Aldo Hansson, ein prominentes Mitglied der Europäischen Zentralbank und Gouverneur der estnischen Nationalbank, erklärte, Kryptowährungen seien „völliger Unsinn“. Er vermied es jedoch, Bitcoin namentlich zu erwähnen, obwohl allgemein angenommen wurde, dass der Banker sich speziell auf diese Währung bezog.
Hanson äußerte seine Meinung auf der Konferenz „5 Jahre mit dem Euro“ in Lettland. Er ist der Ansicht, dass die Kryptowährungsblase geplatzt ist und die Währungen früher oder später aussterben werden, da sie sich bereits auf ihr endgültiges Ende zubewegen.
Bitcoin die führende Kryptowährung, gilt stets als Hauptziel solcher Kommentare. Hansson erwähnte Bitcoin jedoch nicht explizit, sondern wies lediglich darauf hin, dass sich dies ändern könne, sobald der Markt ein „Gleichgewicht“ erreiche
Die Kommentare lösten eine lebhafte Diskussion in den sozialen Medien aus, doch Hansson schien die aktuelle Situation eher kritisch zu beleuchten, als ein eingefleischter Krypto-Analyst zu sein. Solche Kommentare sind weder selten noch sollen sie Anleger abschrecken, sondern vielmehr ein objektives Bild vermitteln.
Hanson äußerte zudem, dass das geringe Volumen und die plötzlichen Kursausschläge bei Paaren mit Krediten gefährlich sein können und dass dies etwas ist, was eine Person in einer verantwortungsvollen Position ansprechen muss, da Kryptobetrügereien auch schon viele Anleger nach dem Bankrott in den Selbstmord getrieben haben.
Bei genauerer Betrachtung zielen seine Kommentare auf die Scharen von Investoren ab, die 2017 zu massiven Investitionen und damit zu Allzeithochs bei Kryptowährungen führten, kurz nachdem die Blockchain als technologischer Retter gefeiert wurde – nur um dann in einen sechzehnmonatigen Bärenmarkt zu münden.
Ardo Hansson übt Kritik an Kryptowährungsinvestitionen