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Die Wall Street schloss im Plus, der S&P stieg um 0,4 %, der Nasdaq um 0,7 % und der Dow Jones befand sich in einem Aufwärtstrend

In diesem Beitrag:

  • Die Wall Street schloss am Montag im Plus: Der S&P legte um 0,4 % zu, der Nasdaq um 0,7 % und der Dow Jones startete in einen Bullenmarkt.
  • Trump verdoppelte die Zölle auf Stahl und Aluminium, doch die Märkte blieben hinsichtlich der Handelsgespräche optimistisch.
  • JPMorgan und Northwestern Mutual warnten vor überzogenen Bewertungen, Stagflationrisiken und möglichen Korrekturen.

Die Wall Street schloss am Montag im Plus, alle drei wichtigen Indizes stiegen, obwohl Donald Trump, der nun wieder im Weißen Haus sitzt, die Zölle auf importierten Stahl und Aluminium erhöhte.

Der S&P 500 schloss bei 5.935,94 Punkten, ein Plus von 0,4 %, während der Nasdaq Composite um 0,7 % auf 19.242,61 Punkte zulegte. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 0,08 % auf 42.305,48 Punkte und erreichte damit offiziell den Bullenmarkt – ein Anstieg von 20 % gegenüber seinem jüngsten Tiefpunkt.

Der Kursanstieg erfolgte, obwohl Trumps neue Zollentscheidung die Spannungen zwischen Washington und wichtigen Handelspartnern weiter verschärfte. Trotz der erneuten Spannungen blieben die Anleger optimistisch und setzten darauf, dass die Handelsgespräche nicht vollständig scheitern würden.

Doch dieser Optimismus hielt am Dienstag nicht an. Die Futures gerieten bereits vor Börsenbeginn unter Druck. Am Morgen lagen die S&P-Futures 0,39 % im Minus, der Dow Jones verlor 159 Punkte und der Nasdaq 100 gab um 0,37 % nach.

JPMorgan warnt vor überzogenen Preisen und nachlassender Dynamik

Mislav Matejka, Stratege bei JPMorgan, erklärte in einer Kundenmitteilung, dass die Erholung seit Anfang April eher durch mechanische Faktoren als durch Fundamentaldaten getrieben sei. Er nannte „Short-Eindeckungen“ und „matic Re-Risking“ als Hauptgründe für die Rallye, warnte jedoch, dass diese Kräfte „nicht mehr wirksam“ seien

Er fügte hinzu: „Die Positionierung ist nicht mehr vorsichtig.“ Mislav wies außerdem darauf hin, dass die aktuellen Aktienbewertungen überzogen seien und dass künftige Gewinne – falls sie überhaupt eintreten – stärker von der realen Wirtschaftsentwicklung abhängen würden.

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Sein Team rechnet mit einem langsameren Wirtschaftswachstum und einem wahrscheinlichen Anstieg der Verbraucherpreise. Dies könnte laut seinen Aussagen eine Folge der vorgezogenen Bestellungen sein, die Unternehmen vor Inkrafttreten der Zölle getätigt haben. Dieses Szenario, so warnte er, könnte eine neue Welle der Stagflation auslösen – eine Situation, in der die Inflation steigt, obwohl sich die Wirtschaft abkühlt.

Der S&P 500 hat seit Februar kein neues Hoch mehr erreicht, und Mislav glaubt, dass Anleger die anhaltenden Auswirkungen der weiterhin bestehenden Zölle ignorieren. Zwar traten die im letzten Jahr diskutierten vollen Zollsätze von 20–25 % nie in Kraft, doch liegt der aktuelle durchschnittliche Zollsatz bei rund 12 %. Das ist immer noch ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Niveau vor Trumps Amtszeit.

Northwestern Mutual sieht Risiken bei Arbeitsplätzen und Konsumausgaben

Matt Stucky, Aktienmanager bei Northwestern Mutual Wealth, erklärte, dass die Märkte zwar keine Anzeichen eines Crashs zeigten, aber dennoch Spielraum für eine leichte Korrektur bestehe. „Das Abwärtsrisiko für den Markt dürfte eher in einer gewöhnlichen Korrektur liegen, solange die Arbeitslosenquote nicht steigt“, so Stucky. Einer der letzten starkentronder Wirtschaft seien die Konsumausgaben, die die Aktienkurse – zumindest vorerst – weiterhin stützten.

Das könnte sich bald ändern. „Wir werden sehen, wie die Verbraucher auf die höheren Preise reagieren, wenn diese Ende des Monats und im Sommer in Kraft treten“, fügte Matt hinzu. Und diese höheren Preise könnten genau zu einem Zeitpunkt kommen, an dem die US-amerikanischen Fabriken ohnehin schon unter Druck stehen.

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Ein neuer Bericht des Institute for Supply Management zeigt, dass die Produktionsaktivität im Mai den dritten Monat in Folge zurückging. Hinzu kommt, dass die Lieferzeiten der Zulieferer länger werden – ein Zeichen dafür, dass Zölle die Lieferketten zunehmend belasten.

Die hat unterdessen noch nicht gehandelt. Lorie Logan, Präsidentin der Federal Reserve Bank von Dallas, erklärte jedoch, dent behalte die Lage im Auge. Die Inflation liege „etwas über dem Zielwert“, und obwohl der Arbeitsmarkt weiterhin stabil sei, sei das Gesamtbild zu unsicher, um eine Entscheidung treffen zu können.

Händler erwarten nun, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen noch vor Jahresende zweimal um jeweils 25 Basispunkte senken wird, basierend auf den aktuellen Markterwartungen. Technologieaktien trugen am Montag maßgeblich zur Rallye bei. Nvidia legte um 1,7 % zu, Meta um 3,6 %. Doch nicht alle großen Unternehmen konnten sich behaupten.

Tesla verzeichnete einen Kursrückgang von 1,1 %, nachdem die jüngsten Monatsumsatzzahlen für Portugal, Dänemark und Schweden niedriger ausfielen. Dies belastete die Aktie trotz der allgemeinen Stärke des Technologiesektors.

Anleger richten ihre Blicke nun gespannt auf den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag, der Aufschluss über die tatsächliche Stärke des Arbeitsmarktes geben wird. Das Ergebnis könnte die Erwartungen hinsichtlich der Zinssätze, der Handelsentscheidungen und der weiteren Entwicklung an der Wall Street im Sommer beeinflussen.

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