Russische Stablecoin-Experimente laufen in einem regulatorischen Testumfeld

Ein russischer Stablecoin? Ja, Sie haben richtig gelesen! Die russische Zentralbank testet derzeit in einem regulatorischen Testfeld Stablecoins. Laut der Zentralbank soll ein solcher Stablecoin entwickelt werden, um ähnlichen Entwicklungen in anderen Ländern, insbesondere in China, entgegenzuwirken. Die Bank stellte jedoch klar, dass ein russischer Stablecoin langfristig weder für Zahlungen im Einzelhandel verwendet noch die russische Währung ersetzen soll.
Die aktuellen Entwicklungen im Bereich der russischen Stablecoins markieren einen bedeutenden Wandel in der Haltung des Landes gegenüber Kryptowährungen. Die russische Regierung betrachtet die Kryptoindustrie nicht positiv, obwohl Russland ein wichtiger Krypto-Marktplatz ist. Kryptowährungen sind in Russland verboten, da die Behörden deren Hauptverwendung in Geldwäsche und Steuerhinterziehung sehen.
Russische Stablecoins bedeuten Positivität für die lokale Kryptoindustrie
Experimente mit einem russischen Stablecoin deuten auf eine baldige Einführung einer digitalen Zentralbankwährung hin. Langfristig könnte ein auf Blockchain basierender digitaler Rubel Realität werden. Dies erscheint sehr wahrscheinlich, da China, Russlands enger Verbündeter, ebenfalls einen digitalen Yuan testet und dessen Einführung für 2020 erwartet wird. Eine offizielle Bestätigung der russischen Behörden steht jedoch noch aus.
Staatlich gestützte Stablecoins werden im nächsten Jahr im Trend liegen. Viele Zentralbanken haben solche Entwicklungen bereits öffentlich angekündigt. Elvira Nabiullina, Präsidentin der russischen Zentralbank, erklärt, dass die aktuellen russischen Stablecoin-Experimente dazu dienen, ein System zu testen, das Institutionen die Ausgabe digitaler Token ermöglicht, die durch reale Vermögenswerte gedeckt sind.
Sie erwähnt weiterhin, dass die Bank das Produkt vor der endgültigen Markteinführung umfassend testen will. Es müsse den Bürgern einen positiven Nutzen bringen und Unternehmen transparente Geschäftstätigkeiten ermöglichen. Ein digitaler Rubel sei nicht geplant, da dies die herkömmlichen Zahlungssysteme und den russischen Finanzsektor erheblich beeinträchtigen könnte. Sie stehe Kryptowährungen positiv gegenüber und glaube, dass ein Finanzsystem ohne staatliche Eingriffe Transparenz und Effizienz gewährleiste.
Bildquelle: Pixabay
Wenn Sie das hier lesen, sind Sie schon einen Schritt voraus. Bleiben Sie mit unserem Newsletter auf dem Laufenden.

Gurpreet Thind
Gurpreet Thind absolviert einen Master in Elektrotechnik an der Universität Ottawa. Seine Forschungsinteressen umfassen Informationstechnologie, Programmiersprachen und Kryptowährungen. Mit besonderem Interesse an Blockchain-basierten Architekturen untersucht er die gesellschaftlichen Auswirkungen digitaler Währungen als Finanzsystem der Zukunft. Er begeistert sich für das Erlernen neuer Sprachen, Kulturen und sozialer Medien.
CRASH-KURS
- Mit welchen Kryptowährungen kann man Geld verdienen?
- Wie Sie Ihre Sicherheit mit einer digitalen Geldbörse erhöhen können (und welche sich tatsächlich lohnen)
- Wenig bekannte Anlagestrategien, die Profis anwenden
- Wie man mit dem Investieren in Kryptowährungen beginnt (welche Börsen man nutzen sollte, welche Kryptowährung am besten zum Kauf geeignet ist usw.)














