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Carney will angesichts der wirtschaftlichen Belastung durch Trumps ZölletronBeziehungen zu China und Xi Jinping anstreben

In diesem Beitrag:

  • Carney wird nächste Woche nach China reisen, um Xi Jinping zu treffen, da Kanada angesichts der unter Trump verhängten Zölle bestrebt ist, die wirtschaftliche Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten zu verringern.

  • Die Gespräche werden sich auf Handel, Energie, Landwirtschaft und Sicherheit konzentrieren, nachdem die Beziehungen nach der Verhaftung von Meng Wanzhou und den darauf folgenden Verhaftungen jahrelang angespannt waren.

  • Die andauernden Zollstreitigkeiten haben kanadischen Exportgütern wie Raps geschadet und die internen politischen Spannungen, insbesondere zwischen den Prärieprovinzen und Ontario, verschärft.

Mark Carney fliegt nächste Woche nach China, um sich mitdent Xi Jinping zusammenzusetzen, die Handelsgespräche wieder aufzunehmen und zu versuchen, Kanada aus dem von Trump verursachten wirtschaftlichen Druckkessel herauszuholen.

Es ist das erste Mal seit fast zehn Jahren, dass ein kanadischer Premierminister in China landet. Das letzte Mal endete es in einem Desaster.

Kanada verhaftete Meng Wanzhou von Huawei bereits 2018 auf US-amerikanischen Haftbefehl. China reagierte mit der Inhaftierung von Michael Kovrig und Michael Spavor. Das hat niemand vergessen. Sie kamen erst frei, nachdem Meng 2021 einen Deal mit der US-Staatsanwaltschaft geschlossen hatte. Das brachte alles zum Einsturz. Nun versucht Carney, die Situation zu bereinigen.

Carney will die Handelsstreitigkeiten beilegen und Öl und Raps fördern

Carney will sich nicht auf Smalltalk einlassen. Sein Team gab bekannt, dass er über Handel, Landwirtschaft, Energie und Sicherheit sprechen wird. Seit letztem Jahr wurden zahlreiche Zölle erhoben. Kanada erhöhte die Steuern auf chinesische Elektroautos, Stahl und Aluminium, um mit Trumps Kursen Schritt zu halten.

China reagierte mit Zöllen auf kanadischen Raps und andere Feldfrüchte. Das verärgerte die westlichen Provinzen. Politiker der Prärieprovinzen werfen Ottawa vor, die Landwirte zu opfern, um Fabriken in Ontario zu schützen.

Die USA belegten ausländische Stahlimporte mit 50-prozentigen Zöllen, woraufhin Carney die Stahllieferungen aus China stoppte. Doch das konnte die Verluste nicht stoppen. Nun will Carney die kanadischen Exporte außerhalb der USA in den nächsten zehn Jahren verdoppeln.

Siehe auch:  China ignoriert schwache Wirtschaft, Zentralbank sagt keine Zinssenkungen.

China ist bereits Kanadas zweitgrößter Handelspartner. Allein im Jahr 2024 belief sich der Warenhandel auf 118 Milliarden kanadische Dollar. Diese Zahl könnte noch steigen, wenn Carney die richtigen Entscheidungen trifft.

Er traf Xi bereits im Oktober beim Asien-Pazifik-Gipfel in Südkorea. Carney bezeichnete dieses Treffen als „Wendepunkt“ und sagte, er sei zu einem Besuch eingeladen worden. Seitdem reisten kanadische Minister nach China, um für dieses Treffen zwischen Xi und Carney zu werben.

Carney jongliert mit Pipelineplänen, der Erholung des Tourismus und Trudeaus eingefrorenem Erbe

Carney sieht im Öl den Weg zurück ins Geschäft. Die Trans-Mountain-Pipeline zur Westküste wurde gerade erweitert. Das hat bereits zu Rekord-Ölexporten nach China geführt. Nun versucht er, bürokratische Hürden für eine zweite Pipeline abzubauen, um noch mehr Öl zu transportieren. Trumps Vorgehen in Venezuela hat diesen Plan nur noch dringlicher gemacht. Kanada braucht Abnehmer. China braucht Öl.

Auch der Einzelhandel steht zur Debatte. Carney erklärte, kanadische Marken wie Lululemon und Canada Goose könnten von einer Verbesserung des Handels profitieren. Sein Ziel sei es, „ein deutlich breiteres Spektrum an Möglichkeiten für eine größere Bandbreite kanadischer Unternehmen“ zu eröffnen

Er möchte außerdem die Reisebeschränkungen zwischen den Ländern aufheben. Im November kündigte China an, dass Gruppenreisen nach Kanada nach der Einstellung im Jahr 2020 wieder möglich sein würden.

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Dieser Neuanfang findet statt, während Trudeaus Bilanz gegenüber China weiterhin katastrophal ist. Bereits 2016 und 2017 versuchte Trudeau, ein Abkommen zu erzielen. Dann wurde Meng verhaftet. China reagierte mit Vergeltungsmaßnahmen. Alles kam zum Erliegen.

Im Jahr 2022 bezeichnete Melanie Joly, Trudeaus Außenministerin, China als „störende“ Kraft. Ein Jahr später ordnete Trudeau eine Untersuchung zu chinesischen Wahlbeeinflussungen an. Der Bericht stellte fest, dass China und andere versucht hatten, die Wahlen zu manipulieren, die Ergebnisse aber nicht beeinflusst wurden.

Carney verfolgt einen anderen Ansatz. „Wir starten von einem sehr niedrigen Niveau und können noch einiges aufbauen, bevor wir auf heikle Themen stoßen“, sagte er nach seinem Treffen mit Xi. An diesem Tag wurden keine Zölle aufgehoben. Carney betonte, dass dies nicht der Sinn der Sache sei. „Manche vereinfachen die Sache, nach dem Motto: Dies gegen jenes“, erklärte Reportern. „So funktioniert es aber nicht.“

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