Kamala Harris hat in der Krypto-Community stark an Ansehen verloren. Das Stand With Crypto PAC, ein wichtiger Befürworter von Kryptowährungen, hat Harris' Bewertung auf „nicht verfügbar“ herabgestuft.
Dies ist eine deutliche Herabstufung gegenüber ihrer vorherigen Bewertung „B“.
Das „B“ stammt aus einer Rede, in der sie vage andeutete, sie wolle in Amerikas Zukunft investieren, unter anderem in Technologien wie künstliche Intelligenz und digitale Währungen.
Das war alles, was sie zu sagen hatte. Kein detaillierter Plan. Keine klare Krypto-Strategie.
Republikaner werden bevorzugt
Das republikanische Lager hingegen vertritt eine deutlichtronder Demokraten gegen Kryptowährungen“ zu beenden das „rechtswidrige und unamerikanische Vorgehen und lehnt die Idee einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) ab.
Sie haben sich außerdem verpflichtet, das Recht auf Bitcoin Mining zu verteidigen und jedem Amerikaner die Möglichkeit zu geben, seine digitalen Vermögenswerte selbst zu verwahren.
Führungskräfte von Ripple Labs und Coinbase stehen in regelmäßigem Austausch mit der Kampagne.
Paul Grewal, Chief Legal Officer von Coinbase, glaubt, dass sowohl das Team von Harris als auch das von Trump ein besseres Verständnis für Kryptowährungen entwickeln.
„Wir wollen einfach nur vernünftige Regeln, und wir werden uns daran halten“, sagte Grewal.

Jeremy Allaire, CEO von Circle, äußerte sich später gegenüber CNBC und sagte, er hoffe, dass Krypto ein „neutrales“ Thema bleibe, was bedeute, dass es nicht als parteipolitisch wahrgenommen werden sollte.
Die Wahl findet in nur 41 Tagen statt, und man geht davon aus, dass Harris versucht hat, die Krypto-Wählerbasis zu mobilisieren.
Matthew Sigel von VanEck wies darauf hin, dass Harris, wenn es ihr wirklich ernst damit wäre, digitale Vermögenswerte zu unterstützen, mehr tun würde, um die Führung der Securities and Exchange Commission (SEC) zu verändern.
Ryan Selkis, Gründer von Messari, stellte ebenfalls das Bewertungssystem von Stand With Crypto infrage. Er sagte, es sei möglicherweise eher politisch motiviert als durch echte Sorge um die Krypto-Community.
Unterdessen zeigen Umfrageergebnisse, dass Harris den Abstand zu Trump in Wirtschaftsfragen verringert.
Laut einer Umfrage der Financial Times und Michigan Ross hat Harris bei den registrierten Wählern einen knappen Vorsprung von zwei Punkten vor Trump in Wirtschaftsfragen.
Seine Kampagne hat über 25 Millionen Dollar von Krypto-Unterstützern eingeworben. Er hat versprochen, die USA zur „Krypto-Hauptstadt der Welt“ zu machen. Das sagte er Anfang des Jahres auf der Bitcoin Konferenz in Nashville.

