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Milliarden Dollar teure KI-Rechenzentren laufen Gefahr, aufgrund kritischer Arbeitskräfteprobleme unvollständig zu bleiben

VonNoor BazmiNoor Bazmi
3 Minuten Lesezeit
Milliarden Dollar teure KI-Rechenzentren laufen Gefahr, aufgrund kritischer Arbeitskräfteprobleme unvollständig zu bleiben
  • Die Tech-Giganten stehen vor einem akuten Arbeitskräftemangel, während sie im Wettlauf um den Bau von KI-Rechenzentren im Wert von Hunderten von Milliarden Dollar agieren.
  • Die Bauindustrie benötigt im Jahr 2025 fast 500.000 zusätzliche Arbeitskräfte, während im verarbeitenden Gewerbe bis 2033 ein Arbeitskräftemangel von 1,9 Millionen Arbeitskräften erwartet wird.
  • Die Einwanderungspolitik und eine alternde Belegschaft schaffen eine perfekte Sturmkonstellation, die Rechenzentren in „gestrandete Vermögenswerte“ verwandeln könnte.

Große Technologieunternehmen wie OpenAI, Meta und Alphabet wetteifern um den Bau von Rechenzentren in ganz Amerika, um dem wachsenden Bedarf an künstlicher Intelligenz gerecht zu werden. Ihre Pläne, Hunderte von Milliarden Dollar zu investieren, stoßen jedoch auf ein gravierendes Problem: den Mangel an Arbeitskräften.

Der Fachkräftemangel betrifft das verarbeitende Gewerbe, das Baugewerbe und die Elektroindustrie. Ältere Fachkräfte gehen schneller in Rente, als junge Menschen in diese Branchen einsteigen. Der US-amerikanische Industrieverband (National Association of Manufacturers) veröffentlichte Anfang des Jahres Zahlen, die zeigen, dass dem Land bis 2033 1,9 Millionen Fachkräfte im verarbeitenden Gewerbe fehlen könnten. Der Verband bezeichnete dies sowohl als wirtschaftliches Problem als auch als Bedrohung der nationalen Sicherheit.

Laut dem Verband der Bauunternehmer (Associated Builders andtrac, ABC) benötigt die Baubranche allein im Jahr 2025 fast eine halbe Million zusätzliche Arbeitskräfte. Branchenexperten zufolge verschärft sich die Lage durch neue Zölle und geänderte Einwanderungsbestimmungen, sodass die Herausforderung nahezu unlösbar erscheint.

„Ich denke, diese Projekte werden wahrscheinlich das Budget überschreiten und ihre Fristen nicht einhalten, aber das ist typisch für das US-Bauwesen, selbst bei nicht allzu komplizierten Großprojekten“, sagte Anirban Basu, Chefökonom von ABC.

„Nun kommt diese Ebene der Komplexität hinzu, dieses Bedürfnis nach Präzision, das in einem typischen Wohn- oder Bürogebäude nicht existieren würde. … Haben wir dafür die nötigen Arbeitskräfte? Sicher nicht im Überfluss.“

Bei Rechenzentrumsprojekten herrscht ein Auftragsrückstand von 8,5 Monaten

Laut ABC haben 14 % der Mitgliedsunternehmentracfür Rechenzentrumsarbeiten. Dieser Wert ist seit Beginn tracim Juni unverändert geblieben. Diese Unternehmen haben Aufträge für 8,5 Monate.

Die Arbeitslosenquote im Baugewerbe sank im August auf 3,2 % und erreichte damit den niedrigsten jemals verzeichneten Wert. Laut Daten des US-Arbeitsministeriums (Bureau of Labor Statistics) lag sie im Vormonat noch bei 3,4 %.

George Carrillo leitet den Hispanic Construction Council. erklärte , der Arbeitskräftemangel verlangsame bereits jetzt Rechenzentrumsprojektebeschleunigentracund qualifizierten Arbeitskräften legale Möglichkeiten zum Verbleib im Land eröffnen sollen.

„Diese Projekte erfordern Investitionen in Billionenhöhe, benötigen aber mehr als Stahl und Beton“, schrieb Carrillo in einer E-Mail. Angesichts der Prognosen eines Arbeitskräftemangels von 3,2 Millionen bis 2030 aufgrund von Pensionierungen und Einwanderungsbeschränkungen bestehe die reale Gefahr, dass diese milliardenschweren Rechenzentren unfertig und unbrauchbar bleiben könnten, fügte er hinzu.

Schulungsmöglichkeiten für neue Mitarbeiter

Mike Bellaman, der Leiter von ABC, erklärte gegenüber CNBC, dass Rechenzentren aufgrund der unmittelbaren Nachfrage schnell gebaut werden müssen.
Dieser Bauboom bietet jungen Arbeitskräften und Neueinsteigern im Baugewerbe die Chance, schnell zu lernen und beruflich aufzusteigen. Sie können sich in vielen verschiedenen Bereichen weiterbilden, die für Rechenzentrumsprojekte erforderlich sind.

„Sie können sich schnell zu Meistern ihres Fachs entwickeln“, sagte Bellaman. „Sie haben die großartige Möglichkeit, viel praktische Erfahrung zu sammeln und sich zu Experten zu qualifizieren, sodass wir Auszubildende bis zum Gesellenniveau ausbilden und ihnen spezifische Aufgaben übertragen können.“

Laut Pat Lynch, Executive Managing Director und globaler Leiter der Abteilung Global Data Center Solutions bei CBRE, können diese Projekte aufgrund ihres enormen Umfangs zwischen drei und zehn Jahren dauern. Lynch verglich die Größenordnung mit dem Bau von Eisenbahnstrecken oder großen Öl- und Gasanlagen.

„Ich sehe durch diese Projekte in diesen Regionen langfristige wirtschaftliche Stabilität“, sagte er. „Es ist klar, dass man an vielen dieser Standorte Arbeitsplätze aus einem großen regionalen Gebiet verlagern muss, nicht nur aus einem einzelnen Bundesstaat oder einigen wenigen Märkten, und das zu einer Zeit, in der diese Fachkräfte in den wichtigsten Märkten ohnehin schon knapp sind.“

Basu von ABC merkte an, dass Technologieunternehmen über genügend Kapital und Engagement für ihre Wachstumspläne verfügen, um zusätzliche Zahlungen für die Anwerbung von Arbeitskräften aus anderen Landesteilen zu leisten. Sie werden auch in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren.

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