Einem 22-jährigen Krypto-Millionär wurde angeblich in Thailand mehr als 5.500 bitcoingestohlen.
Der finnische Geschäftsmann Aarni Otava Saarimaa soll in Thailand durch einen mutmaßlichen Anlagebetrug über 5.500 bitcoinverloren haben. Der Falltracöffentliches Aufsehen aufgrund der Beteiligung des thailändischen Filmschauspielers Jiratpisit „Boom“ Jaravijit, der am 8. August 2018 von der Polizei festgenommen wurde.
Die Vorgehensweise der mutmaßlichen Betrüger
Laut einem Bericht der Bangkok Post kontaktierte eine thailändische Gruppe Mitte 2017 den 22-jährigen Krypto-Millionär und überzeugte ihn, in mehrere thailändische Aktien, ein Casino in Macau und eine neue Kryptowährung namens Dragon Coin zu investieren. Die Gruppe behauptete, die Kryptowährung könne nach ihrer Ausgabe im Casino verwendet werden.
Um die Seriosität ihres Angebots weiter zu beweisen, brachte die Gruppe Saaremaa auch ins Casino. Dieser Schritt schien den Geschäftsmann von der Echtheit des Angebots zu überzeugen, denn er überwies insgesamt 5.564 bitcoinan die mutmaßlichen Betrüger.
Nachdem Saarimaa jedoch mehrere Monate lang keine Rendite auf seine Investition erhalten hatte, wandte er sich im Januar 2018 zusammen mit seinem lokalen Geschäftspartner an die thailändische Abteilung zur Bekämpfung der Kriminalität (CSD), um den Fall untersuchen zu lassen.
Ergebnisse der CSD-Untersuchung
Nach Eingang der Anzeige leitete die CSD umgehend Ermittlungen ein. Laut ihrem Bericht investierte die Gruppe das vom Geschäftsmann erhaltene Geld nicht. Stattdessencashsie die bitcoinin thailändische Baht um und zahlten das Geld auf sieben Bankkonten ein. Der Bericht behauptet weiter, die Bande habe durch den Betrug fast 800 Millionen Baht, umgerechnet etwa 24 Millionen US-Dollar, erbeutet.
Der Bericht behauptete außerdem, dass Prinya Jaravijit, ein Geschwisterkind des Schauspielers, der mutmaßliche Anführer der Gruppe sei. Der Geheimdienst CSD gab an, dass er Thailand bereits über Südkorea in Richtung USA verlassen habe. Die Behörde kündigte an, nun die Zusammenarbeit mit den amerikanischen Behörden bei der Suche nach ihm zu trac.

