Elon Musk ist bereit, sein 97,4 Milliarden Dollar schweres Angebot zum Kauf der gemeinnützigen Organisation OpenAI unter einer Bedingung zurückzuziehen: Der Vorstand des Unternehmens darf die Mission der Wohltätigkeitsorganisation nicht gefährden und darf sie nicht in ein gewinnorientiertes Unternehmen umwandeln.
offengelegt Klageschrift Klageschrift wird argumentiert, dass Musks Angebot zum Kauf der gemeinnützigen Organisation OpenAI ernst gemeint sei und dass die Organisation entsprechend dem Wert ihrer Vermögenswerte, den ein unabhängiger Käufer zahlen würde, entschädigt werden müsse.
In der Akte heißt es: „Falls die Vermögenswerte der Wohltätigkeitsorganisation verkauft werden, hat ein von Musk angeführtes Konsortium ein ernsthaftes Angebot unterbreitet, das der Wohltätigkeitsorganisation zur Förderung ihrer Mission zugutekommen würde.“
Sollte sich der Vorstand von OpenAI, Inc. jedochbereit erklären, die Mission der gemeinnützigen Organisation zu wahren und durch einen Stopp der Umwandlung die Kennzeichnung der Vermögenswerte als „zum Verkauf stehend“ zu entfernen, wird Musk das Gebot zurückziehen.
Der jüngste Schlagabtausch im Übernahmekampf zwischen OpenAI und Musk:
In einer Gerichtsakte behauptet OpenAI, Musks 97 Milliarden Dollar schweres Angebot zur Übernahme der Kontrolle widerspreche den Aussagen, die er im vergangenen Jahr in seiner eigenen Klage gegen das Unternehmen gemacht habe
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— Rattenkönig 🐀 (@MikeIsaac) 12. Februar 2025
Als Reaktion darauf argumentierten die Anwälte von OpenAI, Musks Übernahmeversuch sei ein unzulässiger Versuch, einen Konkurrenten zu schädigen, und widerspreche seinen Aussagen vor Gericht. Er hatte erklärt, die Übertragung der Vermögenswerte des Startups im Zuge einer Umstrukturierung widerspreche dessen Zweck als gemeinnützige Stiftung.
Die Elon-Musk-Saga mit OpenAI – Sam Altman
OpenAI stand im Mittelpunkt der Fehde zwischen den beiden Silicon-Valley-Giganten. Sie gründeten das Unternehmen im Jahr 2015. Zusammen mit anderen Investoren sammelten sie eine Milliarde Dollar ein, um das Unternehmen zu gründen.
Ihre Mission? Fortschritte bei neuronalen Netzen zu erzielen und die nächste Stufe der künstlichen Intelligenz zu erreichen. Dies beinhaltete eine KI, die auf grundlegende menschliche Interaktionen reagieren und daraus lernen kann, um ein breites Spektrum an Aufgaben, einschließlich kreativer, zu erfüllen.
Altman schlug vor, das Unternehmen gemeinnützig zu halten. Musk machte sich jedoch zunehmend Sorgen um dessen zukünftige Ausrichtung. Nur zwei Jahre später, kurz vor dem von ChatGPT , forderte Musk die US-Politik auf, KI zu regulieren. Er bezeichnete sie als eine der existenziellen Bedrohungen für die Menschheit.
Er versuchte auch, das Unternehmen zu übernehmen. Altman und die anderen Gründer lehnten seinen Vorschlag jedoch ab. Daraufhin verließ Musk OpenAI im Februar 2018 und zog seine Investitionspläne zurück.
ChatGPT wurde eingeführt und war erfolgreich. Daraufhin gründete Musk 2023 xAI, sein eigenes KI-Unternehmen, um direkt mit OpenAI zu konkurrieren.
Musk gab nicht auf. Im März 2024 verklagte er Altman und OpenAI. Er warf dem Unternehmen vor, seine Gründungsprinzipien gebrochen und sich in einen proprietären Zweig von Microsoft, dem größten Technologiekonzern, verwandelt zu haben. Später zog Musk die Klage zurück.
Im August 2024 reichte er jedoch eine neue Klage ein und beschuldigte OpenAI, ihn durch Täuschung zur Mitarbeit an der Unternehmensgründung verleitet zu haben. Er behauptete außerdem, OpenAI und Microsoft bildeten ein gewinnbringendes Kartell. Daraufhin reichte OpenAI ihrerseits Klage ein. Sie warfen Musk vor, eine Kampagne zur Belästigung von Personen zu führen.
Kürzlich unterbreiteten Musk, sein KI-Unternehmen xAI und eine Investorengruppe ein Angebot über 97,4 Milliarden US-Dollar für den Kauf der gemeinnützigen Organisation OpenAI. Der Plan wurde jedoch umgehend von OpenAI-CEO Sam Altman und dem Vorstand abgelehnt. Andy Nussbaum, der Anwalt des OpenAI-Vorstands, erklärte, die Organisation stehe nicht zum Verkauf.
OpenAI befindet sich derzeit im Umstrukturierungsprozess, diesmal hin zu einem traditionellen gewinnorientierten Unternehmen, genauer gesagt zu einer gemeinwohlorientierten Gesellschaft.
In einem Interview wurde Altman nach Musks Angebot zur Übernahme von OpenAI gefragt. Er lachte und meinte, das sei nur Musks Art, das Unternehmen auszubremsen. Außerdem sagte er, Musk handle in seinem Leben stets „aus einem Gefühl der Unsicherheit heraus“.
Altman schrieb Musk auch auf X: „Nein danke, [aber] wir kaufen Twitter für 9,74 Milliarden Dollar, wenn Sie wollen.“ Musk antwortete mit einem einzigen Wort: „Betrüger.“ Von einer Partnerschaft zu öffentlichen Beleidigungen.

