Jason Atkins, Chief Commercial Officer des Krypto-Marketmakers Auros, verschärfte die Spannungen auf den Kryptomärkten, indem er die Liquidität als größte Herausforderung des Marktesdent, anstatt einer Volatilitätskrise. Atkins äußerte sich im Vorfeld der Consensus-Veranstaltung in Hongkong.
Analysten stellten später fest, dass das institutionelle Interesse an Kryptowährungen zwar im Laufe des Jahres 2025 weiter zugenommen hat, die begrenzte Marktliquidität jedoch ein wesentliches Hindernis darstellt, das große Akteure der Wall Street daran hindert, einzusteigen, ohne Preisstörungen zu verursachen.
Diese Situation veranlasste Atkins zu einer Stellungnahme, in der er behauptete, dass die Märkte nicht davon ausgehen können, dass institutionelle Anleger an ihren Aktivitäten teilnehmen wollen, wenn die dafür notwendigen Faktoren fehlen.
Seinen Angaben zufolge ist die Hauptfrage, ob diese Märkte die erhebliche institutionelle Nachfrage bewältigen können. „Es ist eine Sache zu sagen: ‚Wir haben sie überzeugt, jetzt zu kommen‘“, fügte Atkins hinzu. „Es ist etwas ganz anderes zu fragen: ‚Haben Sie genug Platz für alle?‘“
Auros-Chef Atkins äußert Bedenken hinsichtlich der Liquiditätslage auf den Kryptomärkten
Als diese Diskussion Schlagzeilen machte, beharrte Atkins weiterhin darauf, dass Liquidität zu einem zentralen Problem auf den Kryptomärkten geworden sei, vor allem aufgrund des schwindenden Marktinteresses. Er erklärte weiter, dass erhebliche Kursverluste, wie der Crash vom 10. Oktober , die die Geschwindigkeit, mit der Händler und Hebel wieder in den Markt zurückkehren können, überstiegen haben, die Ursache für diesen Trend seien.
Um diesen Punkt besser zu verstehen, betonten Branchenvertreter, dass Liquiditätsanbieter ihren Fokus von der Nachfragegenerierung auf die Nachfrageerfüllung verlagert hätten.
Diese Aussage deutete darauf hin, dass eine geringere Handelsaktivität die Market Maker dazu veranlasst, ihr Risiko zu senken, wodurch die Volatilität steigt, was wiederum zu strengeren Risikoprotokollen und einer geringeren Marktliquidität führt.
Atkins argumentierte, dass diese Situation nicht gelöst werden könne, solange Institutionen als Stabilisatoren fungieren, die Märkte aber weiterhin schwach bleiben. Derdent zeige, dass dem Markt in schwierigen Zeiten ein natürliches Sicherheitsnetz fehle.
Infolgedessen entsteht ein Kreislauf, in dem Volatilität, Vorsicht und Illiquidität sich gegenseitig verstärken und dadurch die Marktentwicklung beeinträchtigen, selbst wenn die langfristigen Renditentronsind.
An dieser Stelle betonte Atkins, dass Volatilität an sich große Investoren nicht abschreckt, das Problem aber entsteht, wenn Volatilität auf schwache Märkte trifft. Er räumte zudem ein, dass der Umgang mit Volatilität in illiquiden Märkten schwierig sei, da die Sicherung der Investitionen eine Herausforderung darstelle und deren Verkauf noch schwieriger sei.
Institutionen stehen in der Kryptoindustrie vor erheblichen Herausforderungen
Atkins' Aussage verdeutlichte, dass die aktuelle Situation auf den Kryptomärkten für institutionelle Anleger deutlich prekärer ist als für Privatanleger. Darüber hinaus ist anzumerken, dass große Investoren strenge Regeln zur Kapitalerhaltung eingeführt haben, was darauf hindeutet, dass ihre Fähigkeit, Liquiditätsrisiken zu tragen, begrenzt ist.
„Bei einem solchen Vermögen oder wenn es sich um eine große Institution handelt“, sagte er und fügte hinzu: „Es geht nicht nur darum, die höchsten Renditen zu erzielen. Es geht darum, die besten Renditen zu erzielen und gleichzeitig das Kapital zu schützen.“
Atkins missbilligte auch die Vorstellung, dass Geld von Kryptowährungen auf KI übertragen werde, und argumentierte, dass sich diese beiden Sektoren in unterschiedlichen Entwicklungsstadien befänden.
Im Anschluss an seine Argumentation wurde in Berichten hervorgehoben, dass künstliche Intelligenz zwar schon seit einiger Zeit existiert, das jüngst gestiegene Interesse an KI jedoch beispiellos sei und nicht dazu führe, dass Gelder aus dem Krypto-Ökosystem abfließen.

