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Die Inflation in den USA steigt auf 2,7 % und bringt die Federal Reserve in eine Zwickmühle

In diesem Beitrag:

  • Die Inflation in den USA stieg im November auf 2,7 %, wobei die Wohnkosten 40 % des Anstiegs ausmachten.
  • Es wird erwartet, dass die US-Notenbank Federal Reserve nächste Woche die Zinsen um 25 Basispunkte senken wird, doch eine Inflation über dem Zielwert von 2 % erschwert ihre Pläne.
  • Die Preise für Gebrauchtwagen stiegen um 2 %, während Mieten und Lebensmittelpreise zwar geringere, aber stetige Zuwächse verzeichneten, was den Druck auf die Kerninflation aufrechterhielt.

Die Inflation in den Vereinigten Staaten hat sich im November beschleunigt; die Verbraucherpreise stiegen im vergangenen Jahr um 2,7 Prozent. Laut dem Bureau of Labor Statistics (BLS) erhöhte sich der Verbraucherpreisindex (VPI) im Monatsvergleich um 0,3 Prozent.

Die Kerninflation, die die schwankenden Lebensmittel- und Energiepreise ausklammert, blieb mit 3,3 % im Jahresvergleich bzw. 0,3 % im Monatsvergleich unverändert. Diese Zahlen entsprachen den Erwartungen.

Die Märkte bereiten sich auf die Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank (FOMC) am 18. Dezember vor. Händler rechnen überwiegend mit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte, wodurch die Wahrscheinlichkeit laut dem FedWatch-Tool der CME Group auf 99 % steigt.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) befindet sich weiterhin im Dilemma zwischen der anhaltenden Inflation und dem Risiko einer zu starken Zinssenkung. Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung im Januar ist auf 23 % gestiegen.

Die Wohnkosten dominieren die VPI-Steigerungen

Die gestiegenen Wohnkosten trieben die Inflation im November erneut in die Höhe. Der Wohnkostenindex, der etwa ein Drittel der Verbraucherpreisindex-Berechnung ausmacht, stieg im Monatsvergleich um 0,3 % und im Jahresvergleich um 4,7 %. Laut dem US-Arbeitsministerium (BLS) trug allein diese Komponente 40 % zum gesamten monatlichen Anstieg des Verbraucherpreisindex bei.

Im Wohnungssektor stiegen die Mieten moderat um 0,2 % – die geringsten monatlichen Zuwächse seit über zwei Jahren. Auch die Eigentümer-Äquivalentmiete, die schätzt, was Hausbesitzer für die Vermietung ihrer eigenen Immobilie zahlen würden, legte um 0,2 % zu.

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Trotz einer leichten Abschwächung bleibt die Inflation im Wohnungssektor hartnäckig hoch. Die US-Notenbank setzt ihre Hoffnungen auf Mietvertrags-Neuverhandlungen, um den Preisdruck zu mindern. Der monatliche Mietanstieg ist jedoch unaufhaltsam und nährt die Befürchtung, dass die Inflation im Wohnungssektor andere Wirtschaftszweige überdauern könnte.

Die Fahrzeugpreise drehten im November den Trend und beendeten damit monatelange Rückgänge. Die Preise für Gebrauchtwagen stiegen um 2 %, die für Neuwagen um 0,6 %. Diese Preisanstiege durchkreuzten die Erwartungen einer nachlassenden Inflation im Gütersektor und unterstrichen die potenziell anhaltende Stabilität der Kerninflation.

Ökonomen warnen davor , dass steigende Autopreise den Fortschritt bei der allgemeinen Disinflation bremsen könnten. Die Lebensmittelpreise stiegen im Monatsvergleich um 0,4 % und im Jahresvergleich um 2,4 %. Besonders auffällig war der historische Monatsrückgang bei Getreide und Backwaren um 1,1 %, der stärkste Rückgang seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1989.

Die US-Notenbank erwägt angesichts anhaltender Inflation Zinssenkungen

Die US-Notenbank Federal Reserve befindet sich in einer schwierigen Lage. Zwar liegt die Inflation deutlich unter dem 40-Jahres-Hoch von Mitte 2022, aber sie liegt weiterhin über dem Zielwert der Zentralbank von 2 %. Seit September haben die Verantwortlichen den Leitzins bereits um einen vollen Prozentpunkt gesenkt.

Eine Zinssenkung im Dezember wäre die vierte Senkung der Fed innerhalb weniger Monate. Mit aggressiven Maßnahmen versucht die Fed, Inflationsbekämpfung und wirtschaftliche Stabilität in Einklang zu bringen.

Anleger spekulieren bereits darüber, was das Jahr 2025 bringen könnte. Analysten warnen jedoch davor, den Spielraum der Fed für geldpolitische Lockerungen zu überschätzen, und weisen darauf hin, dass die Inflation in wichtigen Bereichen wie Wohnen und Dienstleistungen weiterhin hartnäckig ist.

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Während die US-Notenbank über ihr weiteres Vorgehen berät, wächst der politische und wirtschaftliche Druck. Finanzministerin Janet Yellen äußerte Bedenken hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen der von dem designiertendentDonald Trump vorgeschlagenen Zölle und warnte, dass diese die Fortschritte bei der Inflationsbekämpfung zunichtemachen könnten.

Sie sagte: „Zölle könnten die Kosten für Haushalte erheblich erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen.“ Die Wall Street beobachtet derweil die Geldpolitik der US-Notenbank genau. Aktienfutures stiegen nach Veröffentlichung der Inflationsdaten leicht an, da die Märkte die Zahlen als Hinweis auf eine weitere Zinssenkung interpretierten.

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