Die Ethereum Foundation hat ihr Förderprogramm mit neuen Arbeitsmethoden wieder aufgenommen. Ethereum -Entwickler und -Forscher können sich Ethereum nach einer vorübergehenden Unterbrechung nun wieder um Fördermittel aus dem Ökosystem-Unterstützungsprogramm
Die Ethereum Foundation (EF) hat ihr Förderprogramm über das Ecosystem Support Program (ESP) nach einer mehrmonatigen Pause zur Überprüfung der Finanzierungsstrategien offiziell wieder aufgenommen.
Die Stiftung erklärte, das neue Modell werde ihr helfen, „sich mit dem Wachstum von Ethereumanzupassen“ und ihre Unterstützung zielgerichtet und effektiv zu gestalten.
Die Ethereum Foundation hat ihr Förderprogramm wieder aufgenommen
Seit ihrem Start im Jahr 2018 spielt die Förderinitiative der EF eine zentrale Rolle bei der Unterstützung von Entwicklern, Forschern und Community-Initiatoren. Im Laufe der Jahre hat das Programm wichtige Projekte in den Bereichen Entwicklerwerkzeuge, Infrastruktur, Forschung, Bildung und offene Standards finanziert.
Trotz dieses Erfolgs erklärte die Stiftung, dass die zunehmende Zahl der Anträge ihr kleines Team überlastet habe und ihre Fähigkeit, sich auf langfristige strategische Ziele zu konzentrieren, eingeschränkt sei, wie Cryptopolitan berichtete.
„Die steigende Anzahl an Anträgen hat unsere Ressourcen überlastet und unsere Möglichkeiten zur Verfolgung strategischer Chancen eingeschränkt“, erklärte das ESP-Team. „Unser neues Modell begegnet diesem Problem durch den Wechsel von einem reaktiven zu einem proaktiven Ansatz.“
Um dies zu erreichen, setzte die EF ihre offenen Förderprogramme Anfang des Jahres vorübergehend aus, um das System zu überarbeiten. In dieser Zeit konzentrierte sich die Organisation darauf, einen strukturierteren und zielgerichteteren Prozess zu entwickeln, der ihren sich wandelnden Prioritäten entspricht.
Das neue Fördermodell der EF
Das neu gestaltete Förderprogramm des ESP wird nun in zwei Modi ablaufen – Wunschliste und Ausschreibungsunterlagen (RFPs).
Die Wunschliste skizziert Ethereum Foundation die Prioritäten und die Bereiche des Ökosystems, die weiterentwickelt werden müssen. Anstatt einzelne Projekte zu spezifizieren, beschreibt sie die langfristigen Ziele der Foundation und lässt so Raum für die Entwicklung von Lösungen innerhalb der Community. Die EF bezeichnet sie als einen Raum für Kreativität.
Das Verfahren der Ausschreibungen (Requests for Proposals, RFPs) zielt auf technische oder Forschungsprobleme ab, die spezifische Lösungen erfordern. Jede Ausschreibung enthält einen klar definierten Schwerpunkt, konkrete Ergebnisse, erwartete Resultate und eine festgelegte Antragsfrist. Dadurch wird sichergestellt, dass die Fördermittel zur Bewältigung dringender Herausforderungen im jeweiligen Ökosystem eingesetzt werden.
Sowohl die Wunschliste als auch die Ausschreibungen sind jetzt auf der ESP-Website verfügbar und decken mehrere wichtige Bereiche ab, darunter Kryptografie, Datenschutz, Anwendungsentwicklung, Sicherheit und Community-Wachstum. Interessierte können die Ausschreibungen einsehen und sich direkt bewerben.
Das ESP-Team gab außerdem bekannt, dass die Sprechstunden weiterhin angeboten werden. Entwickler können sich dort beraten lassen, wie sie ihre Vorschläge mit den verfügbaren Ausschreibungen (Wunschliste oder Angebotsanfrage) abstimmen können. Die Wunschlisten und Angebotslisten werden regelmäßig aktualisiert, um den aktuellen Entwicklungsbedarf von Ethereumwiderzuspiegeln.
Neben der Bereitstellung finanzieller Zuschüsse plant das ESP, den Stipendiaten auch weiterhin Mentoring, Unterstützung beim Networking und datengestützte Erkenntnisse aus abgeschlossenen Projekten anzubieten.
„Wir freuen uns auf die Projekte, die aus dieser ersten Runde von Wunschlisten-Elementen und Angebotsanfragen hervorgehen“, erklärte ESP. „Dies ist der nächste Schritt in unseren kontinuierlichen Bemühungen, Ethereumund die Entwickler zu unterstützen, die seine Zukunft gestalten.“

