SEC-Chef Gensler warnt vor Anlegerrisiken und erklärt: „Zu viele Menschen wurden bereits geschädigt.“

- Der SEC-Vorsitzende Gary Gensler erklärt, dass die Mehrheit der Anleger nicht ausreichend über Kryptowährungen informiert sei.
- Er betont die Notwendigkeit klarer Regelungen zum Schutz von Kleinanlegern.
- Die SEC stuft Bitcoin als Ware und nicht als Wertpapier ein, wodurch er sich von anderen Token unterscheidet.
Der Vorsitzende der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (SEC), Gary Gensler, hat erneut Bedenken hinsichtlich der Risiken geäußert, die von der Kryptowährungsbranche ausgehen.
In einem kürzlich geführten Interview mit Bloomberg merkte Gensler an, dass viele Anleger Verluste erlitten hätten, weil sie nicht ausreichend über ihre Investitionen in digitale Vermögenswerte informiert gewesen seien.
Gensler schrieb vor wenigen Augenblicken auf Bloomberg Business : „Alles Gute zum 16. Geburtstag“ #Bitcoinbitcoin pic.twitter.com/MNLCCnqQcS
— Alex Thorn (@intangiblecoins) 22. Oktober 2024
Gensler hob hervor, dass viele Anleger hohe Verluste erlitten und Insolvenz anmelden mussten, was die Risiken von Kryptoinvestitionen verdeutlicht. Der SEC-Vorsitzende betonte, dass die mangelnde Transparenz in der Kryptoindustrie ein gravierendes Problem darstellt und das Vertrauen der Anleger in die Kapitalmärkte beeinträchtigt.
Gensler räumte zwar ein, dass Blockchain-Technologie und geltendes Wertpapierrecht vereinbar sind, betonte aber erneut, dass der Schutz der Anleger im Mittelpunkt der SEC stehe. „Viel zu viele Menschen wurden geschädigt, viel zu viele haben Geld verloren und mussten sich vor Insolvenzgerichten anstellen, um ihre Ansprüche geltend zu machen“, sagte er.
Gensler verteidigt die Maßnahmen der SEC und beschreibt den rechtlichen Rahmen
Gensler erläuterte außerdem, wie sich die Behörde angesichts der unterschiedlichen Auslegung des Wertpapierrechts durch die Gerichte anpassen müsse, und erklärte, dass die SEC innerhalb des geltenden Rechts arbeite. Sollten die Gerichte diesen Gesetzen neue Bedeutungen geben, werde die Behörde entsprechend reagieren. Diese Flexibilität, so Gensler, habe die SEC bereits bei der Regulierung von Märkten wie Kryptowährungen erfolgreich angewendet.
Laut Gensler sollten Menschen zwar ihre Anlageentscheidungen selbst treffen dürfen, aber vor ungenauen oder unvollständigen Informationen geschützt werden. „Es handelt sich um ein Feld mit vielen internen Konflikten“, bemerkte Gensler.
Die Reporter fragten auch nach Genslers mögliche Reaktion im Falle eines Wahlsiegs Trumps bei derdent2024. Trump hatte nämlich versprochen, den SEC-Vorsitzenden im Falle seiner Wahl „am ersten Tag“ zu entlassen. Gensler lehnte eine Stellungnahme zu einer möglichen Entlassung ab.
Bitcoinfeiert bald seinen 16. Geburtstag
Gensler erwähnte im Interview auch den 16. Jahrestag von Bitcoin, der mit der Veröffentlichung des Whitepapers durch den anonymen Entwickler Satoshi Nakamoto im Jahr 2008 einherging. Die erste Bitcoin Transaktion wurde am 3. Januar 2009 mit der Einführung des „Genesis-Blocks“ registriert. Gensler merkte an, dass Bitcoin kein Wertpapier sei, wies aber darauf hin, dass die Klassifizierung der meisten Krypto-Assets im Rahmen der geltenden Rechtslage unklar sei.
Dies liegt daran, dass die SEC Bitcoin als Ware und nicht als Wertpapier einstuft, wodurch er sich von anderen Token unterscheidet. Der übrige Kryptomarkt ist jedoch rechtlich weiterhin unklar, da die SEC aktiv und energisch versucht, die Token ihrem Zuständigkeitsbereich zuzuordnen.
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Brenda Kanana
Brenda verfügt über mehr als vier Jahre Erfahrung in den Bereichen Kryptowährung, künstliche Intelligenz und Zukunftstechnologien. Sie arbeitete bereits für Zycrypto, Blockchain Reporter und The Coin Republic und ist nun bei Cryptopolitan tätig. Ihr Soziologiestudium an der Technischen Universität Mombasa ermöglicht es ihr, stets am Puls ihrer Leserschaft zu sein.
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