Das Libra-Projekt von Facebook gibt den US-Gesetzgebern weiterhin Anlass zur Sorge, auch nachdem die demokratische Abgeordnete Maxine Waters den offiziellen Ausschuss in der Schweiz, am Hauptsitz von Libra, getroffen hat.
Seit der Ankündigung des Facebook-Projekts Libra haben mehrere US-Politiker wiederholt Kritik und Bedenken hinsichtlich dessen Leistungsfähigkeit und Umfang geäußert. Waters ordnete einen vorläufigen Entwicklungsstopp an und berief eine Anhörung ein, um Facebook-Verantwortliche zu ihren verheerenden Verstößen gegen den Datenschutz zu befragen.
Waters, die auch Vorsitzende des Finanzausschusses des Repräsentantenhauses ist, veröffentlichte am 23. August eine offizielle Erklärung mit einem priorisierten Aktionsplan für den Rest des Jahres. Dieser umfasste unter anderem die umfassende Überprüfung des Facebook-Projekts Libra und der zugehörigen digitalen Geldbörse Calibra durch die US-amerikanischen Aufsichtsbehörden.
Ist Facebooks Libra-Projekt in Gefahr?
Nach ausführlichen Gesprächen mit dem Staatssekretariat für internationale Finanzangelegenheiten (SIF), der Finanzmarktaufsicht (FINMA) und dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) forderte das Mitglied der Demokratischen Partei zusammen mit ihren Kollegen eine detaillierte Untersuchung des Projekts, bei dem es vor allem um den Datenschutz und die Datensicherheit der Verbraucher bei Transaktionen geht.
Sie erklärte, dass es den Regierungsbeamten in der Schweiz zwar gelungen sei, das Ausmaß des Projekts, seine Komplexität und den Prozess darzulegen, sie aber nicht gänzlich von seiner Positionierung als unregulierte, in Privatbesitz befindliche und privat kontrollierte Weltwährung überzeugt sei.
Sie untermauert ihre Argumentation mit der Aussage, dass sie sich erst dann von einer souveränitätsunabhängigen Alternativwährung überzeugen lassen werde, die keinerlei Verbindung zu Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung aufweise.
Maxine Waters Repräsentantin