabei verschiedene Taktiken an, um der Entdeckung zu entgehen. So änderte das Unternehmen beispielsweise regelmäßig seine Wallet-Adressen, um Compliance-Vorschriften zu umgehen. Darüber hinaus verstieß Garantex gegen US-Bundesvorschriften, indem es Finanzgeschäfte in den USA durchführte, ohne sich bei FinCEN zu registrieren. 

Internationale Maßnahmen gegen die Plattform

Am 7. März 2025 wurde die Plattform durch eine gemeinsame internationale Aktion von Strafverfolgungsbehörden und privaten Akteuren der Blockchain-Branche endgültig lahmgelegt. Tether beteiligte sich an der Sperrung seiner aktiven Wallets und schränkte so die Möglichkeiten zum Geldtransfer ein. 

Wie von Chainalysis vorhergesagt, hat Garantex schnell ein Rebranding durchgeführt und den Betrieb wieder aufgenommen, wobei die Kunden auf die neue Plattform migriert wurden. Dies ist nicht das erste Mal, dass eine von Regulierungsbehörden stillgelegte Plattform unter neuem Namen wieder auftaucht; der Fall von Suex und Chatex ist hierfür ein perfektes Beispiel.  

Die Partnerschaft zwischen öffentlichen und privaten Akteuren zur Eindämmung transnationaler Cyberkriminalität im Kryptobereich ist eine begrüßenswerte Entwicklung, und Organisationen wie Global Ledger sorgen dafür, dass ein ausreichendes Bewusstsein für die Aktivitäten von Kriminellen wie Garantex besteht. 

Während die Untersuchung von Global Ledger eindeutig zeigte, dass Garantex mit Grinex nun einen Nachfolger hat, beantwortete sie nicht die Frage, die viele von uns beschäftigt – wie schnell werden die Aufsichtsbehörden und internationalen Strafverfolgungsbehörden gegen diese neue Börse vorgehen?

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