„Bei der Entwicklung von Kryptowährungsregulierungen in Europa sollte man offen sein“, sagt IWF-Vorsitzende Christine Lagarde

Informelles Treffen der EU-Finanzminister 26574742095
Die Entwicklung von Kryptowährungsregulierungen in Europa erfordert Empfänglichkeit und Offenheit, sagt Christine Lagarde, diedentder Europäischen Zentralbank (EZB) und derzeitige Vorsitzende des Internationalen Währungsfonds (IWF).
Lagarde wurde mit Wirkung zum 1. November zur Nachfolgerin des derzeitigen EZB-dentMario Draghi ernannt. Damit endet ihre achtjährige Amtszeit als IWF-Vorsitzende am 12. September.
In ihrer jüngsten Eröffnungsrede vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments empfahl Lagarde den Gesetzgebern und Finanzaufsichtsbehörden, den Möglichkeiten von Kryptowährungen und der Distributed-Ledger-Technologie gegenüber fair und tolerant zu sein und bei deren Implementierung methodisch vorzugehen.
Sie betont ferner, dass Zentralbanken alle Vor- und Nachteile disruptiver Technologien sorgfältig abwägen müssen, bevor sie eine Position beziehen.
Man solle zunächst die Vor- und Nachteile abwägen, argumentiert der IWF-Chef
Lagarde betonte, dass Kryptowährungen zwar – bewusst oder unbewusst – zu mehr Kriminalität und finanzieller Instabilität beitragen, die langfristigen Vorteile dieser visionären Innovation jedoch zu bedeutend seien, um sie zu ignorieren. Daher sei es für alle von Vorteil, wenn die Regulierung die Technologie zum Wohle der Gesellschaft fördere.
Ein Wirtschaftssystem des Laissez-faire, in dem Regierungsbeamte den Privatsektor nicht direkt verwalten, ist genau das, was für Unternehmen im Bereich Blockchain und Kryptowährungen erforderlich ist, um diese Technologie zum Wohle der Öffentlichkeit zu entwickeln, argumentiert der IWF-Chef.
Die feindselige Haltung der EZB gegenüber Stablecoins
Unterdessen kritisierte Yves Mersch, Mitglied des EZB-Direktoriums, Anfang des Monats Facebooks ambitioniertes Stablecoin-Projekt Libra und verglich dessen Gründungsprinzipien mit kartellähnlichen Strukturen. Angesichts der Vielzahl an Investoren sei es bei einem solchen System wie dem von Facebook schwierig, die Gesamtfolgen abzuschätzen und zu beurteilen, ob es sich tatsächlich um Dezentralisierung handle, so Mersch.
Im vergangenen Monat veröffentlichte die EZB einen umfassenden Bericht über die Verwendung von Stablecoins, in dem sie vor allem darauf hinwies, dass die innovativsten Stablecoins wenig zur Wertstabilität beitragen und stattdessen auf konventionelle Verwahrungsmethoden für Gelder setzen.
Lesen Sie Krypto-News nicht nur, sondern verstehen Sie sie. Abonnieren Sie unseren Newsletter. Er ist kostenlos.
Manasee Joshi
Manasee ist eine begeisterte Leserin und leidenschaftliche Autorin und hat sich kürzlich entschieden, sich ganz dem freiberuflichen Schreiben zu widmen. Mit einem Abschluss in Anglistik und Erfahrungen in den Bereichen Verwaltung, Personalwesen, Finanzen, Literatur, Kreativität und Innovation erstellt sie ansprechende und fesselnde Inhalte für die Krypto- und Blockchain-Community.
CRASH-KURS
- Mit welchen Kryptowährungen kann man Geld verdienen?
- Wie Sie Ihre Sicherheit mit einer digitalen Geldbörse erhöhen können (und welche sich tatsächlich lohnen)
- Wenig bekannte Anlagestrategien, die Profis anwenden
- Wie man mit dem Investieren in Kryptowährungen beginnt (welche Börsen man nutzen sollte, welche Kryptowährung am besten zum Kauf geeignet ist usw.)














