Die chinesischen Unternehmen WeRide und PonyAI wollen Robotaxis in Singapur einführen

- Singapur kooperiert mit den chinesischen Firmen Pony AI und WeRide, um Robotaxi-Testfahrten zu starten.
- In Punggol beginnen noch in diesem Jahr die Straßentests mit 11 Fahrzeugen; Ziel ist es, ab Anfang 2026 kostenpflichtige Fahrten anzubieten.
- Tesla-Robotaxi-Pilot in Austin steht nach drei Unfällen trotz an Bord befindlicher Sicherheitsfahrer unter Beobachtung.
Singapur wird bald autonome Fahrdienstleistungen anbieten können, da die chinesischen Unternehmen Pony AI Inc. und WeRide Inc. mit lokalen Firmen zusammenarbeiten, um Robotaxi-Dienste in dem Stadtstaat einzuführen.
WeRide gab bekannt, dass es mit Grab Holdings Ltd aus Singapur zusammenarbeiten wird, um Nutzern autonome Fahrten auf zwei autorisierten Strecken im Stadtteil Punggol anzubieten.
Pony AI kündigte eine parallele Initiative mit ComfortDelGro an. Die Unternehmen planen, ihren Service innerhalb der nächsten Monate zu starten. Dieser Schritt positioniert Singapur als wichtigen Knotenpunkt für fahrerloses Fahren in Südostasien.
Die Landverkehrsbehörde Singapurs gab bekannt, dass ihre Teststrecke 12 Kilometer in Punggol umfassen wird. WeRide und Grab werden Fahrzeuge auf 10 km und 12 km langen Strecken einsetzen, die den von der Regierung für die Testfahrten genehmigten Strecken entsprechen.
Singapur positioniert sich als Drehscheibe für den Einsatz von Robotaxis
Die Ankündigungen folgen einer Mitteilung des Verkehrsministeriums von Singapur vom Juni. Diese Mitteilung deutete an, dass die Regierung beabsichtigt, bis Ende des Jahres autonome Fahrzeuge in öffentlichen Wohnsiedlungen einzuführen und die Technologie in das nationale öffentliche Verkehrssystem zu integrieren.
Chinesische Unternehmen im Bereich autonomes Fahren drängen auch international auf den Markt. Die US-amerikanischen Firmen Pony AI und WeRide sowie Baidus Apollo Go expandieren in Europa, Südostasien und dem Nahen Osten. Laut einem früheren Bericht von Bloomberg plant Baidu Inc., Apollo Go noch in diesem Jahr in Malaysia und Singapur einzuführen.
Tesla-Robotaxi-Pilot gerät nach drei Unfällen in Austin in die Kritik
In den USA erregen unterdessen Teslas erste Daten aus seinem Pilotprojekt für autonomes Fahren Aufmerksamkeit. Ein bei den Bundesbehörden eingereichter Unfallbericht listet drei Kollisionen im Zusammenhang mit dem Tesla-Robotaxi-Programm auf, nur zehn Tage nach dessen Start in Austin, Texas. Tesla hielt viele der detaillierten Daten in dem Bericht unter Berufung auf Betriebsgeheimnisse zurück.
Die Flotte, bestehend aus etwa einem Dutzend Fahrzeugen, hatte laut den in der Meldung genannten Zahlen insgesamt bis zu 7.000 Meilen zurückgelegt. Unklar bleibt, wie viele Meilen die Fahrzeuge genau während Teslas Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen am 23. Juli gefahren sind. Führungskräfte gaben an, die Fahrzeuge seien 7.000 Meilen gefahren, was entweder die ersten 30 Tage oder nur die zwischen dem 22. und 30. Juni zurückgelegten Meilen umfassen könnte.
Die Fahrzeuge von Tesla in Austin sind nicht vollautonom und benötigen einen geschulten Fahrer auf dem Beifahrersitz. Das Unternehmen bezeichnet diesen als „Sicherheitsfahrer“. Ähnlich einem Fahrlehrer hält diese Person einen Not-Aus-Knopf bereit, kann das Lenkrad erreichen und ist der rechtlich verantwortliche Fahrer, der im Falle einer Systemstörung die Kontrolle übernehmen kann. Bei einem System mit einem menschlichen Sicherheitsfahrer an Bord ist in der Regel mit weniger Unfällen zu rechnen.
Tesla gibt an, dass sein Autopilot-System, das hauptsächlich auf Autobahnen unter menschlicher Aufsicht eingesetzt wird, etwa einmal pro 5 Millionen Meilen Airbag-Auslösungen verzeichnet. Das Unternehmen behauptet außerdem, das System sei „zehnmal besser“.
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Shummas Humayun
Shummas ist ehemalige technische Redakteurin und Forscherin.
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