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CoronaCoin: Hat der Coronavirus-Ausbruch das Schlimmste in der Kryptoindustrie zum Vorschein gebracht?

VonManasee JoshiManasee Joshi
2 Minuten Lesezeit
CoronaCoin: Hat der Coronavirus-Ausbruch das Schlimmste in der Kryptoindustrie hervorgebracht?

Auf Reddit wurde am 20. Februar 2020 bekannt gegeben, dass ein Unternehmen eine einzigartige und wohl die unangenehmste Ethereum basierte Kryptowährung namens CoronaCoin entwickelt hat, die – man mag es kaum glauben – an den Proof of Death gekoppelt ist

Seit fast zwei Monaten bereitet das neuartige Coronavirus Menschen in China und anderen Ländern schlaflose Nächte. Die Zahl der Todesopfer liegt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels bei über 2.200, und die Länder verstärken ihre Gesundheits- und Hygienemaßnahmen und setzen alles daran, die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen.

CoronaCoin: Haben wir gerade die schlimmste Seite der Kryptoindustrie gesehen?

Inmitten dieser Hysterie beschloss ein Unternehmen, eine an das Coronavirus gekoppelte Kryptowährung namens CoronaCoin (NCOV) einzuführen. NCOV ist ein Ethereumbasierender Token, dessen Wert mit jedem Todesopfer steigt. Je weiter sich das Virus ausbreitet und je mehr Menschenleben es fordert, desto wertvoller wird NCOV. 

Vereinfacht gesagt, sorgt der einzigartige Algorithmus dafür, dass CoronaCoin-Investoren mit jedem Todesfall Geld verdienen. Die Ankündigung hat erwartungsgemäß weit verbreiteten Unmut und eine gewisse Antipathie gegenüber der Kryptoindustrie hervorgerufen und ungewollt gezeigt, wie tief diese ihre Moral senken kann. Viele Nutzer äußerten ihren Unmut daher in den sozialen Medien.

Die Absicht, eine an den Virus gekoppelte Kryptowährung einzuführen, ist möglicherweise nicht so verwerflich, wie wir annehmen. Laut der offiziellen Website von CoronaTokenträgt die Kryptowährung, die angeblich wirtschaftliche Deflation verursachen soll, tatsächlich zu den Hilfsmaßnahmen gegen COVID-19 bei. Ganze 20 % des gesamten Verkaufserlöses von CoronaCoin werden an das Rote Kreuz gespendet, das den Opfern der tödlichen Krankheit bei der Genesung hilft.

Darüber hinaus wird der Token selbst alle vierzig Stunden verbrannt, abhängig von der Anzahl der Todesopfer durch den Virusausbruch. Somit hängt das Gesamtangebot an CoronaCoin tatsächlich von der Weltbevölkerung abdent was den Token laut Website nicht neu schürfbar und deflationär macht.

Die Tatsache, dass eine stärkere Ausbreitung des Coronavirus den Investoren der Kryptowährung höhere Gewinne beschert, ruft jedoch weltweite Kritik hervor und lässt uns fragen, ob der Ausbruch das Schlimmste aus der Kryptoindustrie herausgeholt hat. Kann sie wirklich so tief sinken, dass es in Ordnung ist, Menschen zu ermöglichen, aus dem Leid anderer Profit zu schlagen?

Auch wenn dies Interpretationsspielraum lässt, sollte dieser Fall nicht repräsentativ für die gesamte Kryptoindustrie sein. Schließlich haben sich bereits mehrere prominente Persönlichkeiten der Branche mit beträchtlichen Kryptospenden engagiert. Letzten Monat Binance kündigte eine Kryptospende in Höhe von 1,5 Millionen US-Dollar (eineinhalb Millionen Dollar) zur Unterstützung von Coronavirus-Opfern an.

Titelbild von Pixabay

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Manasee Joshi

Manasee Joshi

Manasee ist eine begeisterte Leserin und leidenschaftliche Autorin und hat sich kürzlich entschieden, sich ganz dem freiberuflichen Schreiben zu widmen. Mit einem Abschluss in Anglistik und Erfahrungen in den Bereichen Verwaltung, Personalwesen, Finanzen, Literatur, Kreativität und Innovation erstellt sie ansprechende und fesselnde Inhalte für die Krypto- und Blockchain-Community.

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