veröffentlichter Bericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) fordert die Emittenten digitaler Zentralbankwährungen auf, sich mit den sich wandelnden Bedürfnissen der Verbraucher auseinanderzusetzen, anstatt sich nur auf deren Nutzen für die Wirtschaft zu konzentrieren.
Da sich bereits 17 Länder mit den Vor- und Nachteilen digitaler Zentralbankwährungen (CBDCs) befassen, erfreut sich das Konzept zunehmender Beliebtheit und Nachfrage. Letzten Monat startete die schwedische Zentralbank die Testphase der E-Krone, um als erstes Land eine CBDC einzuführen.
Dank des Engagements der chinesischen Regierung für die Einführung des digitalen Yuan Aspekte der digitalen Zentralbankwährung durch die Europäische Zentralbank hat das Konzept bei politischen Entscheidungsträgern weltweit .
In diesem Sinne veröffentlichte die der Zentralbank gehörende BIZ, eine Finanzinstitution, die die internationale geld- und fiskalpolitische Zusammenarbeit fördert, einen Bericht, der die Aspekte hervorhebt, die Zentralbanken berücksichtigen müssen, bevor sie über die Einführung einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) entscheiden. Im Mittelpunkt müssen dabei stets die sich ständig ändernden Bedürfnisse der Verbraucher stehen.
Digitale Zentralbankwährungen müssen nutzerzentriert sein, so ein Bericht der BIZ
Laut einem am 1. März 2020 veröffentlichten Bericht hat bisher kein CBDC-Emittent das Potenzial untersucht, grenzüberschreitende Geldtransfers mithilfe von CBDC zu vereinfachen. Obwohl ein typisches CBDC-Design enorme Möglichkeiten bietet, internationale Zahlungen einfacher, sicherer und schneller zu gestalten, hat sich laut Bericht noch keine Regierung mit diesem Aspekt auseinandergesetzt.
Ein weiteres wichtiges Thema, das angegangen werden muss, ist der Datenschutz. Derzeit besteht ein Dilemma: Sollen die Nutzer für den Schutz ihrer Konten selbst verantwortlich gemacht werden oder soll diese Verantwortung an die Banken abgegeben werden? Der Bericht stellt fest, dass beide Ansätze Vor- und Nachteile mit sich bringen. Eine mögliche Lösung wäre die Entwicklung eines Systems, das Händlern einen Zahlungsnachweis liefert, ohne sensible Nutzerdaten preiszugeben.
unterstreicht die Bedeutung einer cash Sicherheit und stellt fest, dass die Emittenten derzeit zwei Optionen prüfen. Die erste Option basiert auf einer traditionellen Bankinfrastruktur, die zweite auf der Distributed-Ledger-Technologie. Laut Berichtsautor sollten digitale Zentralbankwährungen nicht nur Insolvenz- und technische Probleme, sondern auch Bankausfälle berücksichtigen.
Um ein Höchstmaß an Resilienz zu erreichen, reichen weder herkömmliche Methoden noch DLT-basierte Technologien aus. Die Entscheidung sollte erst nach der Entwicklung des Gesamtkonzepts getroffen werden, heißt es in dem Bericht.
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