Die Währungsbehörde Tadschikistans hat ihre konservative Haltung gegenüber Kryptowährungen erläutert und eine Reihe bekannter Warnungen und Haftungsausschlüsse herausgegeben.
Gleichzeitig räumt die Regulierungsbehörde unbeabsichtigt ein, dass die negative Haltung in der geltenden Gesetzgebung nicht wirklich begründet ist, da das Land seinen Bereich digitaler Vermögenswerte noch nicht reguliert hat.
Stellungnahme der tadschikischen Zentralbank zu Kryptowährungen und Risiken
Die Nationalbank von Tadschikistan (NBT) hat laut lokalen Medienberichten zum ersten Mal offiziell ihre Haltung zu Kryptowährungen dargelegt.
Auf Nachfrage nach einer Klarstellung versicherte die Währungsaufsichtsbehörde laut Sputnik Tajikistan, dass alle Entscheidungen in diesen Angelegenheiten „von den Behörden des Landes in ausgewogener und vorsichtiger Weise getroffen werden“.
In einer schriftlichen Antwort, die Radio Ozodi diese Woche erreichte, erklärte die Zentralbank:
„Aufgrund der Erfahrungen von Finanzinstituten warnt die Nationalbank die Bürger vor den Risiken, die mit der Verwendung von Kryptowährungen verbunden sind.“
Weiterhin äußerte das Unternehmen die Überzeugung, dass Kryptowährungen aufgrund der inhärenten Anonymität vieler Transaktionen auch für „fragwürdige Transaktionen“ genutzt werden könnten.
„Kryptowährungen können Cyberangriffen ausgesetzt sein und zur Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung missbraucht werden“, betonte die NBT und wiederholte damit Warnungen anderer Finanzbehörden weltweit.
„Da Transaktionen zwischen Kryptowährungsbesitzern ohne Beteiligung von Finanzinstitutionen stattfinden, sind kriminelle Machenschaften möglich, beispielsweise der Verkauf von Betäubungsmitteln und psychotropen Substanzen mit virtuellem Geld“, fügte die Bank hinzu.
Dann bezog es Stellung zum Kernpunkt – in Tadschikistan wird Kryptowährung weder offiziell als Tausch- und Sparmittel noch als Recheneinheit anerkannt.
Die Aufsichtsbehörde betonte außerdem, dass alle Finanztransaktionen im Land ausschließlich in der Landeswährung, dem tadschikischen Somoni, abgewickelt werden sollten.
Es folgte ein Haftungsausschluss:
„Die Nationalbank übernimmt keine Haftung für mögliche Risiken und Verluste im Zusammenhang mit der Verwendung von und der Abwicklung von Transaktionen mit Kryptowährungen.“
Kryptowährungen sind in Tadschikistan weitgehend unreguliert.
Die tadschikische Zentralbank merkte an, dass der Status von Kryptowährungen im Land durch spezifische Bestimmungen in einem der nationalen Gesetze geregelt sei, ohne jedoch anzugeben, welches.
Die Gesetzgebung defiangeblich virtuelle Vermögenswerte wie Bitcoin als digitalen Wert, der gehandelt oder übertragen und für Investitions- oder Zahlungszwecke verwendet werden kann.
Die letztgenannte Aussage widerspricht eindeutig der früheren Behauptung der NBT, dass bei Finanzgeschäften wie dem Kauf und Verkauf von Waren und Dienstleistungen ausschließlich die nationale Währung verwendet werden dürfe.
Darüber hinaus räumte die Nationalbank ein, dass der Handel mit digitalen Vermögenswerten in dem zentralasiatischen Land derzeit nicht reguliert ist, und gab damit im Wesentlichen zu, dass der Kryptohandel weiterhin außerhalb des rechtlichen Rahmens liegt.
Es wurde weiter ausgeführt:
„Der Umlauf virtueller Vermögenswerte in Tadschikistan ist gesetzlich nicht geregelt. Die Gesetzgebung des Landes sieht keinen gesonderten Rechtsstatus für Kryptobörsen vor.“
Daher wird der Handel mit Kryptowährungen „nicht als genehmigungspflichtige Finanz- oder Nichtbankentätigkeit angesehen und unterliegt keiner Regulierung“, erklärte das Finanzinstitut.
Die Nationalbank von Tadschikistan stellte fest, dass derzeit keine Kryptowährungsbörsen im Land registriert sind.
Darin wurde außerdem darauf hingewiesen, dass sich die Anmerkungen nicht auf andere Arten vontronGeld oder staatlich emittierte digitale Währungen beziehen. Sie betreffen auch keine traditionellen Wertpapiere oder andere Finanzanlagen.
Tadschikistan hinkt anderen Nationen in seiner Region und dem gesamten postsowjetischen Raum bei der Entwicklung von Krypto-Regulierungen und dem entsprechenden Markt hinterher.
Darunter Kasachstan, das vor kurzem die Beschränkungen für das Mining aufgehoben und den Krypto-Umsatz legalisiert hat, Kirgisistan und Usbekistan, die im Bereich der Stablecoins aktiv sind, und Turkmenistan, wo Krypto-Mining und -Handel legalisiert wurden.
Anstatt zu versuchen, mit den Nachbarländern aufzuschließen, hat sich die Regierung in Duschanbe in letzter Zeit mit der Verfolgung von Kryptominern beschäftigt, die mit gestohlenem Strom Coins schürfen. Anfang Dezember kündigten , strafrechtliche Verantwortlichkeit und Geldstrafen für deren Aktivitäten einzuführen.

