Da die Transaktionskosten aufgrund von FUD (Fear, Uncertainty, Doubt) immer weiter steigen, ist in der Ether-Welt nicht alles in Ordnung

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Ether, die zweitgrößte Kryptowährung, scheint derzeit in Schwierigkeiten zu stecken. Die Besorgnis um Ether wächst, da die Transaktionskosten rasant steigen und die Kryptowährung für viele Nutzer dadurch teuer wird. Vitalik Buterin, Ethereum Mitbegründer
Was könnte all das für Ether bedeuten, eine Kryptowährung mit einer Marktkapitalisierung von 20 Milliarden Dollar? Finden wir es heraus.
Was ist das Problem mit Ethereum -Blockchain?
Laut Vitalik Buterin sind Organisationen nicht daran interessiert, Ethereum Blockchain beizutreten, da die Auslastung des Netzwerks bereits neunzig Prozent (90 %) erreicht hat.
Große Organisationen werden das Netzwerk also nicht nur weiter auslasten, sondern auch um begrenzte Transaktionskapazitäten konkurrieren. Die Kosten für größere Unternehmen steigen exponentiell und werden sich in naher Zukunft weiter erhöhen. Verbesserungen der Skalierbarkeit könnten diese Bedenken jedoch ausräumen, so der Experte.
Auch im letzten Jahr hatte Ether mit Schwierigkeiten zu kämpfen, als ICOs Ethereum -Blockchain-Netzwerk massiv überlasteten. Nun gibt es Berichte, dass ein neuer Marktteilnehmer die Ether-Blockchain übernimmt – Tether (USDT), der äußerst beliebte Stablecoin.
Tether ist diesechstgrößte Kryptowährung und hat derzeit eine Marktkapitalisierung von rund 4 Milliarden US-Dollar. Laut offiziellen Angaben auf der Transparenzseite von Tetherwerden derzeit 40 % des im Umlauf befindlichen Tether-Angebots (entspricht 1,5 Milliarden US-Dollar) im Ethereum Netzwerk gehandelt. Mit dem Wachstum von Tether nimmt die Kryptowährung immer mehr Speicherplatz im Netzwerk ein und lässt dadurch deutlich weniger Raum für andere Entwickler.
Offenbar stehen bereits viele Akteure in den Startlöchern. Solange die Skalierungsprobleme nicht gelöst sind, könnten sie einen Anreiz haben, abzuwarten und sich dann voll und ganz dem Ethereum Netzwerk zu widmen.
Bei Ethereum wird derzeit an der Umstellung vom Proof-of-Work- zum Proof-of-Stake-Konsensalgorithmus gearbeitet. Parallel dazu werden Skalierungsverbesserungen durch Plasma und Sharding mit Nachdruck implementiert, um die Speicherplatzprobleme im Netzwerk zu lösen. Bis dahin bleibt der Einstieg neuer Teilnehmer aufgrund von Unsicherheiten schwierig.
Welche Auswirkungen wird das auf den Ether-Preis haben?
Die letzten Tage waren für Ether sowohl preislich als auch hinsichtlich der Netzwerkauslastung recht schwierig. Derzeit wird er bei rund 186 US-Dollar gehandelt und hat damit in den letzten zwei Monaten etwa 40 % seines Wertes verloren.
Im bisherigen Jahresverlauf ist die Auslastung jedoch seit Jahresbeginn 2019 um 40 Prozent gestiegen. Erwähnenswert ist, dass die Netzauslastung im Januar bei 70 Prozent lag, also rund 20 Prozent unter dem aktuellen Niveau.
Ein weiterer bemerkenswerter Punkt ist, dass die Angst und Unsicherheit (FUD) kurz vor Beginn einer großen Ether-bezogenen Konferenz namens Ethereal, die im September stattfinden soll, zunimmt.
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Gurpreet Thind
Gurpreet Thind absolviert einen Master in Elektrotechnik an der Universität Ottawa. Seine Forschungsinteressen umfassen Informationstechnologie, Programmiersprachen und Kryptowährungen. Mit besonderem Interesse an Blockchain-basierten Architekturen untersucht er die gesellschaftlichen Auswirkungen digitaler Währungen als Finanzsystem der Zukunft. Er begeistert sich für das Erlernen neuer Sprachen, Kulturen und sozialer Medien.
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