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Chinas Wachstum im dritten Quartal verlangsamt sich auf 4,6 %, da die wirtschaftlichen Schwierigkeiten anhalten

VonJai HamidJai Hamid
3 Minuten Lesezeit
Chinas Wachstum im dritten Quartal verlangsamt sich auf 4,6 %, da die wirtschaftlichen Schwierigkeiten anhalten
  • Chinas Wirtschaft wuchs im dritten Quartal um 4,6 Prozent, nach 4,7 Prozent im vorangegangenen Quartal, und verfehlte damit das Ziel der Regierung von 5 Prozent.
  • Peking hat sein größtes Konjunkturprogramm seit Beginn der Pandemie aufgelegt, doch es konnte weder das Vertrauen der Investoren stärken noch den Immobiliensektor sanieren.
  • Chinas Immobilienmarkt bricht zusammen, und die jüngsten staatlichen Unterstützungsmaßnahmen haben nicht ausgereicht, um den Abwärtstrend zu stoppen.

Chinas Wirtschaftswachstum im dritten Quartal 2024 verfehlte die von der Regierung gesteckten Ziele. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im Jahresvergleich um 4,6 Prozent, was etwas weniger ist als die 4,7 Prozent im Vorquartal.

Die anhaltenden Schwierigkeiten haben ihre Ursache in der schwachen Konsumlaune und einem heftigen Einbruch des Immobilienmarktes, der die Stimmung der Haushalte stark beeinträchtigt hat. Pekings Bemühungen, Geld in die Wirtschaft zu pumpen, reichen nicht aus, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Langsame Erholung und Bedenken der Anleger

Peking legte Ende September sein größtes geldpolitisches Konjunkturpaket seit Beginn der Pandemie auf, in einem verzweifelten Versuch, das Wachstum anzukurbeln. Als sich dies als unzureichend erwies, folgten Versprechen massiver fiskalischer Ausgaben.

Die Märkte reagierten zunächst euphorisch, doch diese Begeisterung legte sich schnell. Die Anleger agieren vorsichtig und warten auf konkretere Details zu den fiskalischen Konjunkturmaßnahmen.

Der CSI 300, der Aktienindex von Shanghai und Shenzhen, sowie der Hang Seng, Hongkongs Leitindex, verzeichneten im Oktober deutliche Verluste. Zwar liegen sie im Jahresvergleich immer noch im Plus, doch der Kurssturz im Oktober hat die Anleger verunsichert.

Dies geschieht, nachdem der jüngste Versuch des Wohnungsbauministeriums, den Immobiliensektor zu retten, die Märkte enttäuscht hat.

Die Immobilienentwickler erleiden Verluste, und die Unterstützungsmaßnahmen des Wohnungsbauministeriums reichen nicht aus, um die Situation zu verbessern.

Analysten erwarten Ankündigungen auf einer Sitzung des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses. Das Konjunkturpaket könnte enorm ausfallen. Einige Ökonomen sprechen von einem Volumen von 10 Billionen Yuan (umgerechnet 1,4 Billionen US-Dollar).

Es bestehen jedoch Zweifel, ob dies funktionieren wird oder Chinas bestehende Probleme lediglich verschärfen wird. Ray Dalio, Gründer von Bridgewater, sagte kürzlich: „Man kann zwar Geld in die Wirtschaft pumpen, aber es muss richtig gemacht werden. Das ist die Herausforderung.“

Seinen Angaben zufolge werden die nächsten Monate zeigen, ob China diese Hürden erfolgreich überwinden kann oder am Ende wie Japan in den 90er Jahren in einer „Verlorenen Dekade“ gefangen ist.

Die Einzelhandelsumsätze weisen zwar ein gewisses Wachstum auf, aber das reicht nicht aus

Ein Lichtblick? Chinas Einzelhandelsumsätze im September. Sie stiegen im Jahresvergleich um 3,2 Prozent und übertrafen damit die Prognose von 2,5 Prozent in einer LSEG-Umfrage sowie das Wachstum vom August (2,1 Prozent). Das klingt gut, aber man sollte sich nicht zu früh freuen. Es ist nur ein kleiner Erfolg angesichts der weitaus größeren Probleme.

Auf der anderen Seite des Pazifiks verzeichneten die USA im September einen Anstieg der Einzelhandelsumsätze um 0,4 Prozent, wastronErgebnis darstellt als das Wachstum von 0,1 Prozent im August und die von Dow Jones prognostizierten 0,3 Prozent. 

Auf der Marktseite stieg der US-amerikanische Dow Jones Industrial Average um 0,37 %, während sich der S&P 500 und der Nasdaq Composite kaum bewegten.

Der chinesische Shanghai Composite legte am Freitag um 1,5 % zu, was zum Teil auf besser als erwartet ausgefallene Wirtschaftsdaten und Andeutungen des Gouverneurs der Pekinger Zentralbank auf weitere geldpolitische Lockerungen zurückzuführen ist.

Der Einbruch des Immobilienmarktes reißt in den Abgrund Chinas Wirtschaft 

Chinas Immobiliensektor bleibt das ungelöste Problem. Er befindet sich in einer anhaltenden Krise, und staatliche Konjunkturprogramme konnten ihn bisher nicht beheben.

Der Immobilienmarkt war einst der Motor der chinesischen Wirtschaft, doch heute ist er eine Belastung, die alles nach unten zieht. Der Rückgang des Hang Seng Mainland Properties Index um 6,7 % am Donnerstag verdeutlichte das Ausmaß der Krise. 

Chinesische Beamte kündigten zwar Unterstützung für den Immobiliensektor an, doch diese kam zu spät und war unzureichend. Erschwerend kommt hinzu, dass ein Großteil der chinesischen Verschuldung auf lokaler Ebene konzentriert ist. Die lokalen Regierungen, die für einen Großteil der Ausgaben verantwortlich sind, sind hoch verschuldet.

Das ist problematisch, wenn man versucht, die Wirtschaft mit öffentlichen Geldern anzukurbeln. Gelingt es nicht, die Schulden in den Griff zu bekommen, würde das eine ausgewachsene Finanzkrise auslösen.

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