Malaysia drängt die Vereinigten Staaten, die Zölle auf mehrere wichtige Produkte abzuschaffen, nachdemdent Trump eine weitere Welle von Importzöllen angekündigt hat, die den Welthandel erneut durcheinanderbringen könnten.
Ein Beamter des malaysischen Handelsministeriums erklärte am Freitag gegenüber Reportern, dass das Land die Zölle auf Möbel, Autoteile und Flugzeugkomponenten, die es in die USA exportiert, auf null reduzieren wolle. Der Beamte sagte außerdem, Washington habe zugestimmt, die Abschaffung der Zölle auf Produkte zu prüfen, die die USA nicht selbst herstellen, wie Kakao und Palmöl. Eine endgültige Entscheidung zu diesen Produkten wird im nächsten Monat erwartet.
Diese Forderung kommt, nachdem Trump am Donnerstag angekündigt hat, hohe neue Zölle auf verschiedene Importwaren zu erheben. Küchenschränke und Badezimmermöbel aus dem Ausland werden mit 50 % besteuert, während importierte Sofas, Stühle und andere Polstermöbel mit einem Zoll von 30 % belegt werden.
Die beiden Länder bemühen sich um ein Zollabkommen, nachdem die USA im August einen 19-prozentigen Zoll auf malaysische Waren erhoben hatten. Premierminister Anwar Ibrahim schrieb am Donnerstag auf Facebook, dass beide Seiten eine Einigung erzielen wollen, bevor Trump im Oktober zu einem Treffen mit südostasiatischen Staats- und Regierungschefs nach Kuala Lumpur reist.
Trumps jüngste Zollankündigung umfasst eine breite Produktpalette
Derdent kündigte einen hundertprozentigen Zoll auf Markenmedikamente und eine 25-prozentige Steuer auf große Lkw bei der Einfuhr ins Land an. Er behauptet, diese Maßnahmen würden amerikanische Fabriken schützen und die Sicherheit des Landes gewährleisten.
Diese neuen Handelsbarrieren ergänzen die zahlreichen Zölle, die Trump bereits eingeführt hat; einige davon erreichen bis zu 50 % auf bestimmte Waren. Derdent hat außerdem Stahlimporte und andere Produkte verschiedener Handelspartner ins Visier genommen.
Weltweit kämpfen Unternehmen aufgrund der anhaltenden Handelskonflikte bereits mit gestörten Lieferketten, steigenden Kosten und verunsicherten Kunden. Die US-Notenbank Federal Reserve erklärte, dass diese Zölle auch die Preise für amerikanische Verbraucher in die Höhe treiben.
Finanzexperten zufolge wendet Trump bei seinen Handelsmaßnahmen nun vermehrt traditionelle Rechtsmethoden an. Dieser Kurswechsel erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Oberste Gerichtshof prüft, ob seine globalen Zölle überhaupt rechtmäßig sind.
Die neuen Zollankündigungen beenden eine ruhigere Phase, die mit Trumps Handelsabkommen mit wichtigen Partnern im Sommer begonnen hatte. Im Frühjahr hatte Trump fast wöchentlich neue Einfuhrzölle verkündet, was Unternehmen bei ihrer Planung verunsicherte.
Tom Barkin von der Federal Reserve Bank of Richmond erklärte gegenüber Bloomberg TV, dass neue Zollankündigungen in bestimmten Branchen defiRückschläge verursachen. Er merkte an, dass in einigen Sektoren mehr Klarheit über die Handelsregeln herrsche, während in anderen weiterhin Unsicherheit herrsche.
der möglichen Auswirkungen neuen Zölle abzuschätzen
Die US-amerikanischen Aktienfutures zeigten uneinheitliche Ergebnisse, was laut BMO Economics darauf hindeutet, dass Anleger Trumps jüngste Handelsmaßnahmen nicht allzu sehr beunruhigen. Das Unternehmen erklärte, die Anleger schienen bereit zu sein, Ruhe zu bewahren, solange die US-Wirtschaft durch den Handelskrieg keinen schwerwiegenderen Schaden erleide.
Trumps Ankündigung auf seinen Social-Media-Kanälen ließ offen, ob die neuen Zölle zusätzlich zu den bestehenden Zöllen erhoben würden. Jüngste Handelsabkommen mit Japan, der Europäischen Union und Großbritannien enthalten Regelungen, die die Höhe der Zölle auf bestimmte Produkte wie Medikamente begrenzen.
Die EU und die USA haben eine vorläufige Vereinbarung getroffen, die Zölle auf 15 % deckeln soll, obwohl Trump noch keine offizielle Anordnung unterzeichnet hat. Die Europäische Kommission erklärte am Freitag, die Vereinbarung lege eindeutig eine Obergrenze von 15 % für alle Zölle fest.
Claudio Feltrin, Vorsitzender des italienischen Möbelindustrieverbandes, befürchtete, dass die Zölle einen Ansturm von Importen aus China und anderen Ländern auslösen könnten, die nach neuen Absatzmärkten für ihre Waren suchen.
Laut dem japanischen Handelsunterhändler Ryosei Akazawa hat Japan ein Abkommen, das sicherstellt, dass seine Zollsätze nicht höher sein werden als die der EU und anderer Partner.

