Laut einer Umfrage der britischen Finanzaufsichtsbehörde FCA wissen fast drei Viertel der britischen Verbraucher nicht genau, was Kryptowährung ist und wie sie funktioniert. Für diese Umfrage befragte das Londoner Marktforschungsinstitut Kantar TNS über zweitausend britische Endverbraucher. Dabei stellte sich heraus, dass lediglich drei Prozent der Befragten jemals mit Kryptowährung gehandelt oder diese gekauft hatten.
Die Studie ergab, dass Männer zwischen 20 und 44 Jahren am ehesten über Grundkenntnisse im Bereich Kryptowährungen verfügen. Von denjenigen, die Kryptowährungen gekauft haben, gab die Hälfte weniger als 200 Pfund ihres verfügbaren Einkommens dafür aus. Die bekannteste Kryptowährung ist Bitcoin. Rund 34 Prozent der Konsumenten kauften Ether (ETH), während mehr als 50 Prozent Bitcoin erwarben.
Qualitative Forschung und zahlreiche Interviews mit britischen Kunden ergaben, dass die meisten Kunden möglicherweise nicht vollständig verstehen, was sie kaufen, da ihnen die Funktionsweise dieser Technologie nicht genau bekannt ist. Beispielsweise wollten viele Verbraucher eine ganze Münze erwerben, ohne zu wissen, dass diese Kryptowährung auch für den Kauf von Kryptowährungen verfügbar ist.
Die FCA erklärte, dass die Verbraucher trotz dieses mangelnden Verständnisses vor allem nach einer Möglichkeit suchten, in kürzester Zeit große Geldsummen zu verdienen, und sich dabei von Freunden, Familie oder Bekannten inspirieren ließen, die von dieser Technologie profitiert hatten.
Was Anlagerisiken angeht, erklärt die FCA, dass das Gesamtrisiko für Käufer nicht so hoch sei wie ursprünglich befürchtet. Dennoch bleibt Kryptowährung ein komplexes und instabiles Produkt, weshalb sich Anleger aufdentVerluste einstellen sollten.
Großbritannien versteht Kryptowährungen nicht