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Xbox-Mitbegründer Seamus Blackley erläutert, warum VR sich noch nicht durchgesetzt hat

VonCollins J. OkothCollins J. Okoth
3 Minuten Lesezeit
Xbox-Mitbegründer Seamus Blackley erläutert, warum VR sich noch nicht durchgesetzt hat
  • Xbox-Mitbegründer Seamus Blackley argumentiert, dass VR keinen breiten Erfolg erzielt hat, weil es an einer „Killer-App“ mangelt
  • Blackley sagte, dass die von VR-Spielen gebotene Freiheit es den Entwicklern erschwert, fesselnde Erzählungen effektiv zu steuern.
  • Blackleys Ansicht wird dadurch unterstrichen, dass es nur wenigen Spielen gelingt, VR-Gaming durchgängig zu unterstützen.

Seamus Blackley, einer der Xbox-Mitbegründer, erklärte, dass VR im Gaming-Bereich keinen breiten Erfolg erzielt habe, weil es an einer bahnbrechenden Anwendung mangele. Laut Blackley fiel es Entwicklern aufgrund der Komplexität der Technologie schwer, fesselnde Geschichten zu erzählen. Seine Aussagen werden durch die Tatsache gestützt, dass nur wenige VR-Spiele wirklich erfolgreich waren.

VR-Gaming blieb seit dem Aufkommen von VR-Headsets in den 2010er-Jahren eine Nische mit ungenutztem Potenzial. Trotz technologischer Fortschritte konnte VR-Gaming das Potenzial des Sektors bisher nicht voll ausschöpfen. Dieser ungewöhnliche Zustand hat viele Branchenakteure dazu veranlasst, darüber nachzudenken und zu spekulieren, was nötig ist, um den Einsatz von VR-Technologie im Gaming-Bereich zu steigern.

Xbox-Mitbegründer spricht über VR im Gaming

Seamus Blackley, einer der Schöpfer von Xbox, äußerte sich in einem kommenden VideoGamer-Podcast, der PCGuide vorliegt, zum aktuellen Stand der Virtual Reality (VR) im Gaming-Bereich. Blackley sagte demnach, dass es in Bezug auf VR-Gaming „keine Killer-App gibt und niemand genau sagen kann, was eine Killer-App sein könnte“.

Blackley argumentierte weiter, dass das Fehlen eines „unbedingt notwendigen“ Erlebnisses VR zu einem Nischenprodukt degradieren werde, anstatt ein revolutionäres Element der Spieleindustrie zu sein. 

Ein Foto von Seamus Blackley, dem Mitentwickler der Xbox, im Feynman-Transporter
Ein Foto von Seamus Blackley, dem Mitentwickler der Xbox, im Feynman-Van. Quelle: Sotheby’s

Der Xbox-Mitbegründer sprach auch über die Herausforderungen, denen sich VR-Spiele aus der Perspektive von Spieleentwicklern gegenübersehen. Laut Blackley bietet VR zu viel Freiheit, was ihre Anwendungsmöglichkeiten zur Steuerung der Erzählung einschränkt. Er erklärte, VR biete nicht die Art von strukturiertem Storytelling, die Spieler üblicherweise von Videospielen erwarten. Dies führe zu einem Paradoxon: Spieler verharrten entweder beim Ausloten der Grenzen des Spiels oder schieden aus, weil sie sich nicht geführt fühlten. Blackley fügte hinzu, dass Immersion zwar ein großartiges Konzept sei, aber oft eher Frustration als Begeisterung bei Spielern und Entwicklern hervorrufe.

Der Xbox-Mitbegründerdentzudem Unbehagen als weiteres Hindernis für die breite Akzeptanz von VR im Gaming-Bereich. Blackley bezeichnete VR-Headsets als „heiße, schwere Dinger“ und brachte damit die Kritik an der VR-Brille zum Ausdruck. Er fügte hinzu, dass die Eigenschaften der Headsets Spieler dazu verleiteten, sie nach kurzer Zeit abzunehmen, was die Nutzung durch Gelegenheitsspieler und Mainstream-Gamer erschwerte. Blackley schloss mit der Feststellung, dass VR-Gaming ohne ein überzeugendes Spiel Schwierigkeiten haben werde, über seine treue Fangemeinde hinaus bekannt zu werden.

Blackleys Eingeständnis zeichnet ein düsteres Bild der VR-Gaming-Nische in der globalen Branche. Nur wenige Titel wie Half-Life: Alyx, Beat Saber, The Walking Dead: Saints & Sinners,dent Evil 4 VR, Synapse und Horizon: Call of the Mountain konnten das Potenzial von VR im Gaming-Bereich wirklich aufzeigen.

Die VR-Gaming-Nische hat jedoch einige Rückschläge erlitten, nachdem viele Akteure die Einführung von PS VR2 zurückgezogen haben. Bekannte VR-Franchises wie Astro Bot haben den Sprung auf PS VR2 nicht geschafft, was bei Spielern Spekulationen über die Zukunft der Plattform auslöste.

Gamer reagieren auf Blackleys Kommentare zu VR-Spielen.

Nach Blackleys Äußerungen im Podcast äußerten sich viele Gamer online umgehend. Einige stimmten seiner Ansicht zu und meinten, dass teure VR-Headsets allein nicht ausreichten, um Spieler langfristig zu binden und zu fesseln.

Darüber hinaus sagten einige Gamer, dass Spiele wie Beat Saber nicht ausreichend seien, um das Potenzial von VR aufzuzeigen, und dass, wenn VR eine Killer-App hätte, die Nische so groß wäre wie einige der multinationalen Technologiekonzerne.

Eine andere Gruppe von Gamern widersprach Blackleys Einschätzung von VR im Gaming-Bereich jedoch. Sie argumentierten, Blackleys Ansichten seien maßgeblich von Microsofts Abneigung gegen Virtual Reality beeinflusst, die das Unternehmen dazu veranlasst habe, die VR-Unterstützung aus Windows zu entfernen.

Andere Gamer argumentierten, dass VR bereits eine Killer-App habe und in Spielen wie Half-Life Alyx, Into the Radius, Blade & Sorcery, Clone Drone, Metro Awakening, Batman VR und Lone Echo 1 & 2 ordnungsgemäß integriert worden sei. 

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Collins J. Okoth

Collins J. Okoth

Collins Okoth ist Journalist und Marktanalyst mit acht Jahren Erfahrung im Bereich Krypto und Technologie. Er ist zertifizierter Finanzanalyst und hat einen Abschluss inmatic. Zuvor war er als Autor und Redakteur für Geek Computer und CoinRabbit tätig.

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