Fed-Chef Powell widerspricht öffentlich seinen Kollegen und schließt kurzfristige Kürzungen aus

- Powell teilte dem Kongress mit, dass die Fed die Zinsen nicht so bald senken werde und zunächst weitere Inflationsdaten abwarten wolle.
- Michelle Bowman und Christopher Waller befürworten eine Zinssenkung im Juli, falls die Preise niedrig bleiben.
- Die internen Prognosen der Fed zeigen Uneinigkeit, es besteht keine klare Einigung über künftige Zinssenkungen.
Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, teilte dem Kongress am Dienstag mit, dass die Fed in absehbarer Zeit keine Zinssenkung plane. Damit distanzierte er sich öffentlich von einigen seiner eigenen Vorstandsmitglieder, die bereits im nächsten Monat auf eine Zinssenkung drängten.
Anhörung vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses erklärte Powell, die US-Wirtschaft sei nach wie vor „solide“, betonte aber, dass vor politischen Änderungen weitere Daten benötigt würden.
In seiner vorbereiteten Rede hatte Powell auf die Auswirkungen der vondent Donald Trump verhängten Zölle als anhaltendes Inflationsrisiko hingewiesen. Er warnte, dass die Inflationsraten trotz der weiterhin starken Wirtschaftslage steigen könnten.
Die von der US-Notenbank bevorzugte Inflationsrate dürfte im Mai auf 2,3 % steigen, nach 2,1 % im April. Der Kernindex, der Lebensmittel- und Energiepreise ausklammert, wird voraussichtlich 2,6 % erreichen, ein leichter Anstieg gegenüber 2,5 % im Vormonat.
Die Fed-Beamten drängen auf Kürzungen, während Powell Widerstand leistet
Trotz Powells Haltung sprechen sich nun zwei wichtige Mitglieder des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) offen für Zinssenkungen aus. Michelle Bowman erklärte diese Woche in Prag, sie würde eine Senkung bei der bevorstehenden Fed-Sitzung im Juli unterstützen, sofern die Inflationsdaten nicht sprunghaft ansteigen
Ihre Position ähnelt den Äußerungen von Christopher Waller, der sich für eine vorsichtige Herangehensweise an eine Lockerungspolitik aussprach. Beide wurden von Trump während seiner ersten Amtszeit ernannt und gelten derzeit als mögliche Nachfolger von Powell.
Die Spaltung wurde nach der Veröffentlichung des jüngsten „Dot Plots“ der Fed, der die geldpolitischen Prognosen jedes Mitglieds anonym erfasst, deutlicher. Der interne Ausblick zeigte, dass neun der neunzehn Mitglieder entweder keine oder eine Zinssenkung im Jahr 2025 befürworten. Acht sprechen sich für zwei Zinssenkungen aus, während zwei drei für notwendig halten. Obwohl die Abstimmung für eine Beibehaltung der Zinsen in der vergangenen Woche einstimmig ausfiel, zeigen die längerfristigen Ansichten eine Zentralbank, die weit von einer Einigkeit entfernt ist.
Powell stellte klar, dass er keine Eile sieht. Die Fed beobachte die Auswirkungen der Zölle auf die Preise und wolle auf einen möglicherweise nur vorübergehenden Anstieg nicht reagieren. „Die Aufgabe des FOMC ist es, die langfristigen Inflationserwartungen stabil zu halten“, sagte er den Abgeordneten.
Er betonte, dass die Fed nicht zulassen dürfe, dass kurzfristige Schocks zu dauerhaften Kursänderungen führen. „Ohne Preisstabilität“, fügte er hinzu, „können wir die langfristigen PhasentronArbeitsmarktbedingungen, von denen alle Amerikaner profitieren, nicht erreichen.“
Die Märkte senken ihre Erwartungen, nachdem Trump Powell erneut scharf kritisiert hat
Die Erwartungen an eine Zinssenkung im Juli haben sich am Terminmarkt etwas gelegt. Händler preisen nun nur noch eine Wahrscheinlichkeit von 23 % dafür ein, dass die Fed ihre Geldpolitik bei der Sitzung am 29. und 30. Juli lockern wird.
Für September herrscht zwar mehr Zuversicht, doch auch diese Prognose bleibt ungewiss, solange keine neuen Inflationsdaten vorliegen. Der Verbraucherpreisindex stieg im Mai lediglich um 0,1 %, was darauf hindeutet, dass die Inflation derzeit noch moderat ist. Die Fed bleibt jedoch vorsichtig, insbesondere da Powell weiterhin einer langfristigen Perspektive Vorrang vor politischem oder Marktdruck einräumt.
Der politische Druck hat nicht nachgelassen. Am frühen Dienstag nutzte Trump seine Plattform Truth Social, um erneut auszuteilen. Direkt an Powell gerichtet, schrieb er: „Der Kongress muss diesem sturen, dummen Kerl mal ordentlich die Leviten lesen.“
Es ist nicht das erste Mal, dass Trump den Fed-Chef angegriffen hat, aber diese jüngste Beleidigung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Weiße Haus der Zentralbank weiterhin vorwirft, das Wachstum nicht durch Zinssenkungen zu unterstützen.
Bowmans und Wallers Abkehr von Powell hat innerhalb der Fed für Spannungen gesorgt, verändert aber auch die Markterwartungen rasant. Investoren und Analysten verfolgen nun jede Rede und jede Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten mit großer Aufmerksamkeit.
Die plötzliche Unterstützung für Kürzungen durch Personen aus Powells eigenem Umfeld hat neue Zweifel daran aufkommen lassen, wie viel Kontrolle er tatsächlich über die Ausrichtung des Ausschusses hat und ob Trump den wachsenden Spekulationen nachgeben und ihn nächstes Jahr ersetzen könnte.
Die Fed ist derzeit gespalten. Der Vorsitzende plädiert für Zinssatzänderungen. Einige Gouverneure fordern Zinssenkungen. Der Markt sichert sich ab. Und Trump wettert mal wieder lautstark.
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