Der Iran hat trotz Krieg und Sanktionen des Westens seine Entschlossenheit bekräftigt, sich auf die digitale Entwicklung zu konzentrieren. Seyed Sattar Hashemi, Minister für Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), äußerte sich dazu bei der Eröffnungszeremonie der hochrangigen Sitzung der Weltkonferenz für Telekommunikationsentwicklung (WTDC-25) in Baku.
Hashemi betonte in seiner Diskussion über Irans Fortschritte bei den Informations- und Kommunikationstechnologien, dass der gleichberechtigte Zugang zum digitalen Raum als ein grundlegendes Menschenrecht anerkannt werden müsse.
Das Motto der WTDC-25 lautet: „Globale, sinnvolle und erschwingliche Konnektivität für eine inklusive und nachhaltige Entwicklung“. Hashemi erwähnte, dass der Iran die Kosten für mobile Internetpakete mit hohem Datenverbrauch deutlich auf 0,3 % des BIP pro Kopf und die Kosten für Festnetzinternet auf 0,2 % gesenkt habe, wodurch das Land zu den Nationen mit den günstigsten digitalen Diensten gehöre.
Iran bekennt sich trotz Krieg und Sanktionen zur digitalen Entwicklung.
Laut Hashemi hat der Iran beseitigt : die hohen Kosten. Der Minister fügte hinzu, dass es im Iran mittlerweile rund 166,3 mobile Internetanschlüsse pro 100 Einwohner gebe, mit einer Netzabdeckung von über 92 % durch 3G- und 4G/LTE-Netze. Auch der Ausbau der 5G-Netze habe zugenommen; landesweit seien bereits rund 2.400 Standorte aktiv.
Hashemi betonte, dass Internetanbindung nicht nur Online-Zugang ermöglichen, sondern auch sinnvolle Vorteile bieten und Chancen für wissenschaftliche, wirtschaftliche und soziale Entwicklung schaffen sollte. Er hob zudem Irans Fortschritte bei der Verringerung der digitalen Kluft zwischen Stadt und Land hervor und merkte an, dass das Land weltweit den neunten Platz bei der Verringerung der Kluft im ländlichen Raum im Bereich digitaler Zahlungen belegt. Finanztechnologie und Online-Dienste stehen mittlerweiledentbeider Regionen zur Verfügung.
Der Minister führte diese Erfolge auf zwei wichtige nationale Programme zurück. Das erste, so erklärte er, sei der Aufbau eines digitalen Ökosystems für staatliche Dienstleistungen. Dieses Ökosystem bietet öffentliche Dienstleistungen über eine zentrale Plattform, die von intelligenten Agenten unterstützt wird. Diese Agenten übernehmen administrative Prozesse im Auftrag der Nutzer und sparen so Zeit, Energie und Kosten bei gleichzeitiger Verbesserung der sozialen Gerechtigkeit.
Das zweite Programm konzentriert sich auf die Verbesserung und den Ausbau des nationalen Glasfasernetzes. Das Land strebt den Übergang von Kupferleitungen zu Glasfaser an, um Haushalte und Unternehmen mit Hochgeschwindigkeitsinternet zu versorgen. Das Programm hat rund 45 % seiner nationalen Ziele erreicht und damit mehr als neun Millionen Haushalte angeschlossen. Der Minister betonte, dass der Ausbau die Internetqualität verbessert und gleichzeitig eine stabile Grundlage für zukunftsorientierte Technologien schafft.
Hashemi hebt die Notwendigkeit einer globalen digitalen Zusammenarbeit hervor.
Hashemi hob hervor, dass diese Erfolge unter äußerst schwierigen Bedingungen erzielt wurden, und verwies auf die Militärschläge gegen die zivile Kommunikationsinfrastruktur, Cyberangriffe und Einschränkungen fortschrittlicher Technologien und Finanznetzwerke während der jüngsten, zwölf Tage andauernden Konflikte. Er lobte das Land und seine Arbeitskräfte für ihre Widerstandsfähigkeit und ihr Fachwissen in diesen schwierigen Zeiten.
Der Minister fügte hinzu, dass der Iran zu einer Win-Win-Kooperation mit willigen Nationen bereit sei, um eine inklusive digitale Entwicklung voranzutreiben, mit dem Ziel, den Beitrag der digitalen Wirtschaft auf 10 % des nationalen BIP zu steigern.
In seinen Schlussbemerkungen hob der Minister die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit für eine nachhaltige digitale Entwicklung hervor. Er merkte an, dass das Ziel eines 10-prozentigen Anteils der digitalen Wirtschaft ohne die richtigen globalen Partnerschaften nicht erreicht werden könne.
Hashemi betonte, dass die Islamische Republik Iran die Zusammenarbeit mit anderen Nationen begrüßt, um gemeinsam eine digitale Zukunft für alle zu gestalten. Iran ist jedoch nicht das einzige Land, das auf seine digitale Wirtschaft setzt.
Der Oman hat kürzlich bekundet , seine digitale Wirtschaft zu verbessern, um sein BIP um 10 % zu steigern. Das Land kündigte an, ein nationales Programm für die digitale Wirtschaft zu entwickeln, das sich voraussichtlich auf drei Säulen konzentrieren wird.

