Senator Bernie Moreno hat den ehemaligen SEC-Vorsitzenden Gary Gensler scharf kritisiert und ihn als „einen der dümmsten Menschen in der Regierung“ bezeichnet. Moreno äußerte sich im Rahmen einer Anhörung, in der er Paul Atkins zu dessen Amtsantritt als Nachfolger von Gary Gensler gratulierte.
Morenos Äußerungen befeuerten die anhaltenden Debatten in der Krypto-Szene über Genslers Amtszeit bei der SEC. Viele hielten ihn für zu aggressiv und nicht auf die Bedürfnisse des wachsenden Marktes für digitale Vermögenswerte ausgerichtet. Genslers Ausscheiden symbolisierte das Ende einer aus Sicht der Krypto-Community unnötig konfrontativen Beziehung zwischen der SEC und der Krypto-Industrie.
Moreno bezeichnet Gensler als einen der dümmsten Menschen in der Regierung
Heute sagte Senator Bernie Moreno in einer Anhörung im Senat, der ehemalige SEC-Vorsitzende Gary Gensler sei „einer der dümmsten Menschen in der Regierung“ gewesen. pic.twitter.com/0W2BUWssZd
— MartyParty (@martypartymusic) 28. März 2025
Senator Bernie Moreno, der durch seinen Erfolg gegen Elizabeth Warrens Anti-Kryptowährungs-Bemühungen in Ohio bekannt wurde, bezeichnete den ehemaligen SEC-Vorsitzenden Gary Gensler als „einen der dümmsten Menschen in der Regierung“. Moreno äußerte sich im Rahmen einer Anhörung zu Paul Atkins.
„Mann, du musst einfach nur ruhig atmen können und nicht völlig durchdrehen, dann wirst du der beste SEC-Vorsitzende sein, den es je gab. Glückwunsch, dass du die Nachfolge von Gary Gensler angetreten hast, der objektiv betrachtet wohl einer der dümmsten Menschen in der Regierung war.“
-Bernie Moreno, US-Senator von Ohio
dent Donald Trump hatte letztes Jahr angekündigt, Gensler nach seiner Wahl am ersten Tag seiner Amtszeit zu entlassen. Gensler trat daraufhin zurück und erklärte im November nach Trumps Wahlsieg seinen Rücktritt. Nun gilt Atkins als aussichtsreicher Kandidat für die Leitung der SEC als Genslers Nachfolger.
Der ehemalige SEC-Vorsitzende geriet wegen seiner Haltung zur Regulierung von Kryptowährungen in die Kritik. Ripple -CEO Brad Garlinghouse warf der SEC übermäßige Regulierung vor. Der Bitcoin -Kurs stieg nach Genslers Rücktritt auf fast 100.000 US-Dollar, was die Hoffnung auf ein potenziell weniger strenges regulatorisches Umfeld widerspiegelte. Der ehemalige SEC-Beamte zeigte sich stolz auf seine Leistung und erklärte: „Die Mission der SEC, Anleger zu schützen und faire, geordnete und effiziente Märkte zu gewährleisten, war noch nie so wichtig wie heute.“
Die Demokraten bezweifeln, ob Atkins für den Vorsitz der SEC geeignet ist
Paul Atkins erschien vor den Abgeordneten zusammen mit Jonathan Gould, dem Kandidaten für das Amt des Leiters der Währungsaufsichtsbehörde; Luke Petit, dem Kandidaten für das Amt des stellvertretenden Finanzministers für Finanzinstitutionen; und Marc Molinaro, einem ehemaligen Abgeordneten, der für die Leitung der Bundesverkehrsbehörde nominiert wurde. Die demokratischen Mitglieder des Bankenausschusses des Senats wiesen auf Atkins' frühere Positionen hin und stellten infrage, ob er die richtige Person sei, um die Leitung der Börsenaufsichtsbehörde (SEC) zu übernehmen.
Senatorin Elizabeth Warren aus Massachusetts kritisierte Atkins für seine Abstimmungen zur Lockerung der Regulierung großer Investmentbanken wie Lehman Brothers und Bear Stearns vor der Finanzkrise 2008. Sie befragte Atkins zu einer Abstimmung aus dem Jahr 2004, in der er für die Reduzierung der Kapitalpuffer beider Unternehmen gestimmt hatte, und seinen anschließenden Äußerungen, dass dieser Schritt nichts mit dem Börsencrash zu tun gehabt habe. Der Kandidat für den Vorsitz der US-Börsenaufsicht SEC argumentierte, dass viele Faktoren zur Finanzkrise beigetragen hätten, nachdem Warren ihn gefragt hatte, ob er sich irre.
Sie sagte: „Herr Atkins hat eine nahezu makellose trac“, und bezog sich dabei auf seine Tätigkeit bei der SEC von 2002 bis 2008. Warren argumentierte, dass er „im Vorfeld der größten Finanzkrise seit der Großen Depression so gut wie alles falsch gemacht hat“. Die Politikerin erklärte, Atkins’ Bilanz rechtfertige die Beförderung bei der SEC nicht.
Der Senator von Georgia, Raphael Warnock, fragte Atkins, ob er glaube, dass Überregulierung zum Finanzcrash beigetragen habe. Der ehemalige SEC-Kommissar antwortete: „Ich weiß nicht, ob es Überregulierung war, ich denke, es war ehrlich gesagt Fehlregulierung – verschwendete Ressourcen und ein Fokus auf die eigentlichen Probleme.“ Er räumte jedoch ein, dass Regulierung intelligent, effektiv und im Rahmen der gesetzlichen Befugnisse der Aufsichtsbehörde angemessen sein müsse. „Kurz gesagt: Klare Regeln kommen allen Marktteilnehmern zugute“, fügte Atkins hinzu.
Der für den Vorsitz der SEC nominierte Kandidat wurde auch hinsichtlich möglicher Interessenkonflikte im Zusammenhang mit seinem Leben nach der SEC untersucht. Nach seinem Ausscheiden aus der SEC gründete Atkins Patomak Global Partners, ein Unternehmen, das sich auf Finanzstrategie, Risikomanagement und Compliance spezialisiert hat.
Senator Warren argumentierte, dass Atkins im Falle seiner Bestätigung in einer idealen Position sei, um die Interessen seiner Mandanten zu vertreten, die ihm seit Jahren Millionen von Dollar zahlen. Der ehemalige SEC-Kommissar erklärte, er werde Patomak verkaufen, sollte er bestätigt werden.
Der Vorsitzende des Bankenausschusses des Senats, Tim Scott, ist überzeugt, dass Atkins die verheerenden Praktiken der Biden-Regierung rückgängig machen und die Kapitalbildung sowie Investitionsmöglichkeiten für Privatanleger fördern wird. Der Politiker erklärte außerdem, dass die Kandidatin für den Vorsitz der SEC für längst überfällige Klarheit im Bereich digitaler Vermögenswerte sorgen und so sicherstellen werde, dass die amerikanische Innovationskraft nicht weiter ins Hintertreffen gerät.

