Die Ethereum Foundation hat eine kollaborative Interoperabilitätslösung namens Open Intents Framework implementiert. Das Framework wurde am 19. Februar in Betrieb genommen und hat das Potenzial, kettenübergreifende Transaktionen deutlich zu vereinfachen.
Intents sind ein Ansatz zur Schnittstellenbildung, der die Benutzerfreundlichkeit betont. Mit dem Wachstum der Blockchain-Ökonomie steigt auch der Bedarf an Schnittstellenbildung und anderen Formen der Interoperabilität.
Die Absichten des Benutzers werden ohne technische Anweisungen ausgeführt
Die Idee besteht darin, dass ein Nutzer – sei es eine Person oder ein Protokoll – seine Transaktionsabsicht äußert und ein Solver die technischen Details ausarbeitet und die Transaktion abschließt. Das Konzept ist nicht neu, aber die Implementierung im gesamten Ethereum Netzwerk stellt einen Fortschritt dar.
Das Open Intents Framework wurde von Ethereum zusammen mit den Organisationen Hyperlane und Bootnode entwickelt. Es handelt sich um eine Sammlung von Open-Source-Modulen, mit denen Entwickler die Zahlungsabwicklung und -erledigung anpassen können.
Die leicht zugänglichen Module bestehen aus einer Open-Source-Solver-Implementierungs-App, zusammensetzbaren Smart Contractstraceiner UI-Vorlage. Sie sparen Zeit und Geld bei der Entwicklung, und ihre korrekte Implementierung reduziert Transaktionszeiten und Gasgebühren, Ethereum Foundation erklärte in einem X-Post.
Das Framework basiert auf Agenten, die als Solver bezeichnet werden. In einer Beschreibung des Frameworks erklären die Entwickler: „Solver übernehmen die schwierigen Aufgaben, wie die Suche nach dem besten Ausführungsweg, die Abwicklung der Transaktionen und die Übernahme des Finalitätsrisikos.“
Es stehen weitere absichtsorientierte Lösungen zur Verfügung
Das Framework nutzt den ERC-7683- Standard zur Darstellung von Absichten. Dieser Standard wird bereits von über 50 Protokollen unterstützt. Darüber hinaus verfügt Arbitrum über eine universelle Absichts-Engine.
Across Protocol und Uniswap behaupteten entwickelt zu habenDeFi-Standard für kettenübergreifende Absichten“
Die Anoma Foundation, die von den Entwicklern des Open Intents Framework nicht erwähnt wurde, arbeitet ebenfalls an einem Netzwerk , das sie als „ein verteiltes Betriebssystem für absichtsorientierte Anwendungen“ beschreibt.
Die Vorteile absichtsgesteuerter Transaktionen sind vielfältig, doch sie bergen auch Risiken. Nutzer müssen ihre Absichten so klar formulieren, dass der Transaktionslöser keine unerwünschten Aktionen ausführt. Zudem besteht das Risiko von bösartigen Transaktionslösern oder Sicherheitslücken in den Lösungsmechanismen.
Der stellvertretende Vorsitzende der US-amerikanischen Federal Reserve, Michael Barr, sagte in einer Rede am Vorabend der Einführung des Open Intents Framework, dass generative künstliche Intelligenz, wie zum Beispiel Solver, durch koordinierte Bemühungen zu unentdeckter Marktmanipulation führen oder zu Marktblasen und -zusammenbrüchen beitragen könnte.
