Wichtigste Erkenntnisse aus Arthur Hayes' neuestem Blogbeitrag
- Arthur Hayes prognostiziert eine Abwertung der chinesischen Währung, die chinesische Investoren in Richtung kryptogedeckter ETFs in Hongkong treiben wird.
- Chinas Hinwendung zu kryptogedeckten ETFs könnte seinen Einfluss auf westliche Fiat-Währungen verringern und den Bürgern Vermögensschutz bieten.
- Hayes rechnet mit einer möglichen Marktrallye im Herbst, da chinesische Investoren den Kryptomarkt über ETFs ankurbeln.
Arthur Hayes ist für seine interessanten Analysen verschiedenster Weltereignisse bekannt geworden. Besonders faszinierend ist sein jüngster Artikel, eine Mischung aus Spekulationen und Analysen zur wirtschaftlichen Zukunft Chinas und deren Auswirkungen auf Kryptowährungen.
Ich werde die wichtigsten Erkenntnisse, die er geliefert hat, aufschlüsseln und näher untersuchen. Also, fangen wir an.
Der wirtschaftliche Schachzug des Drachen
Hayes beginnt seinen Beitrag mit einem Einblick in Chinas wirtschaftliche Manöver und entwirft eine Geschichte über die mögliche Abwertung der Landeswährung, des Yuan.
Da sich Chinas Wirtschaft abschwächt, könnte die Regierung eine Strategie der Währungsabwertung verfolgen, um die Exporte anzukurbeln und die Beschäftigung zu fördern, schlägt er vor.
Doch diese Abwertung bleibt nicht ohne Folgen. Hayes prognostiziert einen Kapitalüberschuss in der chinesischen Wirtschaft. Dieses überschüssige Kapital, so seine These, könnte möglicherweise nicht vollständig von qualitativ hochwertigen Unternehmen aufgenommen werden.
In einer faszinierenden Wendung spekuliert Hayes, dass dieses überschüssige Kapital in die Finanzmärkte fließen könnte, ähnlich wie wir es bei den amerikanischen Konjunkturschecks beobachtet haben.
Wohlhabende chinesische Bürger, die sich Sorgen um die Abwertung ihrer Landeswährung machen, könnten motiviert sein, ihr Vermögen zu schützen und nach sicheren Anlagemöglichkeiten zu suchen.
Krypto-Rettungsanker für chinesische Investoren
Die Lösung? Kryptowährungen. Hayes erläutert eine mögliche Strategie, bei der China den Kapitalabfluss in die Kryptomärkte ermöglichen könnte, wenn auch indirekt.
Er entwirft das Szenario, in dem chinesische Investoren ihre Yuan gegen andere Währungen tauschen und Vermögenswerte wie Kryptowährungen erwerben könnten, um so ihr Vermögen vor Währungsabwertung zu schützen.
Der von ihm vorgeschlagene Mechanismus sieht die Einrichtung von kryptogedeckten Exchange Traded Funds (ETFs) in Hongkong vor. Dadurch könnten chinesische Anleger Derivate von Bitcoin oder anderen Kryptowährungen erwerben, anstatt die Coins selbst zu halten.
Dieser Schritt würde es ihnen ermöglichen, an der Preisentwicklung von Kryptowährungen teilzuhaben und eine Alternative zu Sachwerten für ihr Kapital zu bieten, während sie gleichzeitig im Rahmen der Pekinger Vorschriften bleiben.
Hayes zeichnet zudem ein klares Bild davon, wie ein solches System funktionieren könnte. Chinesische Investoren, so seine Annahme, könnten ihre Yuan in Hongkong-Dollar umtauschen. Mit diesen Dollar könnten sie dann in kryptogedeckte ETFs investieren, die von verschiedenen Vermögensverwaltern in Hongkong angeboten werden.
Diese Investoren würden zwar nicht die Bitcoinselbst besitzen, ihre Investition wäre aber an deren Kursentwicklung gekoppelt. Dadurch erhalten sie einen Schutz vor einer möglichen Abwertung ihrer eigenen Währung und erfüllen gleichzeitig die strengen Pekinger Vorschriften zum Besitz von Kryptowährungen.
Sich in einem sich wandelnden Finanzumfeld zurechtfinden
Hayes' Prognose hat weitreichende Folgen für die globale Finanzlandschaft. Sollten chinesische Investoren von westlichen Fiat-Währungen auf Kryptowährungen umsteigen, könnten westliche Länder gezwungen sein, das Kapital ihrer Bürger im eigenen Land zu halten.
Das finanzielle Machtgleichgewicht könnte sich verschieben und weltweit spürbare Erschütterungen auslösen.
Kurzfristig rechnet Hayes jedoch mit einem volatileren Marktumfeld. Die Aussicht auf erzwungene Verkäufe vieler Kryptowährungen könnte kurzfristig zu niedrigeren Preisen führen, doch Hayes sieht diese Preisrückgänge als potenzielle Kaufgelegenheiten.
Für diejenigen, die bereit sind, den Sturm auszusitzen, könnte der Bärenmarkt vielversprechende Möglichkeiten für langfristige Gewinne bieten.
Angesichts dieser Unsicherheit rät Hayes zu einem vorsichtigen Anlageansatz und empfiehlt eine Strategie des schrittweisen Kaufs ohne Hebelwirkung.
Er rät Anlegern, sich auf Investitionen mit hohem Überzeugungspotenzial zu konzentrieren und sich auf einen seitwärts gerichteten Markttrend einzustellen, in der Hoffnung, dass ein bedeutendes Ereignis den Markt erschüttern wird.
Arthurs Beitrag können Sie hier.
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Jai Hamid
Jai Hamid berichtet seit sechs Jahren über Kryptowährungen, Aktienmärkte, Technologie, die Weltwirtschaft und geopolitische Ereignisse mit Markteinfluss. Sie hat für Blockchain-Fachpublikationen wie AMB Crypto, Coin Edition und CryptoTale Marktanalysen, Berichte über große Unternehmen, Regulierungen und makroökonomische Trends verfasst. Sie absolvierte die London School of Journalism und präsentierte ihre Kryptomarkt-Analysen bereits dreimal in einem der führenden afrikanischen Fernsehsender.
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