Der Gründer der kanadischen Kryptobörse QuadrigaCX veruntreute vor seinem Tod 163 Millionen Dollar

Quadriga – vorgestellt am 25. Juni
Eine von Ernst & Young durchgeführte Prüfung ergab, dass Gerald Cotten, Gründer und CEO der kanadischen Kryptowährungsbörse QuadrigaCX, fast 165 Millionen Dollar (163 Mio. USD) von Nutzern der Plattform gestohlen hat.
Die QuadrigaCX stellte im Februar 2019 ihren Betrieb ein, und im April leitete der Oberste Gerichtshof von Nova Scotia ein Insolvenzverfahren ein. Nur wenige Monate vor Beginn der Gerichtsverfahren gegen QuadrigaCX verstarb deren Gründer Gerald Cotten an den Folgen seiner langjährigen Erkrankung an Morbus Crohn.
Der Tod von Herrn Cotten gibt heutzutage immer wieder Anlass zu Spekulationen, da er laut seiner Frau Besitzer mehrerer verschlüsselter Computer war, die Informationen enthalten und wahrscheinlich eine große Menge unzugänglicher Kryptowährung speichern.
Trotz des Zugangs zu diesen Computern gelang es den Wirtschaftsprüfern von Ernst & Young nachzuweisen, dass Herr Cotten erfolgreich gestohlene Kryptowährungsbestände von mehr als sechsundsiebzigtausend (76.000) Nutzern der QuadrigaCX-Börse abgezweigt hatte.
Die Vorgehensweise von Herrn Cotten beim Diebstahl all dieser Gelder war denkbar einfach. Er verfügte über mehrere Profile auf anderen Börsen, auf denen er Kundengelder von QuadrigaCX einzahlte und diese später für eigene Gewinne und sogar für Margin-Trading nutzte.
Zu allem Überfluss ergab die Prüfung durch Ernst & Young, dass Herr Cotten in den letzten drei Geschäftsjahren die Buchhaltungsberichte für die QuadrigaCX-Börse nicht ordnungsgemäß erstellt und eingereicht hat.
Aufgrund der mysteriösen Enthüllungen der letzten Wochen und der nun abgeschlossenen Prüfung sind zahlreiche Verschwörungstheorien über den Tod von Herrn Cotten aufgetaucht.
https://twitter.com/ThomasAFink/status/1142389946180915200
Auch wenn diese Verschwörungsvorwürfe nicht der Wahrheit entsprechen und Herr Cotten laut einer Pressemitteilung von QuadrigaCX im Dezember 2018 im Alter von dreißig Jahren verstarb, bleibt die Tatsache bestehen, dass Tausende von Kunden aufgrund seines Betrugs ihre Geldbeutel leergeräumt sahen.
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Tina Yordanova
Nach Stationen bei der Europäischen Zentralbank, Morgan Stanley, Barclays, der Société Générale, Hilton Hotels und Aviva International kehrt Tina mit einem vertieften Einblick in die Finanzwelt, Blockchain-Unternehmen und -Institutionen sowie die damit verbundenen Praktiken zu Cryptopolitan zurück. Sie freut sich darauf, ihre umfassende Perspektive, die sie bei den größten Medienanalyseunternehmen des Balkans erworben hat, mit Ihnen zu teilen.
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