Der stellvertretende geschäftsführende Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), Tao Zhang, hob in einer Rede an der London School of Economics die Kehrseite der digitalen Zentralbankwährungen hervor.
Laut Zhang liegen die Vorteile staatlich emittierter digitaler Zentralbankwährungen in niedrigen Gebühren und hoher Effizienz. In seinem Vortrag vom 28. Februar, der am 19. März im Internet veröffentlicht wurde, sagte er:
In einigen Ländern können die Kosten für die cash aufgrund geografischer Gegebenheiten sehr hoch sein, und der Zugang zum Zahlungssystem ist für die Bevölkerung ohne Bankkonto, die ländliche Bevölkerung oder die ärmere Bevölkerung möglicherweise nicht gegeben.
Zhang hebt die Vorteile einer CBDC hervor
Herr Zhang erwähnte auch die hohe finanzielle Inklusion im Zusammenhang mit CBDCs. Er erklärte, dass staatlich emittierte digitale Währungen Privatpersonen ein digitales Zahlungsmittel bieten, ohne dass ein Bankkonto erforderlich ist . Der IWF-Direktor nannte zudem weitere Vorteile wie Stabilität und eine gestärkte Geldpolitik.
Darüber hinaus erklärte der IWF-Direktor, dass eine staatlich emittierte Kryptowährung dazu beitragen könnte, den Einfluss anderer privater digitaler Währungen zu verringern. Er sagte:
„Eine im Inland emittierte digitale Währung, die von einer vertrauenswürdigen Regierung unterstützt wird und auf die inländische Rechnungseinheit lautet, könnte dazu beitragen, die Akzeptanz privat emittierter Währungen (z. B. Stablecoins) einzuschränken, die schwer zu regulieren sein könnten und Risiken für die Finanzstabilität und die geldpolitische Transmission bergen könnten.“
Kehrseite der digitalen Zentralbankwährungen
Im weiteren Verlauf seiner Rede ging der IWF-Direktor auch auf die Schattenseiten digitaler Zentralbankwährungen ein. Herr Zhang betonte die Bedeutung einer vorgeschlagenen staatlich emittierten digitalen Währungsstruktur zur Eindämmung potenzieller Risiken.
Laut Zhang besteht die Kehrseite anderer digitaler Zentralbankwährungen darin, dass sie die Kunden von Banken abschrecken und deren Finanzlage belasten könnten. Der Direktor merkte an, dass die Einführung einer CBDC mit erheblichen Kosten und Herausforderungen verbunden sein könnte. Er sagte, dass Zentralbanken beträchtliche Ressourcen investieren müssten und dies auch ihre Stellung gefährden könnte.
Darüber hinaus hat das Thema digitale Zentralbankwährungen (CBDCs) in letzter Zeit großes Interesse geweckt. Die schwedische Zentralbank startete bereits im Februar die Pilotphase ihrer CBDC. Viele andere Zentralbanken weltweit haben das Projekt diskutiert; allerdings sind nicht alle an CBDCs interessiert.

