Evergrandes Schulden in Höhe von 300 Milliarden Dollar gefährden die Weltwirtschaft

Zusammenfassung (TL;DR)
- Der in China ansässige Immobilienriese Evergrande befindet sich in einer Krise, da sich seine Schulden als Hemmnis für seinen Fortschritt erweisen.
- Das Unternehmen könnte schon bald mit Insolvenzproblemen bei einem seiner wichtigsten Kapitalgeber, der deutschen Marktaufsichtsbehörde, konfrontiert sein.
Evergrande steckt nach dem Beinahe-Zahlungsausfall bei Schulden in Höhe von 300 Milliarden US-Dollar erneut in großen Schwierigkeiten. Das in China ansässige Immobilienentwicklungsunternehmen steht aufgrund seiner aktuellen Lage im Fokus der globalen Finanznachrichten. Finanzanalysten zufolge könnte ein Zusammenbruch des Unternehmens schwerwiegende Folgen für die Weltwirtschaft haben.
Darüber hinaus droht Evergrande die Insolvenzanmeldung ihres ausländischen Investors, der Deutschen Marktscreening-Agentur.In einer Pressemitteilung erklärte das Immobilienunternehmen, dass es im September zweimal die Fälligkeitstermine für Anleihenzahlungen versäumt habe. Diesermaticziehe automatisch auch für die verbleibenden 21 Anleihen nach sich.
Bislang hat das Unternehmen verschiedene Anleihen von ausländischen Investoren aufgenommen, die für mehrere geplante Projekte benötigt werden. Die globale Pandemie hat die Weltwirtschaft negativ beeinflusst und zu den sich verschärfenden Schwierigkeiten von Evergrande.
Dennoch führen viele Finanzexperten das Scheitern des Unternehmens am Markt auf die massiven und schlecht geplanten Projekte zurück, die es in Angriff genommen hat. Zudem fehlt eine präzise defiseiner Vermögenswerte, was bei externen Investoren Misstrauen hervorruft. Nach zwei Zahlungsausfällen befindet sich das Unternehmen in einer prekären Lage und findet keine Investoren, die ihm bei der Kapitalbeschaffung helfen könnten.
Es hat sich den Ruf als „der am höchsten verschuldete Bauträger weltweit“ erworben und gilt zudem als eines der am wenigsten nachhaltigen Projekte.
Eine Bedrohung für den globalen Raum
Evegrandes Position könnte zu einem Ereignis ähnlich der globalen Finanzkrise. Verschiedenen Analysten zufolge unterhält China zahlreiche vorteilhafte Partnerschaften mit Ländern weltweit. Sollte der Immobilienentwickler, eines der größten Unternehmen des Landes, scheitern, würde dies Chinas Glaubwürdigkeit als Finanzpartner erheblich beeinträchtigen.
Sollte es so kommen, China wichtige Wirtschaftsakteure verlieren und umgekehrt.
Darüber hinaus bremst dies die Entwicklung des Immobiliensektors im Land. Angesichts der hohen Wohnkosten ist Wohnraum für die chinesische Regierung zu einem zentralen Problem geworden. Ihre aktuelle Kampagne zielt darauf ab, jedem Bürger Zugang zu angemessenem Wohnraum zu ermöglichen, anstatt sich mit den Problemen der Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Jüngsten Berichten zufolge gibt es in ChinadentWohngebäude, die potenziell Millionen von Menschen beherbergen könnten. Zudem ist bekannt, dass die Nachfrage in diesem Sektor in den letzten Jahren gesunken ist, was eine Stabilisierung der Wirtschaft in China erforderlich macht. Evergrande steht mit seinen finanziellen Problemen nicht allein da; sechs weitere Immobilienentwickler befinden sich in derselben Lage.
Wie geht es für Evergrande weiter?
Bemerkenswert ist, dass die Aktien des Unternehmens seit Jahresbeginn um fast 85 % gefallen sind. Sollte die DMSA den Insolvenzantrag stellen, müsste Evergrande die Eigentümerschaft an seinen Vermögenswerten abgeben, um die Schulden zu begleichen. Daher fragen sich viele, was die chinesische Regierung unternehmen wird, um die Lage von Evergrande zu verbessern.
Evergrande zieht Finanzberater hinzu, um den besten Weg aus der Krise zu finden. Die Regierung scheint jedoch weiterhin zurückhaltend zu sein, direkt in die Angelegenheiten des Unternehmens einzugreifen. Die Welt verfolgt diese Entwicklung aufmerksam und hofft, dass China sich – wenn auch nur indirekt – in die Angelegenheit einmischt.
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Edith Muthoni
Edith ist Finanzjournalistin, Traderin und Coach für persönliche Finanzen mit Schwerpunkt auf Anlageberatung im Fintech-Sektor. Zu ihren Fachgebieten gehören Aktien, Kryptowährungen, Blockchain und Krypto-Investitionen.
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