Nikon wird die Preise für seine Kameras und Objektive in den USA im nächsten Monat anheben und begründet dies mit den neuen Zöllen auf Waren aus China, die dem Unternehmen keine andere Wahl ließen. Die Preiserhöhungen treten am 23. Juni 2025 in Kraft.
In einer Erklärung teilte Nikon mit, dass das Unternehmen weiterhin „beste Qualität bei Bildgebungsprodukten und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis für seine Kunden“ anstrebt, die Zölle es jedoch zu einer Preisanpassung gezwungen hätten. Nikon machte keine Angaben dazu, welche Kameras oder Objektive teurer werden oder wie hoch die Preiserhöhungen ausfallen könnten. Das Unternehmen fügte hinzu, dass es künftige Zolländerungen genau beobachten und gegebenenfalls weitere Anpassungen vornehmen werde, falls sich die Marktbedingungen ändern.
Anfang des Monats veröffentlichte Nikon seine aktuellen Geschäftszahlen und warnte davor, dass die Zölle den Gewinn im kommenden Geschäftsjahr um 10 Milliarden Yen (rund 70 Millionen US-Dollar) schmälern könnten. Diese Schätzung stammt aus einer Zusammenfassung der Quartalsergebnisse, die von PetaPixel veröffentlicht wurde.
Nikon reiht sich in die Riege mehrerer anderer Kamerahersteller ein, die aufgrund derselben Zölle mit Preiserhöhungen begonnen haben
Im vergangenen Monat kündigte Blackmagic Design mit Sitz in Australien an, die Preise seiner digitalen Kinokameras zu erhöhen. Das Unternehmen erklärte außerdem, dass die Zölle den geplanten Bau eines Werks in Dallas, Texas, wirtschaftlich unmöglich machten.
Ende April teilte Canon Analysten im Rahmen der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des ersten Quartals mit, dass das Unternehmen plane, die Preise in den Vereinigten Staaten zu erhöhen, allerdings arbeite man noch an dem genauen Zeitpunkt und der Höhe der Preiserhöhungen.
Laut DPReview erklärte Canon, dass die Preiserhöhungen möglicherweise auf andere Regionen ausgeweitet würden, falls die Zölle eine breitere globale Konjunkturabschwächung auslösen sollten.
Auch Sony und Leica haben in den letzten Wochen Preiserhöhungen angekündigt. Gleichzeitig setzte Fujifilm die Vorbestellungen für mehrere Modelle in den USA, darunter die X-M5 und die X100VI, aufgrund der gestiegenen Kosten vorübergehend aus. Der Objektivhersteller Sigma kündigte ebenfalls Preisanpassungen an, nannte aber noch keine Details.
Da Nikons Preisanpassung in knapp einem Monat in Kraft treten soll, sollten Käufer, die auf Modelle wie die Z5 II gewartet haben, bald handeln, bevor die Preise steigen.

