Die britische Labour-Regierung hat nach über 14 Jahren in der Opposition ihre Pläne zur Vorlage eines neuen Haushaltsplans bekannt gegeben. Die Regierung unter Premierminister Keir Starmer will sich im Rahmen seines Plans zur Ankurbelung der britischen Wirtschaft verstärkt auf langfristiges Wachstum konzentrieren.
Die Labour-Regierung warnte, dass sie im kommenden Haushalt schwierige Entscheidungen treffen müsse, um ihre Ziele zu erreichen. Starmer gab bekannt, dass der Haushalt möglicherweise erhebliche Steuererhöhungen und Kürzungen der öffentlichen Ausgaben beinhalten werde. Zudem sollen Änderungen der Finanzpolitik die Aufnahme von Krediten in Milliardenhöhe ermöglichen.
Die Regierung versicherte der Öffentlichkeit weiterhin, dass die Labour-Partei die öffentlichen Ausgaben mit eiserner Hand kontrollieren werde, um jegliche Veruntreuung von Geldern zu verhindern. Aufgrund von Änderungen in der Finanzpolitik stießen die Pläne der Regierung jedoch nicht auf uneingeschränkte Zustimmung in der Bevölkerung. Die größte Ablehnung erfuhr die geplante Abschaffung der Heizkostenabgabe für Rentner, die lediglich 8 % Zustimmung erhielt.
Die linksorientierte Labour-Partei übernahm im Juli die Macht von den über ein Jahrzehnt regierenden Konservativen in einer von vielen als „brutale Niederlage“ bezeichneten Angelegenheit. Die von Starmer geführte Regierung versprach, mit der Bevölkerung zusammenzuarbeiten und die wachsende Kluft zwischen Politikern und den Menschen, denen sie dienen, zu berücksichtigen.
Die Labour-Regierung enthüllt ein „riesiges Loch“ im Haushalt
Die britische Finanzministerin Rachel Reeves gab am 16. Oktober bekannt, dass der Haushalt ein erhebliches Defizit aufweist. Sie bestätigte außerdem, dass sie plane, über 40 Milliarden Pfund zur Schließung dieser Lücke aufzubringen.
Obwohl die im Haushaltsplan vom 30. Oktober erwartete Steuererhöhung noch nicht bestätigt ist, spekulieren Wirtschaftswissenschaftler bereits darüber, was die britischedenterwarten kann. Laut Reuters vermutet das Institute for Fiscal Studies, dass die Labour-Regierung eine Steuererhöhung von 25 Milliarden Pfund ankündigen könnte, um das defizu decken.
Am Mittwoch sagte ein anderer Ökonom des Wirtschaftsprüfungs- und Finanzberatungsunternehmens Deloitte, dass die Labour-Partei möglicherweise eine Steuererhöhung von 35 Milliarden Pfund ankündigen werde.
Die Ökonomin Amanda Tickel erklärte, dass die lang erwartete Haushaltsrede nun verstärktes Interesse weckt. Laut Tickel wird die Labour-Regierung, die seit über 14 Jahren nicht mehr an der Macht ist, mit der bevorstehenden Haushaltsrede ein deutliches Zeichen setzen wollen. Die Ökonomin führte die Aufmerksamkeit, die der Haushaltsrede zuteilwird, außerdem auf die noch nicht ausgeschlossene mögliche Ausweitung der Steuerreformen, den kürzlichen Amtsantritt der Regierung und weitere Faktoren zurück.
Circle prognostiziert die Einführung von Stablecoin-Regulierungen in Großbritannien.
Nur wenige Tage vor der erwarteten Haushaltsrede der Labour-Regierung sagte Dante Disparte, Leiter der politischen Abteilung von Circle, voraus, dass die britischen Regulierungsbehörden innerhalb der nächsten Monate möglicherweise Regelungen für Stablecoins einführen würden.
Disparte erwähnte, dass der aktuelle Regulierungsansatz angesichts des FTX-Skandals von 2022 möglicherweise eine gute Sache für britische Krypto-Investoren sei.
„…Ich denke, viele in Großbritannien und anderen Ländern würden argumentieren, dass es sich als richtig erwiesen hat, nicht zu schnell vorgegangen zu sein und den Kryptomarkt nicht vollständig reguliert und ins Inland verlagert zu haben, angesichts all der Probleme, die wir in den letzten Jahren im Kryptobereich erlebt haben.“
-Dante Disparte, Leiter der Abteilung für politische Angelegenheiten bei Circle
Disparte beharrte weiterhin auf der Notwendigkeit vernünftiger Regulierungen für Stablecoins und den Handel mit digitalen Vermögenswerten. Der Geschäftsführer von Circle deutete zudem an, dass der Schutz von Anlegern vor Risiken dazu führen könnte, dass Kryptowährungen für Einwohner GroßbritanniensdentVorteile bieten. Bemerkenswerterweise hat sich die Labour-Regierung bisher nicht zu Krypto-Regulierungen geäußert.

