Die australische Zentralbank (RBA) belässt die Zinssätze bei 3,6 %

- Die australische Zentralbank hat den cash diese Woche unverändert bei 3,6 % belassen, nachdem sie ihn zuvor im Jahr 2025 dreimal gesenkt hatte.
- Steigende Kosten für Wohnen, Lebensmittel und Dienstleistungen zeigen, dass der Inflationsdruck noch nicht unter Kontrolle ist.
- Wenn die Fed die Zinsen weiter senkt, während die RBA sie beibehält, könnte Australien Kapitalzuflüssetrac, was den Dollar und die Nachfrage nach Anleihen ankurbeln würde.
Die australische Zentralbank hat den Leitzins diese Woche bei 3,6 % belassen. Märkte und Ökonomen hatten diese Maßnahme allgemein erwartet.
Die Entscheidung folgt auf drei Zinssenkungen Anfang des Jahres und signalisiert angesichts der wieder anziehenden Inflation eine vorsichtigere Vorgehensweise. Die Zentralbank hat versucht, die Inflation nach der Pandemie einzudämmen, ohne das Beschäftigungswachstum zu beeinträchtigen. Jüngste Daten deuten auf Fortschritte hin, doch die Inflationsrisiken bleiben bestehen.
Der monatliche Inflationsindex stieg im August den zweiten Monat in Folge. Die Preise für Wohnen, Lebensmittel und Alkohol legten zu. Ökonomen warnen davor, dass dieser Trend auf neuen Preisdruck, insbesondere im Dienstleistungssektor, hindeuten könnte.
Laut RBA-Gouverneurin Michele Bullock zeigte die Wirtschaft letzte Woche „etwastron“ Anzeichen als erwartet. Sie fügte hinzu, dass der Arbeitsmarkt nahezu Vollbeschäftigung aufweise und die Aktivität des Privatsektors zunehme.
Bullock wies jedoch darauf hin, dass die RBA keinen festgelegten Kurs verfolgt. Zukünftige Entscheidungen werden von aktuellen Daten zu Inflation, Beschäftigung und Löhnen abhängen.
Die Märkte warten auf Hinweise zu den Kürzungen
Die Zinspause der RBA bei 3,6 % hat die Debatte über das weitere Vorgehen nicht beendet. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den Zeitpunkt des nächsten Schrittes, wobei einige Analysten weiterhin Zinssenkungen für unvermeidlich halten. Westpac und Bloomberg Economics prognostizieren, dass die Zinskurve für vierjährige Anleihen bis Ende 2026 unter 3 % fallen wird. Sie gehen davon aus, dass sich die Wirtschaft so weit abschwächen wird, dass die Zentralbank früher als erwartet zum Handeln gezwungen sein wird.
Die National Australia Bank (NAB) hat ihre Prognose bis Mai 2026 verlängert, ohne ihre Geldpolitik zu ändern. Laut NAB-Ökonomen werden die anhaltende Inflation und das robuste Wachstum die RBA dazu veranlassen, die Zinsen deutlich länger als vom Markt erwartet unverändert zu lassen.
Die Commonwealth Bank of Australia (CBA) hatte zuvor eine Zinssenkung im November gefordert. Nun rudern ihre eigenen Ökonomen zurück. Sie nennen die in den letzten Monatentronals erwartet ausgefallenen Inflationsdaten als größtes Risiko und warnen, dass der Weg zu niedrigeren Zinsen „nicht klar, sondern bereits beschlossene Sache“ sei
Internationale Entwicklungen erschweren die Lage zusätzlich. Die US-Notenbank Federal Reserve senkte Anfang des Monats erneut die Zinsen – die erste Zinssenkung seit Ende 2023. Während die Fed ihre Geldpolitik lockert und die RBA die Zinsen unverändert lässt, erscheinen australische Vermögenswerte plötzlich vergleichsweisetrac. Dies würde Kapitalzuflüsse ankurbeln, den australischen Dollar stärken und den lokalen Anleihemärkten zugutekommen.
Ein solches gespaltenes Zinsmodell könnte es der RBA erleichtern, nicht übereilt Zinssenkungen vorzunehmen. Höhere relative Renditen könnten die finanzielle Belastung etwas abmildern, ohne dass eine Lockerung der Geldpolitik nötig wäre. Sollte dietronWährung jedoch bestehen bleiben, würde dies die ohnehin schon schwächelnden Exporte gefährden.
Die RBA steuert die Inflationsrisiken sorgfältig
Wenn die Fed die Zinsen zu schnell senkt, könnte die Inflation wieder anziehen und alle Fortschritte der letzten zwei Jahre zunichtemachen. Hält sie die Zinsen hingegen zu lange auf einem zu hohen Niveau, drohen schwächeres Wachstum, eine schleppende Schaffung neuer Arbeitsplätze und eine zusätzliche finanzielle Belastung für Haushalte, die ohnehin schon durch hohe Hypothekenzahlungen stark beansprucht sind.
„Es ist ein heikler Balanceakt“, sagte Gouverneurin Michele Bullock kürzlich. Die Zentralbank befindet sich in einer schwierigen Lage: Sie muss ihre Glaubwürdigkeit im Kampf gegen die Inflation wahren, ohne die Wirtschaft in einen Abschwung zu stürzen.
Der Vorstand ist derzeit der Ansicht, dass eine moderate Zurückhaltung in der Geldpolitik angemessen ist. Dies deutet darauf hin, dass die Zinsen zwar ausreichend gestiegen sind, um die Preise zu dämpfen, aber nicht so weit, dass die Nachfrage erstickt wird. Umfragen zu Beschäftigung und Konsum erholen sich mit den fortschreitenden Lockerungen der Maßnahmen, was darauf hindeutet, dass die Strategie Wirkung zeigt. Ökonomen warnen jedoch, dass sich die Entwicklung schnell ändern kann.
Wie stark sich die Lage entwickeln wird, hängt von der Inflationsentwicklung in den nächsten Monaten ab. Sollten die Preise für Wohnraum, Energie und Dienstleistungen weiter steigen, bleibt der Bank möglicherweise keine andere Wahl, als die Zinsen bis weit in das Jahr 2026 hinein hoch zu belassen.
Erschwerend kommt natürlich der globale Kontext hinzu. Die US-amerikanische Federal Reserve und die Europäische Zentralbank haben mit einer Lockerung ihrer Geldpolitik begonnen. Sollte Australien im Vergleich zu anderen Ländern zu weit zurückfallen, könnten Kapitalströme und Wechselkursbewegungen die inländischen Finanzbedingungen unvorhersehbar verändern.
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