Das Ende der E3 wirft Bedenken hinsichtlich Entwicklerinterviews und -einblicken auf.

- Die Absage der E3 erschwert es, Branchenführer wie Sean Shoptaw von Disney zu interviewen, der nur selten mit der Presse spricht.
- Shoptaw ließ durchblicken, dass das Star Wars: Knights of the Old Republic Remake noch in Planung ist, nannte aber nicht den neuen Entwickler.
- Disney bevorzugt es, wenn Studios ihre Spielideen einreichen, und machte das Indiana Jones-Spiel zu einem Xbox-Exklusivtitel, wobei die Marktreichweite als Schlüsselfaktor genannt wurde.
Die Absage dertronEntertainment Expo, allgemein bekannt als E3, hat eine Lücke in der Spielebranche hinterlassen, insbesondere im Hinblick auf Interviews mit wichtigen Entwicklern und Branchenführern.
Die E3 war ein jährliches Treffen, bei dem Spieleentwickler, Publisher und Branchenvertreter zusammenkamen, um ihre neuesten Projekte zu präsentieren und bot somit eine hervorragende Gelegenheit für Interviews und Einblicke. Ohne diese Veranstaltung wird es jedoch noch schwieriger, Interviews mit schwer erreichbaren Persönlichkeiten wie Sean Shoptaw, dem Gaming-Chef von Disney, zu führen.
Sean Shoptaw, der die Spieleabteilung von Disney und deren beeindruckendes Portfolio an geistigen Eigentumsrechten, darunter Star Wars, Marvelund 20th Century Fox-Rechte, leitet, hat sich den Ruf erworben, für die Presse nur selten erreichbar zu sein.
Dennoch übt er erheblichen Einfluss in der Branche aus. Obwohl er nur selten Interviews gibt, deutete Shoptaw kürzlich den Status des mit Spannung erwarteten Remakes von Star Wars: Knights of the Old Republic an. Seine Äußerungen lassen vermuten, dass das Projekt noch existiert und möglicherweise von einem neuen Entwicklerteam fortgeführt wird, auch wenn die Veröffentlichungstermine weiterhin ungewiss sind.
In einem kürzlich geführten Interview mit Axios äußerte sich Shoptaw wie folgt:
„Aus hoffentlich offensichtlichen Gründen kann ich dazu nicht viel sagen, aber KOTOR ist ganz klar ein unglaublich beliebtes Spiel, auf das wir unglaublich stolz sind und für das es unserer Meinung nach immer noch eine große Nachfrage gibt. Ich belasse es dabei.“
Shoptaws Rolle geht über Disneys Gaming-Interessen hinaus und umfasst Lucasfilm Games sowie ein beträchtliches Team von Produzenten und Führungskräften im Bereich Geschäftsentwicklung.
Obwohl er vergangene Herausforderungen, wie den durchwachsenen Erfolg der Marvel-Konsolenspiele, anerkennt, zeigt er sich bereit, wieder mit Studios zusammenzuarbeiten, und betont dabei die Schwierigkeiten, die der Spieleentwicklung innewohnen.
Die richtigen Entwickler auswählen: Ein heikles Gleichgewicht
Das Remake-Projekt von Star Wars: Knights of the Old Republic sorgte für Verwunderung, als Disney es einem relativ kleinen und unerfahrenen Studio anvertraute. Shoptaws Interview gibt jedoch keine Auskunft darüber, ob das Projekt inzwischen an einen geeigneteren Entwickler übergeben wurde, sodass Fans und Branchenbeobachter gespannt auf weitere Details warten.
Im Interview gab Shoptaw Einblicke in Disneys Vorgehensweise bei der Spieleentwicklung. Anders als manche andere Unternehmen verkauft Disney Konzepte und geistiges Eigentum nicht an andere Firmen, sondern lädt externe Studios ein, mit ihren Ideen auf sie zuzukommen.
Dieser Ansatz führte zu einer Zusammenarbeit mit MachineGames, dem Studio hinter dem kommenden Indiana Jones-Spiel.
Shoptaw erklärte
„Sie haben uns eine wirklich überzeugende Vision für Indy vorgestellt, und die hat Anklang gefunden.“
Die Zusammenarbeit mit MachineGames, einem Tochterunternehmen von Bethesda, hat Fragen hinsichtlich der Exklusivität aufgeworfen, da das Indiana Jones-Spiel exklusiv für die Xbox-Konsole erscheinen soll.
Shoptaw verteidigte diese Entscheidung und merkte an, dass Xbox nach wie vor ein bedeutender Marktplatz für Spiele sei und dass sie aus finanzieller und strategischer Sicht für das Projekt Sinn mache.
Tiefgreifende Einblicke bleiben schwer zu gewinnen
Shoptaws Interview liefert zwar wertvolle Einblicke in Disneys Gaming-Strategie und laufende Projekte, bietet aber keine tiefergehenden Einblicke in die Abläufe des Unternehmens oder die spezifischen Spiele, die es entwickelt.
Viele Branchenvertreter und Unternehmen pflegen bei Interviews eine oberflächliche Herangehensweise, wodurch die der Öffentlichkeit zugänglichen Informationen nur in begrenzter Tiefe präsentiert werden und die Fans nach substanzielleren Details hungern.
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