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Warum drängt die US-Notenbank auf eine Regulierung von Stablecoins?

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Warum drängt die US-Notenbank auf eine Regulierung von Stablecoins?
  • Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, betont die Notwendigkeit eines gesetzlichen Rahmens für Stablecoins, um die Finanzstabilität zu gewährleisten.
  • Der Vorstoß der Fed für eine Regulierung unterstreicht die zunehmende Integration von Stablecoins in das traditionelle Finanzsystem und die damit verbundenen potenziellen Risiken.
  • Die jüngsten Finanzturbulenzen im Zusammenhang mit Stablecoins, wie beispielsweise der USD-Coin-dent, verdeutlichen deren Anfälligkeit und enge Verflechtung mit traditionellen Banken.

Es sieht so aus, als ob die US-Notenbank die USA in eine Zukunft steuert, in der Stablecoins nicht nur anerkannt, sondern auch reguliert werden. In seinen jüngsten Treffen mit den Demokraten im Repräsentantenhaus machte Jerome Powell deutlich, dass ein Rechtsrahmen für Stablecoins unerlässlich ist, damit die Vereinigten Staaten dieses Neuland erfolgreich beschreiten können. Diese Position zeugt von einem grundlegenden Wandel in der Haltung gegenüber digitalen Währungen und deutet auf ein wachsendes Bewusstsein für deren mögliche Auswirkungen auf das konventionelle Finanzsystem hin.

Argumente für regulatorische Rahmenbedingungen

Finanzexperten sind sich, wie Powell betont hat, einig, dass digitale Währungen ohne einen regulierten Rahmen mit zunehmender Beliebtheit auf Probleme stoßen könnten. Eine Möglichkeit, sein Vermögen vor den Schwankungen des Kryptowährungsmarktes zu schützen, besteht darin, in Stablecoins zu investieren, die an konventionelle Währungen wie den US-Dollarzu speichern oder zu transferierendentund werden zunehmend in das traditionelle Finanzsystem integriert. Doch auch diese Verbindung ist nicht risikofrei.

Die jüngsten Ereignisse bei der Silicon Valley Bank und Circle Internet Financial Ltd. zeigen, wie anfällig Stablecoins für Schwankungen im traditionellen Bankensektor sind. Circle Internet Financial Ltd. hatte große Mengen an USD Coin-Reserven in der in Schieflage geratenen Bank gebunden. Obwohl Stablecoins als wertstabil gelten, können sie dennoch von realen Finanzkrisen betroffen sein, was sich sowohl auf ihren Wert als auch auf den gesamten Markt auswirken kann. Ein Beispiel für die enge Verknüpfung digitaler Währungen mit dem traditionellen Bankensystem ist der Fall des USD Coin, dessen Wert während einer Bankenkrise unter 1 US-Dollar fiel, bevor er sich dank staatlicher Interventionen wieder erholte.

Der Ripple -Effekt auf die Geldpolitik

Die Regulierung von Stablecoins ist für die US-Notenbank (Federal Reserve) aus mehreren Gründen wichtig, unter anderem um Marktvolatilität zu vermeiden und deren Einfluss auf die Geldpolitik zu begrenzen. Konventionelle Methoden der Geldpolitik sind durch das Aufkommen von spezialisierten Banken, Stablecoins und digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) ernsthaft bedroht. Ein Beispiel für den Wandel der Finanzregulierung ist die Anpassung der geldpolitischen Praxis der Federal Reserve seit 2007. Dazu gehören die Verzinsung von Reserven sowie der Einsatz von Reverse-Repogeschäften und Zentralbankreserven zur Beeinflussung der Zinssätze.

Die Betrachtung digitaler Währungen verdeutlicht diesen Wandel noch stärker. Zinssätze und die Bilanzsumme der Federal Reserve sind nur zwei Bereiche, in denen CBDCs und Stablecoins erhebliche systemische Störungen verursachen können. In ihrer veröffentlichten Studie untersucht die Federal Reserve diese Auswirkungen und stellt fest, dass im Falle der Integration digitaler Währungen Anpassungen der Geldpolitik erforderlich sein könnten, um einen Rückgang der Kreditvergabe zu verhindern und die wirtschaftliche Stabilität zu wahren.

Aufgrund der Ähnlichkeiten zwischen Stablecoins und CBDCs kommt die Studie zu dem Schluss, dass digitale Währungen mit höheren Zinssätzen mehr Investorentracund Einleger davon abhalten würden, sich an konventionelle Banken zu wenden, was sich auf das Kreditvolumen auswirken könnte. Infolgedessen würde der Gleichgewichtszins sinken und die Zentralbank hätte in Krisenzeiten weniger Handlungsspielraum, sollte dieses Szenario eintreten.

Eine weitere Nuance ergibt sich aus dem Konzept der „Narrow Banks“, die mit traditionellen Geschäftsbanken um Kundeneinlagen konkurrieren, aber selbst keine Kredite vergeben. Wenn Einleger aufgrund der niedrigeren Zinsen und der einfacheren Struktur zu diesen Instituten abwandern, könnte dies zu einem Rückgang der Kreditvergabekapazität der Geschäftsbanken und zu Auswirkungen auf den gesamten Kreditmarkt führen.

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