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Optionsmarktpreise verschlafen vor den Arbeitsmarktdaten am Freitag im S&P 500

In diesem Beitrag:

  • Händler erwarten, dass sich der S&P 500 nach dem Arbeitsmarktbericht am Freitag nur um 0,9 % bewegen wird – die geringste Auslenkung seit Monaten.
  • Trumps gemäßigtere Zollpolitik und dietronWirtschaftsdaten haben die Märkte ruhig gehalten.
  • JPMorgan zufolge könnten schwache Arbeitsmarktzahlen den S&P 500 um bis zu 3 % drücken.

Händler am Optionsmarkt wetten darauf, dass sich der S&P 500 nach der Veröffentlichung des bevorstehenden US-Arbeitsmarktberichts am Freitag kaum bewegen wird, da eine Reihe von Wirtschaftszahlen stärker als erwartettronunddent Donald Trump seine aggressive Zollpolitik verlangsamt hat.

Die prognostizierte Kursbewegung beträgt laut Optionspreisanalyse von Piper Sandler & Co. lediglich 0,9 % in beide Richtungen. Das ist die geringste Spanne vor der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten seit Februar. Im vergangenen Jahr lag die durchschnittliche tatsächliche Kursbewegung nach einem Arbeitsmarktbericht bei 1,3 %, weshalb die Schätzung dieser Woche einen deutlichen Ausreißer darstellt.

Anleger gerieten Anfang April in Panik, als Trump neue Zölle gegen internationale Handelspartner einführte, was den S&P 500 in Richtung Bärenmarkt abstürzen ließ. Doch in den letzten Wochen hat Trump die meisten dieser Zölle entweder ausgesetzt oder reduziert.

Der veränderte Tonfall, gepaart mit stabilen Inflationszahlen und tron Daten zum Arbeitsmarkt, trieb den Index nahe an seine Höchststände. Er liegt nun nur noch 2,8 % unter seinem Allzeithoch von Anfang des Jahres.

Fonds reduzierten ihre Volatilitätswetten, da der S&P 500 im Mai zulegte

Nach einem deutlichen Anstieg um 6,2 % im Mai – dem besten Mai-Ergebnis seit 1990 – haben große Marktteilnehmer wie Hedgefonds und institutionelle Händler begonnen, auf fallende Volatilität zu setzen. Laut der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) weisen Futures auf den Cboe Volatility Index (VII) erstmals seit fünf Wochen eine Netto-Short-Position auf.

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Zu diesem Vertrauen trugen auch die jüngsten positiven Wirtschaftsdaten bei. Der Citigroup US Economic Surprise Index, der trac, ob die neuen Zahlen über oder unter den Erwartungen der Wall Street liegen, schlug Ende Mai ins Positive um.

Das war seit Februar nicht mehr vorgekommen, dem Monat, in dem der S&P 500 zuletzt Rekordwerte erreichte. Das GDPNow-Modell der Federal Reserve Bank von Atlanta prognostiziert nun für das zweite Quartal ein BIP-Wachstum von 4,6 % im Jahresvergleich, womit der Rückgang von 0,2 % im ersten Quartaltracwird.

Doch nicht alle sind gelassen. Andrew Tyler, Leiter des Handelsbereichs bei JPMorgan Chase, warnte, dass der S&P 500 um bis zu 3 % fallen könnte, falls das Beschäftigungswachstum unter 100.000 sinkt. Er schätzt die Wahrscheinlichkeit dafür allerdings auf lediglich 5 %.

Im Basisszenario seines Teams, in dem die Zahl der neu geschaffenen Stellen zwischen 115.000 und 135.000 liegt, könnte der Index um 0,25 % bis 1 % steigen. Die Ökonomenumfrage liegt genau in diesem Bereich: Für Mai werden 130.000 neue Stellen erwartet, nach 177.000 im April. Die Arbeitslosenquote dürfte unverändert bei 4,2 % bleiben.

Barclays hebt Kursziel für den S&P 500 auf 6.050 an

Unterdessen hob Barclays am Mittwoch seine Jahresendprognose für den S&P 500 von 5.900 auf 6.050 an und verwies dabei auf die nachlassenden Handelsspannungen und die verbesserten Erwartungen der Unternehmen für das Jahr 2026. 

Dies folgt ähnlichen Kurszielanhebungen von Goldman Sachs und UBS Global Wealth Management im Mai sowie von RBC Capital Markets und der Deutschen Bank in dieser Woche. Auch Barclays veröffentlichte eine neue Prognose für 2026 mit einem Indexziel von 6.700 Punkten zum Jahresende und einem prognostizierten Gewinn je Aktie von 285 US-Dollar.

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Da der S&P 500 bei 5.970,37 Punkten schloss, entspricht das neue Kursziel von Barclays einem Aufwärtspotenzial von etwa 1,32 %.

Die Rallye im letzten Monat trug dazu bei, dass sich der Index von einem schwachen April erholte, der von Handelskriegsängsten und Rezessionsprognosen belastet war. Da Trump seine Haltung abschwächte und die Inflation niedriger ausfiel als befürchtet, profitierten die Aktien von Rückenwind. Auch die Unternehmensgewinne enttäuschten nicht und stützten die Erholung zusätzlich.

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