Micron hat seine Finanzprognosen für das vierte Quartal aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage nach Hardware für künstliche Intelligenz angehoben und geht davon aus, dass diese Nachfrage das ganze Jahr über anhalten wird.
Mit der zunehmenden Verbreitung von KI erlebt Micron, ein Hersteller von Hardware, die für die KI-Entwicklung unerlässlich ist, einen sprunghaften Anstieg der Nachfrage.
Micron hebt Prognose für das vierte Quartal an
Micron Technology Inc., der größte US-amerikanische Hersteller von Computerspeicherchips, hat seine Umsatzprognose für das vierte Geschäftsquartal auf 11 Milliarden US-Dollar angehoben. Diese Änderung wurde durch die stark gestiegene Nachfrage nach Hardware für künstliche Intelligenz (KI) ausgelöst.
Die neuen Zahlen übertrafen die anfänglichen Erwartungen der Wall Street deutlich und ließen die Micron-Aktien im nachbörslichen Handel steigen.
Das in Idaho ansässige Unternehmen gab am Mittwoch bekannt, dass es für das vierte Quartal einen Umsatz zwischen 10,4 und 11 Milliarden US-Dollar erwartet. Diese Zahlen liegen deutlich über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 9,89 Milliarden US-Dollar, wie aus von Bloomberg.
Die Anleger reagierten positiv auf die Prognose, und die Micron-Aktie legte im nachbörslichen Handel um über 6 % zu. In diesem Jahr ist der Aktienkurs des Unternehmens bisher um 51 % gestiegen und hat damit viele Konkurrenten im Halbleitersektor übertroffen.
Der Gewinn je Aktie, ohne Berücksichtigung bestimmter Sondereffekte, wird voraussichtlich bei rund 2,50 US-Dollar liegen, was ebenfalls über den geschätzten 2,03 US-Dollar liegt.
Dieser Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass Micron eine wachsende Nachfrage nach seinen High-Bandwidth-Memory-Produkten (HBM) verzeichnet, die für das Training und den Betrieb von KI-Modellen im großen Maßstab unerlässlich sind.
Die Nachfrage nach KI stärkt Microns Optimismus
Die jüngsten Gewinnprognosen von Micron zeigen, wie wichtig die Speichertechnologie für die KI-Infrastruktur und -Innovation geworden ist.
Unternehmen wie Cloud-Anbieter oder Chiphersteller, die KI-Systeme entwickeln, setzen auf fortschrittlichere Speicherkomponenten, um den hohen Verarbeitungsanforderungen moderner KI-Workloads gerecht zu werden.
Microns Speicher mit hoher Bandbreite wird in Rechenzentren und Servern eingesetzt, auf denen Anwendungen für maschinelles Lernen und generative KI laufen. Diese Anwendungen, wie beispielsweise KI-Chatbots oder Bildgeneratoren, benötigen schnellen Datenzugriff und enorme Speicherkapazität.
Micron hatte zuvor mit geringeren Gewinnmargen aufgrund eines Überangebots in einigen Speichersegmenten und einer schwächeren Nachfrage nachtronzu kämpfen, doch der Wandel hin zu KI hat dem Unternehmen geholfen, sich von den jüngsten Schwierigkeiten zu erholen.
„Die zunehmende Komplexität von KI-Modellen erfordert fortschrittlichere Speicherlösungen, und wir verzeichnentronInteresse an unseren HBM-Produkten“, erklärte Micron am Mittwoch in seiner Gewinnmitteilung.
Analysten der Wall Street haben erklärt, dass Micron in der aktuellen KI-Branche eine strategische Position einnimmt und die Fähigkeit besitzt, die wachsende Nachfrage nach spezialisiertem Speicher zu monetarisieren.
Obwohl die Märkte für PCs und Smartphones insgesamt relativ stagnieren, hat Microns Diversifizierung in die Bereiche KI, Cloud und Rechenzentren dazu beigetragen, diese Schwächen auszugleichen. Analysten gehen davon aus, dass sich dieser Trend mit der weltweit beschleunigten KI-Entwicklung fortsetzen wird.
Die Führungsriege von Micron deutete an, dass das Interesse an der Einführung von KI voraussichtlich bis 2025 anhalten wird. Das Unternehmen bleibt jedoch hinsichtlich breiterer makroökonomischer Risiken vorsichtig, darunter Schwankungen bei den Konsumausgaben für Technologie und potenzielle Lieferkettenunterbrechungen.

