Die US-amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC hat zahlreiche Maßnahmen gegen die Kryptoindustrie ergriffen und Vorwürfe gegen große Akteure im digitalen Bereich erhoben. Ihr Vorgehen gegen Kryptowährungen stößt in der Krypto-Community, darunter auch bei hochrangigen Politikern, die digitale Währungen befürworten, auf heftige Kritik.
Senatorin Cynthia Lummis äußerte sich zu den Maßnahmen der Regulierungsbehörde im Bereich Kryptowährungen und kritisierte deren aggressives Vorgehen als unnötig. Sie forderte die Behörde auf, ihre Maßnahmen unvoreingenommen zu überdenken.
Die aggressive Vorgehensweise der SEC gegen Kryptowährungen
Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC geht mit Nachdruck gegen große Krypto-Unternehmen vor, um deren Marktmacht und Einfluss zu überprüfen. Zu den großen Krypto-Firmen, gegen die die Aufsichtsbehörde ermittelt, gehören Ripple Labs, Binanceund Coinbase.
Allerdings haben die Maßnahmen der SEC zahlreiche Kommentare hervorgerufen, und Senatorin Lummis äußerte sich dazu mit den Worten: „Ich denke, die SEC überreagiert.“
Senatorin Cynthia Lummiss (Republikanerin aus Wyoming) ist eine große Befürworterin von Kryptowährungen, und die Maßnahmen der US-Börsenaufsicht SEC haben ihre Kommentare deutlich schärfer gemacht. Aufgrund der jüngsten Äußerungen hat sie angekündigt, einen Teil der umstrittenen neuen Richtlinien der Behörde zu blockieren. Die wichtigste widersprüchliche Richtlinie ist die für März 2022 geplante Regelung, die die Kryptoindustrie betrifft.
Bei der betreffenden Richtlinie, dem „Staff Accounting Bulletin 121“, wird erklärt, dass jedes Finanzunternehmen, das digitale Währungen von Kunden hält, eine Bilanz erstellen muss, und es warnt Investoren vor den Risiken der Verwahrung dieser digitalen Vermögenswerte.
Das GAO stellte fest, dass der Kongress diese Richtlinie noch nicht verabschiedet hat, und die SEC sah darin keinen Erfolg. Daher sollte Finanzminister Lummis die Regulierungsbehörde daran hindern, die Richtlinie in Kraft zu setzen, und bezeichnete deren Vorgehen als Kompetenzüberschreitung.
Sie geht davon aus, dass ihre Bemühungen von anderen Senatoren und Abgeordneten unterstützt werden. Senatorin Lummis' Hauptanliegen bezüglich der Politik sind die Auswirkungen auf Krypto-Nutzer, die im Falle eines Zusammenbruchs der Verwahrstelle ihrer digitalen Vermögenswerte Schaden erleiden könnten.
In einem Interview mit Yahoo Financesagte Lummis: „Das ist keine Regel, die auf gesundem Menschenverstand beruht.“ „Es wurde als interne Mitteilung herausgegeben, aber diese ist bindend.“
Senator Lummis' Agenda zu den Krypto-Richtlinien der SEC
Lummis' Hauptanliegen ist es, in Washington für mehr Klarheit in Bezug auf die Kryptoindustrie zu sorgen und dabei alle Bereiche, einschließlich Regulierung und politischer Rahmenbedingungen, zu berücksichtigen. Zu diesen Zielen gehört der Briefwechsel zur Kryptoregulierung mit Senatorin Kristen Gillibrand (Demokratin aus New York), der dazu beiträgt, die geltenden Regulierungsrahmen besser zu verstehen .
Senatorin Lummis äußerte sich in demselben Interview zuversichtlich und begründete ihre Agenda mit der erfolgreichen Umsetzung im Jahr 2024 und der Änderung verschiedener Gesetze im Bereich der Kryptoindustrie. Sie beabsichtigt, diese Maßnahmen in ihre Gesetzespakete zu integrieren.
Ein Teil ihres Gesetzentwurfs zur Terrorismusfinanzierung wurde jedoch kürzlich in das Verteidigungshaushaltspaket des Senats eingearbeitet. Dieser basierte auf dem National Defense Authorization Act, wird aber nun vom Repräsentantenhaus ignoriert. Lummis bleibt dennoch optimistisch und sagte:
Es ist etwas, das dringend notwendig ist, wie die Befürchtungen zeigen, dass die Hamas Kryptowährung nutzt, um ihre brutale Behandlung israelischer Zivilisten und Militärangehöriger zu finanzieren. Es würde helfen.
Senatorin Cynthia Lummiss (Republikanerin aus Wyoming)
Die Senatorin erklärte außerdem, sie unterstütze die Krypto-Rahmenbedingungen des Finanzausschusses des Repräsentantenhauses unter dem Vorsitz von Patrick McHenry (RN, Congress). Darüber hinaus sei es Lummis recht, welches Gremium die Gesetzesvorlage zuerst einbringen könne. Sie sagte:
Senatorin Gillibrand und ich sehen die kleinen Unterschiede zwischen den Versionen des Repräsentantenhauses und des Senats, insbesondere in Bezug auf Stablecoins, und wir wissen, dass sie lösbar sind […] Daher denke ich, dass wir in der Lage sein werden, eine Lösung für das Thema Stablecoins zu finden, jetzt, da das Repräsentantenhaus einen neuen Sprecher hat und wieder sitzungsbereit ist.
Senatorin Cynthia Lummiss (Republikanerin aus Wyoming)
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