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Chinesische Banken erhöhen die Hypothekenzinsen erstmals seit 3 Jahren

VonCollins J. OkothCollins J. Okoth 3 Min. Lesezeit
Eine chinesische Flagge mit einem Hypothekenvertrag im Hintergrund
  • Chinesische Banken haben die Hypothekenzinsen erstmals seit 2021 erhöht.
  •  Sheng Meng ist der Ansicht, dass die Aufsichtsbehörden die Banken dazu angeleitet haben, die Zinsen für neue Kredite zu erhöhen, um genügend Spielraum für weitere und größere Zinssenkungen zu schaffen.
  • Die chinesischen Behörden versprechen, die Kapitalpositionen durch Mittel aus dem Verkauf von speziellen Staatsanleihen zu stärken.

Daten von Barchart zeigten am 19. Dezember, dass chinesische Banken erstmals seit drei Jahren die Kosten für neue Hypotheken erhöht haben. Die Daten deuten zudem darauf hin, dass die Margen der chinesischen Banken aufgrund einer anhaltenden Immobilienkrise und einer Verlangsamung der chinesischen Wirtschaft schrumpfen.

Daten des in Singapur ansässigen Unternehmens Data Motion International Trading Pte zeigen zudem, dass die durchschnittliche Hypothekenzinsrate für den Ersterwerb von Immobilien in 42 Großstädten im vergangenen Monat auf 3,08 % stieg – ein Anstieg vom Rekordtief von 3,05 % im Oktober. Die Zunahme der Hypothekenzinsen bleibt überraschend, da der Immobilienmarkt weiterhin einem anhaltenden Rückgang unterliegt, der vor drei Jahren begann.

Die Immobilienpreise in China sinken weiter, trotz erster Anzeichen einer Belebung der Verkäufe nach einem Konjunkturpaket, das Ende September eingeführt wurde.

Chinesische Regulierungsbehörden weisen Banken an, die Zinsen für neue Hypothekenkredite zu erhöhen

Chinesische Banken befinden sich in einem Kampf um eine rekordniedrige Nettozinsspanne, stehen jedoch weiterhin unter Druck, ihre Bilanzen zu stärken. Dieser Druck scheint die Fähigkeit der Zentralbank einzuschränken, die Zinsen weiter zu senken. Weitere Zinssenkungen könnten darauf hindeuten, dass sich die Herausforderung für Kreditgeber im nächsten Jahr verschärfen wird, Wege zu finden, mit fallenden Kreditzinsen umzugehen.

Shen Meng, Direktor der in Beijing ansässigen Boutique-Investmentbank Chanson & Co, ist der Ansicht, dass die Immobilienverkäufe in naher Zukunft weiterhin schwierig bleiben werden, was den Zinsanstieg aus marktseitiger Sicht als unbegründet erscheinen lässt.

„Es ist wahrscheinlich, dass Regulierungsbehörden die Banken zu einer koordinierten Erhöhung der Hypothekenzinsen für neue Kredite bewegt haben, um genügend Spielraum für weitere und größere Zinssenkungen im nächsten Jahr zu schaffen.“

– Shen Meng, Direktorin bei Chanson & Co.

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ging Ende September dazu über, die Kosten zu senken, um das Immobilienmarkt mit insgesamt 5,3 Billionen US-Dollar an ausstehenden Hypotheken für Hausbesitzer zu stärken. Pang Gongsheng, Gouverneur der Zentralbank, gab bekannt, dass diese Maßnahmen zu einer durchschnittlichen Senkung von 50 Basispunkten für Kreditnehmer führen und ihre jährlichen Zinskosten um etwa 150 Milliarden Yuan (20,6 Milliarden US-Dollar) reduzieren werden.

PBOC-Führungskräfte geben Leitlinien heraus, um den Preiskampf zwischen Banken zu entschärfen

Zahlen von Data Motion, die lokale Filialen von Banken in chinesischen Städten befragt hat, zeigten auch, dass 17 der 42 Städte im November die Hypothekenzinsen für Erstwohnungen erhöht haben. Städte wie Wuhan, Wenzhou und Changsha verzeichneten die größten Anstiege von jeweils 20 Basispunkten.

Ein Bericht von Caixin ergab, dass dieser Anstieg auf Leitlinien zurückging, die von lokalen Zweigen einer Aufsichtsbehörde unter der Aufsicht der Volksbank Chinas (PBOC) gegeben wurden. Die als Mechanismus zur selbstregulierenden Zinsfestlegung bekannte Aufsichtsbehörde zitierte zwei namentlich nicht genannte Bankvorstände. 

Der Bericht enthüllte zudem, dass die Prognosen der Führungskräfte darauf abzielten, einen „Preiskampf

Offizielle Daten zeigten auch, dass die kombinierten Gewinne bei kommerziellen Kreditgebern in den ersten drei Quartalen um nur 0,5 % auf 1,9 Billionen Yuan stiegen. Die Daten zeigten auch, dass die Gesamtsumme der nicht ertragenden Kredite Ende September auf einen Rekordwert von 3,4 Billionen Yuan stieg. Die Nettozinsspannen verengten sich ebenfalls auf 1,53 %, den niedrigsten Wert aller Zeiten und weit unter der Schwelle von 1,8 %, die als notwendig erachtet wird, um eine angemessene Rentabilität aufrechtzuerhalten.

Die nationale Zentralbank senkte in den letzten Jahren das Einlageverhältnis, um kostengünstiges Geld freizusetzen und den Gewinndruck der Kreditgeber zu bewältigen. Chinas Banken senkten auch die Einlagenzinsen, um die Finanzierungskosten zu senken. Die Behörden des Landes schlossen sich zusammen und versprachen, die Kapitalpositionen bei den größten staatseigenen Kreditgebern mit Mitteln aus dem Verkauf spezieller Staatsanleihen zu stärken.

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Collins J. Okoth

Collins J. Okoth

Collins Okoth ist Journalist und Marktanalyst mit acht Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über Kryptowährungen und Technologie. Er ist zertifizierter Finanzanalyst (CFA) und besitzt einen Abschluss in Aktuarmathematik. Collins war zuvor als Autor und Redakteur bei Geek Computer und CoinRabbit tätig.

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