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Ein Händler von Meme-Münzen nutzt regulatorische Schlupflöcher aus, um mit Prognosemärkten Millionen zu verdienen

In diesem Beitrag:

  • Enorme Wetten, die vor dem Sturz von Nicolás Maduro abgeschlossen wurden, haben auf den Prognosemärkten neue Besorgnisse über Insiderhandel ausgelöst.
  • Tre Upshaw entwickelte eine Software, die ungewöhnliche Transaktionen auf Polymarket tracund täglich Dutzende verdächtige Wetten kennzeichnet.
  • Schwache und unklare Regeln lassen Verhaltensweisen durchgehen, die an US-amerikanischen Aktienmärkten illegal wären.

Eine Welle perfekt getimter Wetten, die kurz vor der Absetzung von Nicolás Maduro platziert wurden, löste den bisher lautesten Streit über Insiderhandel auf Prognosemärkten aus.

Die Gesetzgeber begannen zu fragen, wie Händler ohne Insiderinformationen Sekunden vor realen Ereignissen massive Wetten platzieren konnten.

Für Tre Upshaw war die Gegenreaktion keine Warnung, sondern ein Signal. Früher handelte er mit Meme-Coins und hat nun ein Tool namens Insider Finder entwickelt. Es läuft in seinem Datenterminal Polysights.

Die Software durchsucht angeblich Polymarket nach großen und ungewöhnlichen Transaktionen im Zusammenhang mit PrognoseverträgentracSie markiert täglich Dutzende verdächtige Transaktionen, und diese Aktivitäten werden sichtbar, bevor sie in den Schlagzeilen erscheinen. An den Aktienmärkten würde ein solches Verhalten strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Auf diesem Markt jedoch nicht.

Händler nutzen Lücken aus, die die Regulierungsbehörden nicht geschlossen haben

Upshaws Arbeit ähnelt dem Vorgehen der Regulierungsbehörden im Aktien- und Anleihenmarkt. Dort ist die Verwendung nicht-öffentlicher Informationen illegal. Im Bereich des Prognosehandels sind die Regeln hingegen dünn.

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) beaufsichtigt diese Plattformen in den Vereinigten Staaten. Die Behörde verfolgt einen eher zurückhaltenden Ansatz und hat sich kaum zu Insiderhandel geäußert. Es folgten keine verschärften Maßnahmen. Unter der Regierung von Donald Trump, die eine strengere Finanzaufsicht vermieden hat, erwarten nur wenige eine solche. Donald Trump Jr. berät Polymarket und ist Partner bei 1789 Capital, einer Risikokapitalgesellschaft, die die Plattform unterstützt.

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Befürworter von Prognosemärkten argumentieren, dass diese besser funktionieren, weil Insider teilnehmen. Sie sagen, dass Personen mit frühzeitigem Wissen echtes Geld riskieren und so die Signale schärfen. Venezuela-traczeigten bereits vor Bekanntwerden der Nachricht Bewegungen. Händler erkannten dies. Der Markt reagierte. Das Signal verbreitete sich schnell.

Der Druck wächst ohnehin. Der New Yorker Abgeordnete Ritchie Torres brachte letzte Woche einen Gesetzentwurf ein. Dieser sieht vor, dass Bundesbeamte keinetracabschließen dürfen, die an politische Entscheidungen geknüpft sind, wenn siedentInformationen besitzen oder darauf zugreifen könnten. Der Gesetzentwurf fand schnell Mitunterzeichner.

Polymarket zeichnet sich dadurch aus, dass es auf Krypto-Infrastruktur basiert. Jeder Handel wird in einer öffentlichen Blockchain gespeichert. Diese Transparenz ermöglichte es Upshaw, Insider Finder zu entwickeln. Er benötigte keine Genehmigung. Die Daten sind öffentlich zugänglich. Die Transaktionen bleiben dauerhaft einsehbar.

Die Konkurrenzplattform Kalshi funktioniert anders. Sie basiert nicht vollständig auf der Blockchain und zeigt keine Kontodatensätze öffentlich an.

Ein Sprecher von Kalshi erklärte , die Plattform überprüfe diedent, kennzeichne riskantes Verhalten und melde alle Transaktionen an die CFTC. Kalshi-Chef Tarek Mansour sagte nach den Streiks in Venezuela, die Plattform verbiete Manipulationen. „Der Grund dafür ist, dass es das Spiel unfair macht“, sagte er in einem Podcast.

Polymarket bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone, selbst nach unerwarteten Finanzmitteln von Intercontinental Exchange. Daher operiert die Hauptbörse außerhalb der USA, da USdentweiterhin von der Einreise ausgeschlossen sind. Aus diesem Grund führt Polymarket keinedentdurch. Die Gesetzeslücke bleibt bestehen. Das Geld aus den Prognosewetten fließt weiter.

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