Neues Verifizierungsgesetz für Krypto-Wallets: Bitonic verklagt Zentralbank

Zusammenfassung (TL;DR)
- Die niederländische Börse Bitonic beantragt beim Gericht die Aussetzung der neuen Regelung.
- Die Bank hatte die Kryptobörsen des Landes verpflichtet, eine strenge KYC-Richtlinie durchzusetzen.
Bitonic Bitcoin hat verklagt die Zentralbank wegen ihrer neuen Verordnung zur Verifizierung von Krypto-Wallets
Bitonic verklagt die niederländische Zentralbank
Die niederländische Zentralbank, De Nederlandsche Bank, hatte im November letzten Jahres von allen im Land tätigen Kryptobörsen die Einhaltung einer strengen „Know Your Customer“-Richtlinie (KYC) gefordert. Diese Richtlinie umfasste die erforderlichen Verifizierungsschritte für Auszahlungs-Wallets. Bitonic bezeichnet diese Regelung als „lästig“.
Bitonic war eines der wenigen Unternehmen, die zuvor von der Bank für den Betrieb von Kryptobörsen lizenziert worden waren. Die Behörden hatten lediglich drei der 38 Anträge auf diese Lizenz genehmigt. Ungeachtet dessen wandten sich 25 dieser Börsen in einem gemeinsamen Schreiben an die Bank und forderten darin mehr Klarheit hinsichtlich der strengen Regulierung.
Bitonic bekräftigte seine Forderung nach dieser Klarstellung und erklärte, dass seine wiederholten Bemühungen, die Bank zur Erläuterung der neuen KYC-Regel zu bewegen, auf taube Ohren gestoßen seien. Weiterhin fügte das Unternehmen hinzu, dass eine von ihm beauftragtedent Compliance-Firma festgestellt habe, dass der Zentralbank jegliche Rechtsgrundlage für derart drakonische Gesetze fehle.
Ziel der Klage ist die Wiederherstellung der alten Ordnung
Die Kryptobörse argumentiert, die KYC-Richtlinie verstoße gegen geltende Datenschutzgesetze. Ein Richter müsse den Fall prüfen, um die Rechtmäßigkeit der Forderungen der Bank festzustellen. Bitonic erklärte, Ziel sei die Rückkehr zum früheren System, in dem die Börsen allein entschieden, ob ein Kunde seine KYC-Daten angeben müsse oder nicht.
Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, der Börse sei keine andere Wahl geblieben, als gerichtlich gegen die DNB vorzugehen, da diese sich sehr zurückhaltend gegenüber ihren regulatorischen Vorgaben gezeigt habe. Er fügte hinzu, sein Unternehmen habe in dem anschließenden Rechtsstreit die Unterstützung anderer Börsen erhalten.
Lesen Sie Krypto-News nicht nur, sondern verstehen Sie sie. Abonnieren Sie unseren Newsletter. Er ist kostenlos.

Kamsi König
King Kamsi ist ein Autor und Enthusiast im Bereich Fintech und digitale Währungen. Er interessiert sich besonders für Blockchain und Kryptowährungen sowie deren weltweite Verbreitung. Wenn er nicht gerade schreibt, trifft man ihn in Foren an, wo er sich mit den führenden Köpfen der Krypto-Szene austauscht – sowohl mit Entwicklern als auch mit Startup-Gründern.
CRASH-KURS
- Mit welchen Kryptowährungen kann man Geld verdienen?
- Wie Sie Ihre Sicherheit mit einer digitalen Geldbörse erhöhen können (und welche sich tatsächlich lohnen)
- Wenig bekannte Anlagestrategien, die Profis anwenden
- Wie man mit dem Investieren in Kryptowährungen beginnt (welche Börsen man nutzen sollte, welche Kryptowährung am besten zum Kauf geeignet ist usw.)














