Laut einer aktuellen Umfrage von Finder vom 14. Oktober haben sich die Investitionen in Kryptowährungen in den USA seit dem letzten Jahr verdoppelt, von knapp acht Prozent (7,95 %) im Jahr 2018 auf über vierzehn Prozent (14,4 %) im Jahr 2019.
Finder, ein australisches Investmentberatungsunternehmen, hat in einer Umfrage festgestellt, dass immer mehr Amerikaner Kryptowährungen besitzen. Von allgemeiner Akzeptanz ist dies jedoch noch weit entfernt.
Kryptowährungsinvestitionen in den USA sind ähnlich komplex wie die dortigen Regulierungen. Obwohl die USA einer der größten Märkte für Kryptowährungen sind, defijeder Bundesstaat den Begriff „Kryptowährung“ anders. Es gibt keinen einheitlichen Rechtsansatz für die Legalisierung dieser Vermögenswerte. Doch das scheint die Amerikaner nicht vom Investieren abzuhalten, denn das Interesse an Kryptowährungen ist innerhalb eines Jahres um fast 81 Prozent gestiegen.
Haben Sie schon in Kryptowährungen investiert? Laut Finder haben das 36,5 Millionen Amerikaner getan. https://t.co/qmbcL8ZirV
– Finder (@finder) 14. Oktober 2019
Kryptowährungsinvestitionen nehmen 2019 rasant zu
Eine Umfrage unter 2068 Teilnehmern legt nahe, dass über 36 Millionen Amerikaner stolze Besitzer von Kryptowährungen sind. Der durchschnittliche Wert ihrer digitalen Vermögenswerte liegt bei fast 5447 US-Dollar, wobei fast drei Viertel der Befragten dent einen geringeren Betrag besitzen.
Interessanterweise befürwortet die Mehrheit der amerikanischen Krypto-Investoren eine Diversifizierung ihres Krypto-Portfolios. Mehr als die Hälfte (55,4 %) der Bitcoin-Besitzer gaben an, mehr als nur eine Kryptowährung zu halten. Dies deutet darauf hin, dass Bitcoin hier möglicherweise doch nicht die unangefochtene Nummer eins ist.
Ein Großteil der amerikanischen Kryptowährungsinvestoren sind jedoch Männer: 19 Prozent (Männer) stehen nur 10 Prozent (Frauen) gegenüber. Das Verhältnis beträgt rund 23 Millionen Männer zu 12 Millionen Frauen.
Gründe für den Besitz von Kryptowährungen
Amerikanern steht eine breite Palette an Anlagemöglichkeiten zur Verfügung. Von Aktienmärkten, Anleihen und Investmentfonds bis hin zu Staatsanleihen und nun auch der Anlageoption der nächsten Generation – Kryptowährungen – sind die Optionen vielfältig.
Es überrascht daher nicht, dass über 60 Prozent (61 %) der Amerikaner Kryptowährungen als Anlageoption betrachten, während die übrigen 29 Prozent sie als Handelsware sehen. Darüber hinaus gaben rund 18 Prozent (18,2 %) der Befragten an, digitale Währungen zu besitzen, um Geld ins Ausland zu überweisen – eine deutlich günstigere Alternative zu Überweisungen in Fiatwährung.
Mehr als 25 Prozent (25,6 %) der Amerikaner akzeptieren es als eine unkonventionelle Form der Wertaufbewahrung, die als Absicherung gegen die traditionellen Finanzinstrumente eingesetzt werden kann, welche stark von der Wirtschaftslage abhängig sind.
Dennoch ist es noch ein langer Weg
Die Umfrageergebnisse weisen jedoch auch auf ein eklatantes Problem hin: Warum meidet eine beträchtliche Anzahl von Amerikanern Investitionen in Kryptowährungen? Um es gelinde auszudrücken: Amerikaner finden Kryptowährungen völlig undurchsichtig.
Es wurde analysiert, dass rund 48 Prozent (47,9 %) derdentes als zu komplex zum Verstehen empfinden, dicht gefolgt von einer Gruppe von 45 Prozent, die überhaupt kein Interesse an digitalen Vermögenswerten zeigen, und 23 Prozent, die lieber kein Risiko mit der Marktvolatilität eingehen möchten.
Wenn Sie also zu den 23 % gehören, die Kryptowährungen für zu riskant halten, haben Sie wahrscheinlich eine vernünftige Entscheidung getroffen. Für die übrigen 47,9 %, denen Krypto zu komplex erscheint, gibt es online zahlreiche Hilfsangebote. Lassen Sie sich beraten, denn Sie könnten sonst potenziell höhere Renditen verpassen.
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