Die Risikokapitalgesellschaft Animoca Brands, ein Unternehmen im Web3-Bereich, musste am Sekundärmarkt einen deutlichen Kursverfall hinnehmen. Die Aktien des Unternehmens werden derzeit für rund 1,5 Milliarden US-Dollar gehandelt.
Das ist ein massiver Wertverlust von 75 % gegenüber dem Wert vom letzten Juli. Damals stand Animoca nach einer Finanzierungsrunde über 75 Millionen Dollar mit einer Bewertung von 5,9 Milliarden Dollar gut da.
Dennoch. Ende März verfügten sie über Vermögenswerte in Höhe von 3,3 Milliarden US-Dollar, darunter Kryptowährungen, cashund Aktien. Doch offenbar interessiert das die Anleger am Sekundärmarkt kaum. Sie lassen sich davon einfach nicht beeindrucken.

Die Investoren kaufen es nicht.
Yat Siu, der Vorstandsvorsitzende und Gründer von Animoca, nannte die Zahlen aus dem Sekundärmarkt. Der Krypto-Sekundärmarktanalyst Bulletin schätzt die Bewertung jedoch etwas niedriger auf 1,3 Milliarden US-Dollar.
Was ist da los? Warum sind Investoren plötzlich so zurückhaltend gegenüber Animoca? Nun, sprechen wir über den NFT-Markt. Animoca hat sich seinen Ruf durch große Investitionen in NFTs, Web3-Spiele und das Metaverse erarbeitet.
Doch der NFT-Markt boomt momentan nicht gerade. Sicher, die Kryptomärkte haben sich seit dem Crash von 2022 etwas erholt, aber NFTs? Eher nicht.
Man muss sich nur die Zahlen ansehen – im Juli wurden nur 430 Millionen Dollar an Handelsvolumen für NFTs verzeichnet, ein himmelweiter Unterschied zu den 6 Milliarden Dollar, die wir im Januar 2022 gesehen haben.
Der NFT-Markt: Ein sinkendes Schiff?
Der Sekundärmarkt ist nicht mit der New Yorker Börse vergleichbar; er ist deutlich illiquider. Es gibt weniger Käufer und Verkäufer, wodurch starke Wertschwankungen häufiger auftreten.
Aktuell ist der Markt stark pessimistisch, insbesondere im Bereich der NFTs. Trotz dieser düsteren Aussichten gibt Animoca nicht auf. Im Gegenteil, das Unternehmen prüft die Möglichkeit eines Börsengangs.
Yat glaubt, dass wenn das Unternehmen jetzt börsennotiert wäre. „Es handelt sich lediglich um ein Informationsdefizit“, sagte Siu angeblich.
Er ist überzeugt, dass sich die ganze Situation korrigieren würde, wenn Animoca an der Börse notiert wäre. Aber das ist ein großes „Wenn“. Der Gebrauchtmarkt hat bereits gesprochen, und das Ergebnis ist nicht gerade lobend für Animoca.
Ob ein Börsengang wirklich so viel ändern würde, ist reine Spekulation. Momentan steckt das Unternehmen in einer schwierigen Phase, und es bleibt abzuwarten, ob es diese übersteht oder vom Niedergang des NFT-Marktes mitgerissen wird.
Yat Siu, der Gründer von Animoca Brands