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Der Fokus der Anleger richtet sich auf die chinesischen Beschränkungen, während Nvidia sich auf die Veröffentlichung der Geschäftszahlen vorbereitet

In diesem Beitrag:

  • Nach der Veröffentlichung des Quartalsberichts von Nvidia am Mittwoch richten die Anleger ihren Fokus auf die Auswirkungen der Exportbeschränkungen nach China.
  • Nvidia gab bekannt, dass es eine Wertberichtigung von 5,5 Milliarden Dollar auf den Lagerbestand seines H20-Chips vornehmen werde.
  • Das Technologieunternehmen hat einen Vertrag zum Export von KI-Chips in den Nahen Osten bekannt gegeben.

Nvidia wird voraussichtlich am Mittwoch seine Geschäftszahlen veröffentlichen, doch die Anleger scheinen sich vor allem auf die Auswirkungen der Exportbeschränkungen gegen China zu konzentrieren. Das Unternehmen verzeichnet weiterhin ein massives Wachstum im Bereich der Grafikprozessoren, und die Nachfrage nach Infrastruktur für künstliche Intelligenz zeigt keinerlei Anzeichen einer Abschwächung.

Die Stimmung vor Nvidias Quartalsbericht am Mittwoch scheint sich aufgrund der China-Situation von den letzten Quartalen der letzten Quartale zu unterscheiden. Die Trump-Regierung hatte dem Technologiekonzern am 9. April ein Schreiben zukommen lassen, in dem sie eine Exportlizenz für Nvidias H2O-Chip forderte. Dieser Chip ist eine speziell für den chinesischen Markt entwickelte Version des Hopper-Prozessors und sollte den bisherigen US-Beschränkungen entsprechen.

Nvidia will für Importe von H2O-Einheiten nach China eine Wertberichtigung in Höhe von 5,5 Milliarden US-Dollar vornehmen

In einer Stellungnahme reagierte Nvidia auf die neuen Beschränkungen und erklärte, man sei bereit , 5,5 Milliarden US-Dollar an Lagerbeständen im Zusammenhang mit dem Export von H2O-Grafikprozessoren nach China und in andere Länder abzuschreiben. Analysten von BNP Paribas argumentierten, dies sei die größte Abschreibung in der Geschichte der Chipindustrie.

Analysten gehen davon aus, dass die Abschreibung von Nvidia erhebliche Auswirkungen auf die zukünftigen Umsätze haben wird. David O'Connor, Analyst bei BNB Paribas, bestätigte, dass die Abschreibung des Warenbestands einen Umsatzrückgang von 15 Milliarden US-Dollar im H2O-Segment auf Basis der letzten zwölf Monate bedeutet. Die H2O-KI-Chips generierten im Jahr 2024 schätzungsweise 12 bis 15 Milliarden US-Dollar Umsatz.

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Während der Amtszeit von Präsident dent Biden äußerte die US-Regierung Bedenken, dass KI-Chips von Nvidia und anderen Halbleiterunternehmen wie Advanced Micro Devices zur Herstellung von Supercomputern für militärische Zwecke von Gegnern verwendet werden könnten.

Nvidia-CEO Jensen Huang erklärte im Februar im Rahmen der letzten Quartalszahlen, dass die Umsätze in China auf die Hälfte des Niveaus vor Einführung der Exportbeschränkungen eingebrochen seien. Er warnte zudem vor zunehmendem Wettbewerb in China, und Nvidia führte Huawei im zweiten Jahr in Folge als Konkurrenten in seinem Jahresbericht auf.

Laut LSEG erwarten Analysten für Nvidia im Quartal bis Ende April ein Umsatzwachstum von 66 % auf 43,28 Milliarden US-Dollar. Dies bedeutet eine deutliche Verlangsamung gegenüber dem Vorjahr, als das Unternehmen ein Wachstum von über 250 % verzeichnete.

Die neuen US-Exportlizenzbestimmungen haben zu erheblicher Unsicherheit hinsichtlich der Prognosen für den Rest des Jahres geführt. Analysten erwarten im Durchschnitt ein Wachstum von 53 % im laufenden Quartal und einen ähnlichen Wert für das gesamte, im Januar endende Geschäftsjahr.

„Während wir damals davon ausgingen, dass dies zumindest teilweise von der Geschäftsleitung erwartet worden war, wurde nach dem Verbot deutlich, dass das Unternehmen Anzeichen dafür erhalten hatte, dass H2O in Ordnung sein würde, und dass es erheblich überrascht war.“

-Analysten von Morgan Stanley.

Die Analysten der Bank räumten am Dienstag ein, dass potenzielle Probleme, die Anleger verunsichern könnten – wie die Auswirkungen des US-Embargos gegen den Verkauf von H2O-Chips nach China –, gut vorhersehbar seien und der Weg zu einer erneuten Beschleunigung klar sei. Die Analysten erklärten, sie kauften die Aktie nicht explizit für das laufende Quartal, sondern aufgrund ihrer Erwartungen an die zukünftige Entwicklung.

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Nvidia stellt Plan für den Export von Chips in den Nahen Osten vor

Huang erwähnte Anfang des Monats in Taiwan, dass Nvidia in China früher einen Marktanteil von 95 % bei Grafikprozessoren hatte, dieser aber aufgrund von Chipbeschränkungen auf 50 % gesunken sei. Das Technologieunternehmen gab in einer im Februar bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Meldung bekannt, dass es einen Jahresumsatz von 17,1 Milliarden US-Dollar mit Kunden in China, einschließlich Hongkong – dem viertgrößten Markt des Unternehmens – erzielt habe.

In den letzten Wochen argumentierte der CEO von Nvidia, dass Exportbeschränkungen für Nvidia-Chips nach China die dortigen Ingenieure lediglich dazu anspornen würden, eigene Prozessoren zu entwickeln und so die chinesische KI-Halbleiterindustrie zu stärken. Analysten von Wedbush Securities erklärten am Dienstag, die Auswirkungen verschärfter Exportbeschränkungen für China würden durch das Nachfragewachstum im Nahen Osten abgemildert.

Nvidia gab Anfang des Monats einen Vertrag zur Lieferung von Chips an ein saudi-arabisches Startup bekannt und ist Berichten zufolge auch an einem Abkommen beteiligt, das den Vereinigten Arabischen Emiraten den Import fortschrittlicher, in den USA hergestellter Chips ermöglicht. Analysten von Wedbush erklärten, dass die KI-Investitionen Saudi-Arabiens und der VAE dazu beitragen könnten, die durch die Unsicherheit bezüglich Chinas zukünftiger Geschäftsentwicklung entstandene Lücke in Nvidias Geschäftsentwicklung zu schließen.

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