Das in Labrador ansässige Bitcoin Mining-Unternehmen Great North Data, das sich massive, ungesicherte Kredite von mehreren kanadischen Regierungsstellen gesichert hatte, ist bankrott gegangen.
Great North Data (GND) rühmte sich damit, seine Speicherkapazitäten und Datenhosting-Einrichtungen für Bitcoin und Blockchain-Technologie strategisch in einer Region mit subventionierten Stromkosten, einem extrem kalten Klima und einem für den Mining günstigen Umfeld angesiedelt zu haben. Berichten zufolge betrieb das Unternehmen KI-gestützte Datenverarbeitung und Bitcoin Mining-Anlagen in den Provinzen Labrador und Neufundland.
Kryptowährungsunternehmen in der Region erlebten einen Boom, als Bitcoin Kurs 2017 Rekordhöhen erreichte. Leider währte dieser Höhenflug nicht lange, denn Bitcoin -Kurs fiel in diesem Jahr weiter und zeigt kaum Anzeichen einer Erholung. Dies hat viele Kryptowährungs-Miner weltweit hart getroffen, und einige von ihnen, wie beispielsweise GND, haben beschlossen, mit nur noch wenig Kapital zum Überleben aufzugeben.
Ein Bitcoin -Mining-Unternehmen, das ums Überleben kämpfte
Laut einem kanadischen Medienunternehmen meldete im Vormonat Insolvenz an. Es wies lediglich ein Vermögen von über vier Millionen US-Dollar (4,6 Millionen US-Dollar) gegenüber Verbindlichkeiten in Höhe von dreizehn Millionen US-Dollar (13,2 Millionen US-Dollar) aus.
Obwohl die genauen Gründe für die Liquidation noch nicht bekannt sind, zeichnen Berichte ein enttäuschendes Bild vom Zustand des Unternehmens. Offenbar entsprach es nicht den Erwartungen und erhielt zahlreiche Kundenbeschwerden. Personalmangel, Verstöße gegen Lärmschutzbestimmungen und übermäßiger Stromverbrauch sind nur einige der Gründe.
Berichte enthüllen eine lange Liste von ungesicherten Geldverleihern
CBC berichtet außerdem, dass die Atlantic Canada Opportunities Agency (ACOA), eine von der kanadischen Regierung unterstützte Agentur, die sich auf Wirtschaft und Wirtschaftswachstum in der Atlantikregion konzentriert, zu den ungesicherten Gläubigern gehört. GND schuldet der Agentur rund 280.000 Dollar (281.675 CAD).
Es wurde außerdem bekannt, dass ACOA bereits 2015 500.000 US-Dollar Kapital zugeflossen hat, allerdings mit einer nicht offengelegten Rückzahlungsklausel. Der genaue Stand der Rückzahlungen ist daher weiterhin unbekannt und unterliegt derdentgegenüber dem Kunden. Bekannt ist lediglich, dass die Bundesbehörde eng mit dem Kunden zusammenarbeitet, um eine mögliche Lösung zu finden.
Darüber hinaus stehen anderen staatlichen Stellen wie der Business Investment Corporation über dreihunderttausend US-Dollar (313.718 US-Dollar) zu, die angeblich für den Kauf des Grundstücks für das GND-Büro in Labrador und für die Sicherung der dafür notwendigen Infrastruktur verwendet wurden.
Newfoundland and Labrador Hydro ist ebenfalls als unbesicherter Kreditgeber mit rund 315.000 US-Dollar (316.477 CAD) registriert. Auch die staatliche kanadische Entwicklungsbank, die Business Development Bank of Canada, steht mit Forderungen in Höhe von 225.000 US-Dollar (225.000 CAD) auf der Liste.
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