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BRICS-Staaten stellen Demo ihres neuen Zahlungssystems vor

In diesem Beitrag:

  • Die BRICS-Staaten haben soeben eine Demoversion von BRICS Pay vorgestellt, einem neuen Zahlungssystem, das den Ländern helfen soll, sich von der Verwendung des US-Dollars im Handel zu lösen.
  • Russland fordert eine Alternative zum IWF und argumentiert, das globale Finanzsystem werde zu stark vom Westen kontrolliert, und die BRICS-Staaten hätten genug davon.
  • Doch der US-Dollar behauptet sich weiterhintronals die mächtigste Währung der Welt, gestützt auf seine Rolle bei den globalen Währungsreserven und im internationalen Handel.

Die BRICS-Staaten haben soeben die Demoversion ihres lang erwarteten Zahlungssystems BRICS Pay veröffentlicht. Das neue System wird eingeführt, während sich die Gruppe auf ihren großen Gipfel nach der Erweiterung vom 22. bis 24. Oktober in Kasan, Russland, vorbereitet.

Russland, das in diesem Jahr den BRICS-Vorsitz innehat, setzt alles daran, sich vom Einfluss westlich kontrollierter Finanzsysteme zu lösen.

Der russische Finanzminister Anton Siluanow forderte eine Alternative zum Internationalen Währungsfonds (IWF), um den politischen Machtspielen der USA entgegenzuwirken. Die BRICS-Staaten repräsentieren mittlerweile 37 % der Weltwirtschaft und wollendentgleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen.

BRICS-Gehaltsstruktur: Das System im Detail

Laut ihrer offiziellen Website wird BRICS Pay als Eckpfeiler der Zahlungssysteme fürdent, souveräne Nationen bezeichnet.

Chinesische Beamte erklären, BRICS Pay werde den Ländern mehr Möglichkeiten zur Abwicklung von Waren- und Dienstleistungstransaktionen bieten und so die Wirtschaftsbeziehungen stärken. Und natürlich soll es diesen Nationen helfen, sich vom US-Dollar zu lösen.

Finanzielle Diversifizierung ist das A und O, und dieses System soll Berichten zufolge die wirtschaftliche Unabhängigkeit insgesamt stärken. BRICS Pay ist dezentralisiert unddenteine klare Abkehr vom in Europa genutzten SWIFT-System.

Die BRICS-Staaten beschäftigen sich seit 2019 mit der Idee, ein einheitliches Zahlungssystem zu entwickeln, das für alle Mitgliedsnationen funktioniert.

Siehe auch:  Die Bank of America sagt, der US-Dollar sei überbewertet.

Bereits 2020 nahm die BRICS-Arbeitsgruppe für Zahlungsverkehr ihre Arbeit auf und gewinnt nun endlich an Fahrt. Während des BRICS-Wirtschaftsforums im Internationalen Handelszentrum Moskau erhielten die Teilnehmer einen ersten Einblick in die Einzelhandelstechnologien hinter BRICS Pay.

Die Plattform ist so konzipiert, dass sie alles von Einzelhandelszahlungen bis hin zu Geldüberweisungen abwickeln kann.

Der Druck gegen den Dollar

Der US-Dollar ist seit langer Zeit die dominierende Währung, doch diese Vormachtstellung ist für einige Nationen zu einem Problem geworden.

Aufgrund der US-Sanktionen wurden einige Länder aus dem dollarbasierten Zahlungssystem gedrängt und sind nun gezwungen, nach alternativen Zahlungsmethoden zu suchen. BRICS Pay springt ein, um diese Lücke zu schließen.

Das Zahlungssystem könnte sogar zur Unterstützung anderer internationaler Projekte wie Chinas Seidenstraßeninitiative (BRI) eingesetzt werden.

Da die BRI weiter wächst, könnte BRICS Pay zum Standard für die Abwicklung von Handels- und Investitionszahlungen werden.

Die BRICS-Staaten haben Anfang des Jahres fünf weitere Mitglieder aufgenommen: Saudi-Arabien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate, Iran und Äthiopien. Russlandsdent Wladimir Putin und Chinasdent führen die Agenda zur Entdollarisierung an.

Neulich sagtedentDonald Trump: „China hält Amerika für ein sehr dummes Land.“

Putins Streit mit Biden dreht sich unterdessen hauptsächlich um die Ukraine und Putins Überzeugung, dass Amerika versucht, die ganze Welt zu demoralisieren.

Siehe auch:  Wall-Street-Aktien stürzen ab, Verbrauchervertrauen erreicht Tiefststand seit 4 Jahren

Der Dollar ist nach wie vortron– vorerst

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels konnte der US-Dollar trotz wachsender Opposition und geopolitischem Chaos seine Position jedoch weiterhin behaupten.

Sie erweist sich gegenüber anderen wichtigen Währungen als stabil. Die US-Wirtschaft bleibt weiterhin führend und trägt rund 26 % zum globalen BIP bei.

Dies, zusammen mit der unübertroffenen Liquidität der US-Kapitalmärkte, ist der Grund, warum die Zentralbanken immer noch große Dollarbeträge in ihren Reserven halten.

Etwa 60 % der globalen Währungsreserven sind in US-Dollar angelegt, und 64 % der globalen Schuldtitel sind auf Dollar lautend. Daran wird sich nicht über Nacht etwas ändern.

Die drohende politische Katastrophe im Zuge der bevorstehendendentkönnte den Dollar schwächen, insbesondere wenn die Anleger aufgrund der Reaktion der unterlegenen Partei das Vertrauen verlieren.

Analysten und Ökonomen prognostizieren eine höhere Volatilität an den Märkten und mögliche Störungen der Lieferketten.

Diese Instabilität könnte mehr Länder dazu zwingen, nach Alternativen zum Dollar zu suchen, wie beispielsweise dem BRICS-System, insbesondere wenn die US-Notenbank (Federal Reserve) anfängt, unvorhersehbare Zinsschritte zu unternehmen.

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