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Die Entwicklungsländer bereiten sich auf mögliche Umwälzungen im Handelsbereich durch Trump an den Finanzmärkten vor

VonJai HamidJai Hamid
Lesezeit: 2 Minuten
Die Entwicklungsländer bereiten sich auf mögliche Umwälzungen im Handelsbereich durch Trump an den Finanzmärkten vor
  • Weltweit bereiten sich Investoren auf ein mögliches Chaos in den Schwellenländern vor, sollte Trump gewinnen, und befürchten neue Zölle und Handelsbeschränkungen.
  • Der mexikanische Peso und der chinesische Yuan befinden sich bereits im Abwärtstrend, da Hedgefonds gegen sie wetten, während der Dollar ein Zweijahreshoch erreicht hat.
  • Entwicklungsländer mit engen Beziehungen zu den USA oder einer starken Exportabhängigkeit – insbesondere in Asien und Lateinamerika – sind hohen Risiken ausgesetzt, sollte Trump zurückkehren.

Angesichts der bevorstehenden US-Wahlen sind die Entwicklungsländer in Alarmbereitschaft und beobachten genau, was ein Sieg Trumps für ihre Handelsabkommen, Exporte und Währungen bedeuten könnte.

Investoren von Lateinamerika bis Ostasien sind in Alarmbereitschaft und warten ab, ob Trumps Rückkehr ihre ohnehin schon angeschlagenen Märkte durch weitere Zölle und verschärfte Handelsbedingungen zusätzlich belasten könnte. Sie gehen kein Risiko ein – sie haben begonnen, Anleihen aus Schwellenländern abzustoßen und Aktien zu verkaufen, was die Märkte instabil macht. 

Da Trump und Harris in den Umfragen Kopf an Kopf liegen, geraten Finanzakteure in Panik. Hedgefonds setzen den mexikanischen Peso massiv unter Druck und haben ihn auf den niedrigsten Stand des Jahres gedrückt. Auch der chinesische Yuan hat nachgegeben, während der Dollar seinen größten Anstieg seit zwei Jahren verzeichnete.

Diese finanzielle Lage verdeutlicht die Situation: Die Schwellenländer sind nervös, da sie wissen, dass ihnen im Falle eines Wahlsiegs von Trump eine weitere Verkaufswelle bevorstehen könnte. Es ist ein riskantes Unterfangen, und die Anleger agieren vorsichtig.

Anleger beobachten Währungsschwankungen angesichts der Wahlängste.

Der Peso zeigt bereits erste Anzeichen von Schwäche. Analysten gehen davon aus, dass er je nach Wahlausgang als eine der ersten Währungen die Auswirkungen zu spüren bekommen könnte. Strategen von JPMorgan, darunter Gisela Brant und Tania Escobedo Jacob, prognostizieren, dass der Peso im Falle eines Wahlsiegs von Harris an Wert gewinnen und bei unter 19 Peso pro Dollar notieren könnte.

Sollte Trump jedoch gewinnen, warnt Brad Bechtel von Jefferies vor einer möglichen Abschwächung des Peso, der dann auf etwa 22 Peso pro Dollar fallen könnte. „Die Volatilität des Peso hat den höchsten Stand seit Beginn der Pandemie erreicht“, sagt er und merkt an, dass sich Mexikos Wirtschaft angesichts der weiterhin bestehenden Zölle Trumps in einer schwierigen Lage befinde.

Auch die Schwellenländer Asiens sind nicht immun. Der chinesische Yuan verlor im Oktober 1,6 Prozent an Wert, während seine implizite Volatilität – also die Unsicherheit bezüglich seines Wertes – einen Zweijahreshöchststand erreichte. Sollte Trump die Zölle auf chinesische Waren wieder einführen, könnten der Yuan und andere asiatische Währungen wie der südkoreanische Won ebenfalls unter Druck geraten.

Adriana Dupita von Bloomberg glaubt , dass exportabhängige Länder oder solche mit hoher Auslandsverschuldung in Schwierigkeiten geraten könnten, falls Trumps Zölle den Dollarkurs in die Höhe treiben. Für viele ist das ein riskantes Unterfangen, insbesondere da Trumps Handelspolitik als unberechenbar und weitreichend gilt.

Anleihemärkte und politische Beziehungen auf dünnem Eis

Die Auswirkungen einer möglichen Wiederwahl Trumps beschränken sich nicht auf Währungen. Auch Anleihen geraten unter Druck. In Lateinamerika könnten die Staatsanleihen El Salvadors von einer Wiederwahl Trumps profitieren, wasdent Nayib Bukele einen Vorteil bei der Beantragung eines IWF-Kredits verschaffen könnte. Auch ukrainische Anleihen legen leicht zu, da einige Investoren darauf spekulieren, dass ein Wahlsieg Trumps die Friedensgespräche mit Russland beschleunigen könnte.

„Ich wäre nicht überrascht, wenn es im Falle von Trumps Wahl eine reflexartige negative Reaktion gäbe“, sagt Robert Koenigsberger, Gründer von Gramercy Funds Management, „alle würden in Panik geraten, und dann würde man sehen, ob der Ansatzmaticist.“

Trumps unsichere Haltung zur NATO und seine Zweifel an einer Unterstützung der Ukraine könnten jedoch auch anderen Ländern Probleme bereiten. Polen, Ungarn und Tschechien verzeichnen seit September einen Rückgang ihrer nationalen Anleihen. Sollte Trump sich von der NATO oder der Ukraine abwenden, könnten diese Länder angreifbar werden, was ihre Anleihen weiter schwächen und zu noch größeren Verlusten führen würde.

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Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtronempfehlen dringend, vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchzuführendent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren

Jai Hamid

Jai Hamid

Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.

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