Amerikas Disinflation entschlüsseln

- Die Gesamtinflation sank im September auf 2,4 %, die Kerninflation, die Nahrungsmittel und Energie ausklammert, stieg jedoch leicht auf 3,3 %. Es handelt sich um einen classic Fall von Disinflation.
- Die Wohnkosten sanken zwar deutlich, aber Flugtickets, Autoversicherungen und Gebrauchtwagenpreise stiegen, wodurch der Inflationsdruck anhielt.
- Die Märkte sind ruhig, trotz steigender Löhne und einiger Inflationssorgen wird im November mit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte gerechnet.
Der Bericht zum Verbraucherpreisindex (VPI) für September zeigt eine Disinflation in Amerika, aber die Sache ist nicht so einfach, wie es klingt. Wir erklären es Ihnen genauer.
Die Gesamtinflationsrate sank im September auf 2,4 %, eine leichte Verbesserung gegenüber 2,5 % im August. Bereinigt man die Zahlen um volatile Sektoren wie Nahrungsmittel und Energie, ergab der Kern-Verbraucherpreisindex ein anderes Bild: Er stieg im Jahresvergleich bis September um 3,3 %.
Das ist ein leichter Anstieg gegenüber dem Plus von 3,2 % im August, das bereits gegenüber Juli leicht gestiegen war. Hauptgrund dafür war der Immobilienmarkt.
Die Wohnkosten sanken im September deutlich, von 6,3 % im August auf 2,7 %. Dies war zu erwarten, da private Indikatoren auf eine Abschwächung der Mietinflation hindeuteten.
Doch andere Kategorien tragen nun ebenfalls zur Inflation bei. Die Preise für Flugtickets und Kfz-Versicherungen stiegen, und auch bei verschiedenen anderen Waren und Dienstleistungen gab es leichte Preiserhöhungen.
Von Arztbesuchen über Autofahrten bis hin zu Büchern – alles wird abgehakt.
Disinflation trifft auf Überraschungen
Während die US-Notenbank die Wirtschaft dämpft, kommt es immer wieder zu unerwarteten Preiserhöhungen. Sollten diese Kerninflationswerte noch einige Monate anhalten, könnten sich manche Menschen Sorgen machen.
Das Wachstum liegt zwar immer noch über dem Trend und die Löhne steigen solide um 4 %, daher könnte sich die Inflation nicht so schnell einpendeln, wie manche erwarten. Aber es ist nicht alles schlecht.
Das globale Wachstum schwächt sich ab, die Haushalte sparen weniger, und die Zinsen bleiben über dem neutralen Niveau. Zudem besteht Spielraum für weiter sinkende Wohnkosten, was den Inflationsdruck mindern könnte.
Trotz alledem reagierten die Märkte kaum. Die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen sanken im Laufe des Tages sogar, was darauf hindeutet, dass die Anleger nicht erwarten, dass dieser Inflationsbericht zu einer restriktiveren Geldpolitik führen wird.
Bitcoin zeigte sich ebenso unbeeindruckt. Der Terminmarkt prognostiziert jedoch weiterhin eine Zinssenkung um 25 Basispunkte im November, nicht etwa eine Zinspause, wie die meisten Ökonomen annehmen.
Preise und Prognosen
Ökonomen betonen, dass sich alle wichtigen Inflationsindikatoren im September verlangsamt haben. Sowohl der Verbraucherpreisindex als auch die Kerninflation, die Nahrungsmittel und Energie ausklammert, dürften laut einer Bloomberg- Umfrage.
Diese monatlichen Steigerungen wären immer noch ein Rückgang gegenüber August. Sollten die Zahlen den Prognosen entsprechen, dürfte die nächste geldpolitische Entscheidung der Fed davon kaum beeinflusst werden.
Selbst wenn der Kernverbraucherpreisindex (VPI) positiv ausfällt, glauben Ökonomen nicht, dass der Bericht die Einschätzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) ändern wird, dass die Inflation rückläufig ist.
Bei genauerer Betrachtung der Konsumgüterpreise beobachten Ökonomen nach monatelangem Rückgang eine leichte Erholung bei den Gebrauchtwagenpreisen. Das sind schlechte Nachrichten für die Preise anderer Konsumgüter.
All dies wird keinen großen Einfluss auf den von der Fed bevorzugten Inflationsindikator haben, den Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE).
Dieser Index hat sich dem 2%-Ziel der Fed immer weiter angenähert. Ökonomen von Morgan Stanley wiesen darauf hin, dass Gebrauchtwagen im PCE-Warenkorb einen geringeren Anteil ausmachen als im VPI-Warenkorb.
Die klügsten Köpfe der Krypto-Szene lesen bereits unseren Newsletter. Möchten Sie auch dabei sein? Dann schließen Sie sich ihnen an.
Haftungsausschluss. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung dar. Cryptopolitan/ übernimmt keine Haftung für Investitionen, die auf Grundlage der Informationen auf dieser Seite getätigt werden. Wirtrondentdentdentdentdentdentdentdent oder einen qualifizierten Fachmann zu konsultieren
CRASH-KURS
- Mit welchen Kryptowährungen kann man Geld verdienen?
- Wie Sie Ihre Sicherheit mit einer digitalen Geldbörse erhöhen können (und welche sich tatsächlich lohnen)
- Wenig bekannte Anlagestrategien, die Profis anwenden
- Wie man mit dem Investieren in Kryptowährungen beginnt (welche Börsen man nutzen sollte, welche Kryptowährung am besten zum Kauf geeignet ist usw.)















